Sonntag, 17. Dezember 2017

Sollten sie auch vom Antlitz der Erde abgeschnitten werden

Alma der Jüngere spricht zu seinem Sohn Korianton: „Aber siehe, es wurde dem Menschen bestimmt zu sterben—und so, wie sie vom Baum des Lebens abgeschnitten waren, sollten sie auch vom Antlitz der Erde abgeschnitten werden—, und der Mensch war für immer verloren, ja, zu gefallenen Menschen waren sie geworden.“ (Alma 42:6).
Sollten sie auch vom Antlitz der Erde abgeschnitten werden. Wie ich mir diese Aussage vom abgeschnitten werden vom Antlitz der Erde erkläre: Zum einen wurden Adam und Eva aufgrund ihrer Übertretung (Köstliche Perle Mose 5:11) aus dem Garten von Eden vertrieben, sie wurden also von dem Teil der Erde, der der Garten von Eden war, abgeschnitten (Genesis 3:23-24; Köstliche Perle Mose 4:28,29,31). Zum anderen wird ihre Seele nach der Bewährungszeit in die Geisterwelt gehen, um dort auf die „... Erlösung aus den Banden des Todes ...“ zu warten (Lehre und Bündnisse 138:16) - auch ein abgeschnitten sein von der Erde.
Weil Gott aber nicht wollte, dass seine, von ihm so sehr geliebten Kinder, „... für immer verloren ...“ bleiben sollten, hat er einen `Erretter´ vorgesehen, seinen Erstgeborenen Sohn (Hebräer 1:6) Jesus Christus (Lukas 2:7,11; Johannes 3:16; Helaman 14:17). Was wir tun müssen, um in den Genuss der Auswirkungen des Sühnopfers Jesu zu kommen: Wir müssen an Jesus Christus glauben und von unseren Sünden umkehren (Köstliche Perle Mose 5:15). Ist dieser Plan Gottes nicht in der Tat ein `Plan des Glücklichseins´ (Alma 42:8)? Eines Tages kommen wir schlussendlich alle in den Genuss der Auswirkungen des Baumes des Lebens, die Auferstehung (Köstliche Perle Mose 7:62). Aber, um auf die Überschrift zurückzukommen, wie verstehst du das abgeschnitten werden von der Erde?


Abgeschnitten vom Garten von Eden
(Bild: Quelle)

Samstag, 16. Dezember 2017

Der große Plan der Errettung wäre vereitelt gewesen

Alma der Jüngere erklärt seinem Sohn Korianton weiter: „Denn siehe, wenn Adam sogleich seine Hand ausgestreckt und vom Baum des Lebens gegessen hätte, so hätte er für immer gelebt, gemäß dem Wort Gottes, und hätte keinen Zeitraum für die Umkehr gehabt, ja, und auch das Wort Gottes wäre nichtig gewesen, und der große Plan der Errettung wäre vereitelt gewesen.“ (Alma 42:5).
Der große Plan der Errettung wäre vereitelt gewesen. Worum handelt es sich bei dem großen Plan der Errettung? Er umfasst die Fülle des Evangeliums von Jesus Christus und verfolgt das Ziel, die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen (Mose 1:39). Nun magst du sagen, hätte Adam und Eva von dem Baum des Lebens im Garten Eden gegessen, hätten sie doch ewiges Leben gehabt. Richtig, aber mit welchen Konsequenzen? Sie wären direkt aus der Sterblichkeit wieder in die Unsterblichkeit erhoben worden. Doch hatten sie zunächst eine Anweisung des Herrn missachtet, sie hatten ja von der Frucht des Baumes der Erkenntnis gegessen, was ihren Tod und ihre Trennung von Gott zur Folge hatte. Durch ihre direkte Erhebung in die Unsterblichkeit hätten sie keine Zeit zur Umkehr gehabt. Adams und Evas Fall hätte nicht gesühnt werden können und damit wäre der große Plan der Errettung, auch Plan der Erlösung (Jakob 6:8), Plan des Glücklichseins (Alma 42:8) oder Plan der Barmherzigkeit (Alma 42:15) genannt, nicht zur Ausführung gekommen. Adam und Eva und ihre Nachkommen (Mose 5:11) wären für ewig von der Gegenwart des Herrn abgeschnitten (Helaman 14:16).
Wie froh und dankbar können wir sein, dass Gott diese Möglichkeit durch die Kerubim mit dem lodernden Schwert vereitelt hat (Alma 42:2). Hätten wir doch alle in unserer beständig bösen Natur verbleiben müssen (Ether 3:2) und nie mehr in die Gegenwart Gottes zurückkommen können. Welche Gedanken bewegen dich in dieser Sache?


