Donnerstag, 17. August 2017

Nun wollen wir das Wort mit einem Samenkorn vergleichen

Alma stellt einen Vergleich an: „Nun wollen wir das Wort mit einem Samenkorn vergleichen. Wenn ihr nun Raum gebt, dass ein Samenkorn in euer Herz gepflanzt werden kann, siehe, wenn es ein wahres Samenkorn oder ein gutes Samenkorn ist, wenn ihr es nicht durch euren Unglauben ausstoßt, so dass ihr dem Geist des Herrn Widerstand leistet, siehe, so wird es anfangen, in eurer Brust zu schwellen; und wenn ihr dieses Schwellen spürt, so werdet ihr anfangen, in euch zu sagen: Es muss notwendigerweise so sein, dass dies ein gutes Samenkorn ist oder dass das Wort gut ist, denn es fängt an, meine Seele zu erweitern; ja, es fängt an, mein Verständnis zu erleuchten; ja, es fängt an, mir köstlich zu sein.“ (Alma 32:28).
Im Internet fand ich folgende Kurzgeschichte von Jack Canfield und Mark Victor Hansen / "Hühnersuppe für die Seele":
Die Geschichte über zwei Samenkörner
Es steckten einmal zwei Samenkörner nebeneinander im Boden.
Das erste Samenkorn sagte: “Ich will wachsen! Ich will meine Wurzeln tief in die Erde senden und ich will als kleines Pflänzchen die Erdkruste durchbrechen, um dann kräftig zu wachsen. Ich will meine Blätter entfalten und mit ihnen die Ankunft des Frühlings feiern. Ich will die Sonne spüren, mich von Wind hin- und herwehen lassen und den Morgentau auf mir spüren. Ich will wachsen!”
Und so entwickelte sich das Samenkorn zu einer kräftigen Pflanze.
Das zweite Samenkorn sagte: “Ich fürchte mich. Wenn ich meine Wurzeln in den Boden senke, weiß ich nicht, was mich dort in der Tiefe erwartet. Ich befürchte, dass mir da etwas wehtut. Es könnte auch sein, dass ich Schaden nehme, wenn ich versuche, die Erdkruste zu durchbrechen. Und ich weiß nicht, was dort oben über der Erde auf mich lauert. Es kann so viel geschehen, wenn ich wachse. Nein, ich bleibe lieber erst einmal hier und warte, bis es sicherer ist.”
Und so verblieb der Samen in der Erde und wartete.
Eines Morgens kam eine Henne vorbei. Sie scharrte mit ihren scharfen Krallen nach etwas Essbaren im Boden. Nach einer Weile fand sie den wartenden Samen im Boden und fraß ihn auf.“ (Quelle)
Nun wollen wir das Wort mit einem Samenkorn vergleichen. In Bezug auf den Vergleich des Samenkorns mit dem Wort Gottes, sowohl hier im Buch Mormon, als auch im Neuen Testament (Markusn 8:11-15; Matthäus 17:20), lerne ich, dass es Samenkörner gibt, die den Wunsch zur Veränderung in sich tragen, dabei handelt es sich um ein `gutes Samenkorn´, aber auch solche, die sich vor Veränderung fürchten. Das sind dann eben `taube Samenkörner´, also nicht keimfähige. Drängt mich das Wort, das als Samenkorn in mein Herz gelegt wird, zu positiver Entwicklung, so weiß ich, dass es ein gutes, ein keimfähiges Korn ist, nämlich das Wort Gottes, das mich zu Unsterblichkeit und ewigem Leben hin entwickeln will, Verständnis über den Sinn und Zweck meiner Existenz entwickeln hilft (Alma 32:29-30,33). Ist es ein Wort, dass mich nicht zu positiver Entwicklung antreibt, kann ich davon ausgehen, dass es sich um ein `taubes Samenkorn´ handelt (Alma 32:32). Es kommt nicht aus dem Munde Gottes und wird mir nicht helfen, mich aus der Erde herauszuwagen. Welche Erlebnisse hattest du schon mit diesen zwei Arten von Samenkörnern?