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Freitag, 15. Dezember 2017

Dass dem Menschen eine Zeit gewährt wurde umzukehren, ja, eine Bewährungszeit

Alma der Jüngere erklärt seinem Sohn Korianton weiter: „und so sehen wir, dass dem Menschen eine Zeit gewährt wurde umzukehren, ja, eine Bewährungszeit, eine Zeit, umzukehren und Gott zu dienen.“ (Alma 42:4).
Dass dem Menschen eine Zeit gewährt wurde umzukehren, ja, eine Bewährungszeit. In den heiligen Schriften finde ich den Begriff `Bewährungszeit´ bzw. `Bewährungszustand´ nur bei Alma (Alma 42:4,10,13). Als Alma und sein Mitarbeiter Amulek auf deren Missionsreise in Antionum (Alma 30:3) die aus ihren Synagogen ausgestoßenen ärmeren Zoramiten belehrten (Alma 32:2), erklärte ihnen Amulek den Zweck dieses Lebens so: „... dieses Leben ist die Zeit, da der Mensch sich vorbereiten soll, Gott zu begegnen; ...“ (Alma 34:32).
Elder L. Tom Perry vom Kollegium der Zwölf Apostel hat dazu gesagt: „Der Hauptzweck des Erdenlebens besteht darin, dass der Geist, der bereits vor der Welt bestand, während des Erdenlebens mit unserem Körper vereint wird. Nur durch diese Vereinigung von Körper und Geist können wir wachsen, uns entwickeln und reifer werden. Mit unserem Körper durchlaufen wir eine Reihe von Prüfungen in dem Zeitraum unseres Daseins, den man den Zustand der Bewährung nennt. Dies ist eine Zeit des Lernens und der Prüfung, in der wir uns als würdig erweisen, ewige Segnungen zu erhalten. All dies gehört zum göttlichen Plan des Vaters für seine Kinder.“ (Frühjahrs-Generalkonferenz 1989, siehe hier). Dankbar nutze ich die Zeit dieses Lebens als Bewährungszeit, in dem Sinn, dass ich meiner freudigen Zustimmung zum Plan Gottes im Vorherdasein (Hiob 38:7), hier auf Erden auch gerecht werde, indem ich mich mit Christus versöhne (2. Nephi 33:9). Wie nutzt du die uns gewährte Zeit?


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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Wir sehen, dass der Mensch wie Gott geworden war

Weiter erklärt Alma der Jüngere seinem Sohn Korianton: „nun, wir sehen, dass der Mensch wie Gott geworden war, indem er Gut und Böse erkannte; und damit er nun nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und für immer lebe, stellte der Herr, Gott, Kerubim auf und das lodernde Schwert, damit er nicht von der Frucht esse—“ (Alma 42:3).
Wir sehen, dass der Mensch wie Gott geworden war. Der Mensch, der ja schon im Abbild Gottes erschaffen war (Genesis 1:26), ist nun durch den Genuss der Frucht des Baumes der Erkenntnis wieder ein klein wenig mehr wie Gott geworden, und zwar was die Möglichkeit zwischen Gut und Böse unterscheiden zu können anbelangt. In der Bibel wird uns diese Lehre mit all ihren Umständen bestätigt (Genesis 3:22). Erfahrungen in einem sterblichen Körper sollten uns weiteren Fortschritt ermöglichen. Hätte der Mensch aber von der Frucht des Baumes des Lebens genossen, hätte er in dem momentan erreichten Zustand für immer verbleiben müssen: keine Weiterentwicklung.
Der Herr hat Adam und Eva also durch `Kerubim und das flammende Schwert´ die Möglichkeit genommen auch noch vom Baum des Lebens zu genießen, und somit die Möglichkeit eröffnet, hier im sterblichen Zustand Erkenntnisse zu sammeln, die ihnen und uns als ihre Nachkommen, auch in anderen Eigenschaften gottähnlicher werden lassen, wenn wir sie beherrschen. Dass wir weiter voranschreiten sollen in dem `wie Gott werden´, hat Christus uns sogar zum Auftrag gemacht: „Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!“ (Matthäus 5:48). Wir sind also aufgefordert alles uns Mögliche zu tun, vollkommen zu werden. Da wir dies in unserem fleischlichen Zustand aber nie erreichen können, werden wir durch `Seine Gnade´ schlussendlich vollkommen gemacht (Lehre und Bündnisse 76:69). Aber, ich muss zuvor meinen Teil getan haben (Moroni 10:32). Wie denkst du darüber, dass wir wie Gott werden können? Lies auch gerne hier nach.