Matthew 13, Jesus teaches in parables to His disciplesJesus erklärt seinen Jüngern das Gleichnis vom Senfkorn
(Markus 4:30-32; Bild: Quelle)

Mittwoch, 16. August 2017

Ihr könnt zunächst nicht bis zur Vollkommenheit wissen, dass sie gewiss und wahr sind

Alma der Jüngere weiter zu den gedemütigten Zoramiten: „Nun, wie ich vom Glauben gesagt habe—dass er nicht eine vollkommene Kenntnis sei—so ist es auch mit meinen Worten. Ihr könnt zunächst nicht bis zur Vollkommenheit wissen, dass sie gewiss und wahr sind, ebensowenig wie der Glaube vollkommenes Wissen ist. 27 Aber siehe, wenn ihr eure Geisteskraft weckt und aufrüttelt, um mit meinen Worten auch nur einen Versuch zu machen, und zu einem kleinen Teil Glauben ausübt, ja, selbst wenn ihr nicht mehr könnt, als dass ihr den Wunsch habt zu glauben, dann lasst diesen Wunsch in euch wirken, ja, bis ihr auf eine Weise glaubt, so dass ihr einem Teil meiner Worte Raum geben könnt.“ (Alma 32:26-27).
Ihr könnt zunächst nicht bis zur Vollkommenheit wissen, dass sie gewiss und wahr sind. Zur Gewissheit von Wahrheit kommt man also nur Schritt für Schritt. Genauso wie ein kleines Kind nicht gleich auf zwei Beinen stehen und laufen kann, sondern sich durch Versuch und Erfolg bzw. Misserfolg an beides herantastet, müssen wir uns an Wahrheit herantasten, an „... Kenntnis von etwas, wie es ist und wie es war und wie es kommen wird ...“ (Lehre und Bündnisse 93:24). Wahrheit wird uns in Form von Licht - Erkenntnis, Erleuchtung durch den Geist der Wahrheit (Lehre und Bündnisse 6:15) - durch Offenbarung vom Himmel zuteil. Durch die Macht des Heiligen Geistes wird sie uns bestätigt (Moroni 10:5).
Ich lerne, dass menschliche Erkenntnis beschränkt und immer nur eine begrenzte Zeit als wahr anzusehen ist, da sie durch neuere Erkenntnisse schnell überholt und teilweise widerlegt wird. So hat beispielsweise die Ernährungswissenschaft vor einiger Zeit die Erkenntnis verbreitet, dass Eieressen, wegen des schlechten Cholesterins, gesundheitsschädlich sei. Heute sagt sie hingegen, stimmt gar nicht, man könnte pro Woche vier Eier essen, ohne gesundheitlichen Schaden davonzutragen. Hingegen bleibt die Wahrheit, die uns vom Himmel vermittelt wird, immer und ewig wahr (Lehre und Bündnisse 1:39). Diese ewigen Wahrheiten fliegen einem nicht so zu, man muss seine `Geisteskraft wecken und aufrütteln´, sich schon selber eifrig durch Studium des Wortes Gottes und Glauben darum bemühen (Lehre und Bündnisse 109:7,14). Und so tastet man sich Schritt für Schritt an vollkommenes Wissen um die ewige Wahrheit heran. Wie gelangst du zu vollkommenem Wissen der Wahrheit?

An image of the Sacred Grove combined with a quote by President Dieter F. Uchtdorf: “We seek for truth wherever we might find it.”Wir suchen die Wahrheit, wo immer sie zu finden sein mag.“ - Dieter F. Uchtdorf von der Ersten Präsidentschaft
(Bild: Quelle)

Dienstag, 15. August 2017

Nun wünsche ich nicht, dass ihr meint, ich wolle über euch urteilen

Alma der Jüngere kommt nun auf die, anfangs von den gedemütigten Zoramiten, gestellte Frage zu sprechen: „Und nun, meine geliebten Brüder, da ihr von mir wissen wolltet, was ihr tun sollt, weil ihr bedrängt und ausgestoßen seid—nun wünsche ich nicht, dass ihr meint, ich wolle über euch urteilen, außer gemäß dem, was wahr ist—25  denn ich meine nicht, dass ihr, alle von euch, gezwungen worden seid, euch zu demütigen; denn ich glaube wahrhaftig, dass es einige unter euch gibt, die sich demütigen würden, in welchen Umständen sie sich auch immer befinden mögen.“ (Alma 32:24-25).
Nun wünsche ich nicht, dass ihr meint, ich wolle über euch urteilen. Von Ricarda Huch, deutsche Schriftstellerin (1864 - 1947), stammt folgendes Zitat: „In jedem Urteil drückt der naiv urteilende Mensch sich selbst aus.“ Natürlich haben wir viele Situationen, in denen entweder wir über andere, oder andere über uns zu urteilen haben, sich nach eingehender Prüfung, eine Meinung über etwas zu bilden. Wenn ich beauftragt wurde, eine vorgegebene Leistung zu erbringen, so hat der Auftraggeber am Ende auch das Recht, diese zu beurteilen, schließlich muss er dafür auch bezahlen. Nun kommt es darauf an, ob der Beurteilende fachlich und sachlich auch in der Lage ist, sich ein objektives Urteil zu bilden und dieses zu vermitteln. Wenn es um Menschen und nicht um Sachen geht, passiert allzu leicht das, was der italienischer Politiker, Diplomat, Philosoph, Geschichtsschreiber und Dichter (1469 - 1527) Niccolò Machiavelli folgendermaßen formuliert hat: „Die Menschen beurteilen alle Dinge nach dem Erfolg. Jeder sieht, was du scheinst, und nur wenige fühlen, was du bist.“
Hier kommen wir wieder zu Almas Aussage zurück: „... nun wünsche ich nicht, dass ihr meint, ich wolle über euch urteilen, außer gemäß dem, was wahr ist ...“ Sollte ich in einer Situation sein, in der ich jemanden zu beurteilen hätte, darf ich dabei nicht den `Schein´, sondern muss das ´Sein´ sehen. Über jemanden zu urteilen, steht sowieso nur dem zu, der dazu den Auftrag hat. In der Kirche ist dies der Bischof (Lehre und Bündnisse 107:72-73) und er stützt sich dabei auf die seiner Berufung innewohnende `Gabe der Unterscheidung´ (Lehre und Bündnisse 46:27). Zu ihr gehört, das wahre Wesen von Menschen zu erkennen. Sicherlich beurteilen auch wir, die wir diese Berufung nicht haben, laufend unsere Mitmenschen. Ich muss mir dabei aber immer vor Augen halten, dass ich das Bild aus einer anderen Perspektive sehe, und ob die richtig ist? Auf keinen Fall steht es mir zu zu verurteilen. Wie gehst du mit dieser Thematik des Urteilens um?

Urteile niemals über Menschen,(Bild: Quelle)

Montag, 14. August 2017

Kleinen Kindern werden oftmals Worte gegeben, die die Weisen und die Gelehrten beschämen