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Mittwoch, 13. Dezember 2017

Er stellte am östlichen Ende des Gartens von Eden Kerubim auf und ein loderndes Schwert

Alma der Jüngere zu seinem Sohn Korianton in Bezug auf die Bestrafung der Sünder (Alma 42:1): „Nun siehe, mein Sohn, ich werde es dir erklären. Denn siehe, nachdem der Herr, Gott, unsere ersten Eltern aus dem Garten von Eden weggeschickt hatte, den Boden zu bebauen, von dem sie genommen worden waren—ja, er holte den Menschen heraus, und er stellte am östlichen Ende des Gartens von Eden Kerubim auf und ein loderndes Schwert, die ringsum kreisten, um den Baum des Lebens zu bewachen—„ (Alma 42:2)
Er stellte am östlichen Ende des Gartens von Eden Kerubim auf und ein loderndes Schwert. Kerubim (Plural von Kerub) begegnen wir außer zur Bewachung des Baumes des Lebens im Garten von Eden (Genesis 3:24; Köstliche Perle Mose 4:31) auch noch auf der Deckplatte der Bundeslade, um die Sühneplatte zu beschirmen (Exodus 25:18-22; Hebräer 9:5), dann in der Gotteswohnung im Tempel Salomos (1. Könige 6:23-28), und in den Visionen Ezechiels als Begleiter eines himmlischen Wagens, auf dem Gott thront (Ezechiel 10; 11:22).
Was sind nun Kerubim? Offensichtlich stellen sie himmlische Wesen dar, die die Aufgabe haben, heilige Stätten zu bewachen. Im Garten Eden mit dem lodernden Schwert den Zugang zum Baum des Lebens, auf der Bundeslade mit ihren Flügeln die Sühneplatte. Außer Flügel hatten sie Gesichter (Exodus 37:9) und etwas, was wie Menschenhände aussah (Ezechiel 10:20-21). Mehr ist uns nicht bekannt. Wieder lerne ich, dass es Geheimnisse Gottes gibt (geistige Wahrheiten, die nur durch Offenbarung erkannt werden), die uns noch nicht offenbart sind (Alma 40:3). Deshalb mache ich mir über solche Geheimnisse keine weiteren Gedanken. Übrigens, eine weitere besondere Art von himmlischen Wesen sind die `Serafim´, die offensichtlich die spezielle Aufgabe des Lobpreisens haben (Jesaja 6:2-3; Lehre und Bündnisse 109:79). Wie gehst du mit nicht offenbarten Geheimnissen um?


Bundeslade mit zwei Kerub
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Dienstag, 12. Dezember 2017

Dass es noch etwas gibt, was deinen Sinn beunruhigt, was du nicht verstehen kannst