Alma der Jüngere belehrt die gedemütigten Zoramiten weiter: „Und nun teilt er sein Wort den Menschen durch Engel mit, ja, nicht nur den Männern, sondern auch den Frauen. Nun ist dies nicht alles; den kleinen Kindern werden oftmals Worte gegeben, die die Weisen und die Gelehrten beschämen.“ (Alma 32:23).
Kleinen Kindern werden oftmals Worte gegeben, die die Weisen und die Gelehrten beschämen. Normalerweise gehen wir davon aus, dass jene Menschen mit mehr Lebenserfahrung (Gesamtheit aller Erlebnisse) diese denen weiter vermitteln, die davon noch keine oder weniger besitzen. Von dem irischen Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor Oscar Wilde (1854 - 1900), stammt folgender Aphorismus: „Der einzige Unterschied zwischen einem Mann und einem Kind ist die Erfahrung.“ Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin klärt uns allerdings auch auf: „Vieles erfahren haben, heißt noch nicht Erfahrung besitzen.“
Ich lerne hieraus, dass ich allzu oft auch von den Kindern lernen kann. In vielen Aussagen der Heiligen Schrift lehrt uns der Herr dies. Im Joel 3:1-2 lesen wir: „... Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, ... eure jungen Männer haben Visionen.“ Lukas gibt die Dankesworte Jesu an seinen Vater so wieder: „... Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (Lukas 10:21; mit den Unmündigen sind entsprechend der Joseph Smith Übersetzung der Bibel die kleinen Kinder gemeint: siehe hier). Als der Heiland nach seiner Auferstehung die Menschen auf dem amerikanischen Kontinent besuchte, lehrte er u. a. die Kinder der Menge und löste deren Zunge, sodass sie „... zu ihren Vätern Großes und Wunderbares, ja, sogar Größeres, als er dem Volk offenbart hatte ...“ sprechen konnten (3. Nephi 26:14-16). Ich muss also demütig sein und mithilfe des Heiligen Geist erkennen, was ich von den `Kleinen´ zu lernen habe. Wie ergeht es dir in dieser Hinsicht?

A row of angels in a cloud of warm light gather around Christ and a throng of children who are standing among rubble in the Americas.Jesus segnet die nephitischen Kinder
(Bild: Quelle)

Sonntag, 13. August 2017

Darum ist es zuallererst sein Wunsch, dass ihr glaubt

Alma der Jüngere weiter zu der gedemütigten Gruppe von Zoramiten: „Und nun siehe, ich sage euch—und ich möchte, dass ihr daran denkt—dass Gott zu all denen barmherzig ist, die an seinen Namen glauben; darum ist es zuallererst sein Wunsch, dass ihr glaubt, ja, nämlich an sein Wort.“ (Alma 32:22).
Darum ist es zuallererst sein Wunsch, dass ihr glaubt. Der erste Wunsch des himmlischen Vaters an uns, seine Geistkinder (Psalm 82:6; Köstliche Perle Mose 3:5,7), ist der, dass wir an ihn glauben. Warum? Weil es sein Ziel ist, „... die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen.“ (Mose 1:39). Dies ist nicht möglich, wenn wir nicht „... umkehren und an den Namen Jesu Christi glauben und den Vater in seinem Namen anbeten und im Glauben an seinen Namen bis ans Ende ausharren ...“ (Lehre und Bündnisse 20:29).
Inwiefern kommt da noch die Barmherzigkeit (der Geist des Mitleids, des Mitgefühls und der Vergebung), eine der Eigenschaften Gottes, mit ins Boot? Weil wir Menschen nicht aufgrund unserer eigenen Werke gerecht werden können (Titus 3:4-5), denn nur die Barmherzigkeit Gottes kann die Gerechtigkeit, die uns aufgrund unserer Taten trifft, befriedigen (Alma 34:16). Also lerne ich, dass, wenn ich in die Gegenwart Gottes errettet werden möchte, ich an Gott glauben, von meinem Fehlverhalten umkehren und im Glauben an ihn, bis ans Ende meiner Erdentage aushalten muss (Lehre und Bündnisse 54:6).

Samstag, 12. August 2017

Glaube heißt nicht, dass man eine vollkommene Kenntnis von etwas hat

Alma der Jüngere gibt den gedemütigten Zoramiten eine Definition des Begriffs `Glauben´: „... Und wie ich nun vom Glauben gesagt habe—Glaube heißt nicht, dass man eine vollkommene Kenntnis von etwas hat; wenn ihr darum Glauben habt, so hofft ihr auf etwas, was man nicht sieht, was aber wahr ist.“ (Alma 32:21).
Glaube heißt nicht, dass man eine vollkommene Kenntnis von etwas hat. Du kennst sicherlich den Aphorismus von Wilhelm Weitling aus seinem Werk „Das Evangelium des armen Sünders“: „Glauben heißt nicht wissen.“ Glaube unterscheidet sich von Wissen darin, dass es bei ihm um ein Fürwahrhalten ohne methodische, einer durchdachten Methode folgende, Begründung handelt, während Wissen als wahre und gerechtfertigte Tatsache verstanden wird, die nachweisbar ist. Soweit der Versuch einer Klärung der beiden Begriffe aus weltlicher Sicht.
Aus religiöser Sicht klingt es etwas anders. Hier geht es beim Glauben um Vertrauen in etwas, z. B. das Evangelium, oder in jemanden, z. B. Jesus Christus. Beim Glauben spielt die Hoffnung noch eine wesentliche Rolle, nämlich die vertrauensvolle Erwartung und Sehnsucht nach den verheißenen Segnungen der Rechtschaffenheit (Hebräer 11:1; Hinter diesem Vers steht in der Einheitsübersetzung noch folgende Erläuterung: "Der Glaube aber ist die Grundlage dessen, was man erhofft, und die Gewissheit über Dinge, die man nicht sieht."). Stellt sich die Frage, wie entwickle ich Hoffnung. Paulus gibt mir eine Antwort: „... durch Geduld und durch den Trost der Schrift ...“ (Römer 15:4). Um das Ziel zu erreichen, das sich Christus für uns wünscht, Unsterblichkeit und ewiges Leben zu erlangen (Köstliche Perle Mose 1:39), muss ich „... mit Beständigkeit in Christus vorwärtsstreben, erfüllt vom vollkommenen Glanz der Hoffnung und von Liebe zu Gott und zu allen Menschen ...“ (2. Nephi 31:20). Ich habe Hoffnung, dass ich Unsterblichkeit und ewiges Leben erlangen kann, wenn ich den Weg beschreite, den der Herr vorgezeichnet hat: Glaube, Umkehr, Taufe und Ausharren bis ans Ende. Worauf richtet sich deine Hoffnung?

Freitag, 11. August 2017

Einem jeden Menschen wird gemäß seinem Werk geschehen

Alma des Jüngeren weitere Worte zu den gedemütigten Zoramiten: „... Siehe, ich sage euch, es ist auf der einen Seite, wie es auf der anderen ist; und einem jeden Menschen wird gemäß seinem Werk geschehen.“ (Alma 32:20).
Einem jeden Menschen wird gemäß seinem Werk geschehen. Wenn ich ein weltliches Gesetz übertreten habe und dies den zuständigen Behörden bekannt wird, werde ich entsprechend den geltenden Gesetzen zur Rechenschaft gezogen und von einem zuständigen Gericht verurteilt werden. Mir wird also nach meinem Werk (Vergehen) geschehen.
Übertrete ich ein himmlisches Gesetz, gibt es dafür auch eine zuständige `Behörde´ nämlich Jesus Christus (Johannes 5:22), denn „... alle, die unter dem Gesetz sündigten, werden durch das Gesetz gerichtet werden.“ (Römer 2:12). Vor diesem Richter wird mein Verhalten nach dem Maßstab der Grundsätze des Evangeliums beurteilt werden. Dieses `endgültige Gericht´ findet nach der Auferstehung statt. Die Grundlage dafür sind Bücher, in denen meine Taten aufgezeichnet wurden (Offenbarung 20:12; Lehre und Bündnisse 128:6-7). Aber auch meine Erinnerung wird vollkommen sein, und ich werde selber wissen, was ich alles richtig oder falsch gemacht habe und damit quasi mein eigener Richter sein (2. Nephi 9:46). Was dieses himmlische Gericht angeht, gibt es einen gewaltigen Unterschied zum irdischen: Es werden auch die Wünsche meines Herzens, d. h. meine Beweggründe, in den gerechten Richterspruch einfließen (Lehre und Bündnisse 137:9), denn im Gegensatz zu Menschen, kann der Herr in mein Herz sehen (1. Samuel 16:7). Welche Vorstellungen hast du vom endgültigen Gericht des Herrn?

A painting by John Scott showing Christ standing in judgment while people in clothing from all time periods stand around Him.The Last Judgment, Washington D.C. Temple mural by John Scott
(Bild: Quelle)