Alma der Jüngere spricht weiter zu seinem Sohn Korianton: „Und nun, mein Sohn, bemerke ich, dass es noch etwas gibt, was deinen Sinn beunruhigt, was du nicht verstehen kannst—nämlich in bezug auf die Gerechtigkeit Gottes bei der Bestrafung des Sünders; denn du neigst zu der Meinung, es sei ungerecht, wenn der Sünder einem Zustand des Elends überantwortet wird.“ (Alma 42:1).
Dass es noch etwas gibt, was deinen Sinn beunruhigt, was du nicht verstehen kannst. Verstehen in diesem Zusammenhang bedeutet m. E., den Sinngehalt, die Bedeutung von etwas verstandesmäßig erfassen. Wenn ich bestimmte Inhalte nicht verstehen kann, mache ich mir darüber weitere Gedanken und versuche die Bedeutung für mich zu klären. Kann ich das in bestimmten Fällen nicht, so kann es je nach Thematik sein, dass mich dies beunruhigt, nicht in Ruhe lässt. Dies wiederum kann sogar zu gesundheitlich nachteiligen Folgen für mich führen.
Wenn mich eine solche Ungewissheit bedrückt, und ich sie alleine nicht klären kann, werde ich mich an jemanden wenden, dem ich die notwendige Kenntnis zutrauen und mir durch ihn helfen lassen. Geht mir dann immer noch kein Licht auf, werde ich mich an denjenigen wenden, der mir die Geheimnisse Gottes erklären kann, den Heiligen Geist (1. Nephi 10:19). Wie wir aber in der Schriftstelle auch lesen, ist eine Voraussetzung, dass ich mich eifrig bemühe. Natürlich kann ich es mir leicht machen und mir Unverständliches durch jemanden, der es versteht, erklären lassen. Das bringt mir aber weniger Gewinn (Lehre und Bündnisse 9:7). Wenn ich mich aber selber eifrig bemühe, die Problematik durchdenke und für mich eine Lösung finde, so hilft mir das mehr, als wenn ich einfach die Lösung präsentiert bekomme. Ich habe eine größere Befriedigung und vor allem eine tiefere Erkenntnis erlangt. Habe ich dann für mich eine Erklärung gefunden, bitte ich noch den Herrn, mich durch die Macht des Heiligen Geistes wissen zu lassen, ob meine Gedanken richtig sind. Und wenn sie richtig sind, wird mir mein Herz brennen und ich werde fühlen, dass es richtig ist (Lehre und Bündnisse 9:8), im gegenteiligen Fall bleiben diese Gefühle aus (Lehre und Bündnisse 9:9) und ich muss weitersuchen. Wie gehst du vor, wenn du etwas nicht verstehst?


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Montag, 11. Dezember 2017

Tue beständig Gutes ... und wenn du dies alles tust, dann wirst du deinen Lohn empfangen

Nun fragt Alma der Jüngere seinen Sohn Korianton, was `Wiederherstellung´ bedeutet (Alma 41:12) und erklärt es ihm (Alma 41:13) und fordert ihn dann auf: „Darum sieh zu, mein Sohn, dass du zu deinen Brüdern barmherzig bist; handle gerecht, richte rechtschaffen und tue beständig Gutes; und wenn du dies alles tust, dann wirst du deinen Lohn empfangen; ja, dir wird Barmherzigkeit wiederhergestellt werden; dir wird Gerechtigkeit wiederhergestellt werden; dir wird ein rechtschaffenes Gericht wiederhergestellt werden; und dir wird wiederum Gutes als Lohn zuteil werden.“ (Alma 41:14).
Tue beständig Gutes ... und wenn du dies alles tust, dann wirst du deinen Lohn empfangen. Wenn ich diesen Ausschnitt lese, muss ich an Jesus Christus denken und was Simon Petrus der im Haus des Kornelius versammelten Menschenmenge über ihn mitteilte: „... wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm.“ (Apostelgeschichte 10:38).
Alma sagt hier, wenn wir Gutes tun, wird uns Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und ein rechtschaffenes Gericht erwarten und uns würde „... wiederum Gutes als Lohn zuteil werden.“ Das sehe ich als eine Gesetzmäßigkeit an, so wie z. B. die Gravitationskraft bewirkt, dass Massen sich gegenseitig anziehen. Hast du es schon mal ausprobiert, was passiert, wenn du jemanden anlächelst? Der berühmte französische Autor Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944) sagte: „Ein Lächeln ist oft das Wesentliche. Man wird mit einem Lächeln belohnt oder belebt.“ So wie ich mein Lächeln trainieren kann, kann ich auch trainieren, beständig Gutes zu tun. Nicht aus der Motivation heraus, dass mir als Gegenleistung auch Gutes widerfährt (Alma 41:15), sondern weil ich gerne dem Vorbild Jesu nacheifern möchte. Es gibt ein wunderbares Lied in der Kirche mit folgendem Text: „Ich möchte so sein wie Jesus, will folgen ihm jeden Tag, will liebevoll sein wie Jesus, was immer ich tu und sag. Doch sollt ich versucht sein, das Falsche zu tun, kommt die leise Stimme und sie lässt mich nicht ruhn. Sie sagt: Liebet einander wie Jesus euch liebt, seid immer freundlich bei dem was ihr tut. Im Denken und Handeln seid liebevoll stets: So hat es uns Jesus gelehrt.“ (hier kannst du es dir anhören mit dem Text und hier vom Tabernakelchor gesungen). Ich zögere nicht, wenn ich um Hilfe gebeten werde, sondern bin gerne bereit zu dienen, Hilfsbedürftigen meine Unterstützung zu geben. Wie stehst du dazu, beständig Gutes zu tun?


(Bild: Quelle)