Mittwoch, 31. Dezember 2014

Durch die Macht seines Wortes

Wenn schon hier auf Erden aufgrund der Worte von Machthabern Dinge umgesetzt werden, warum sollte das nicht bei Gott erst recht so sein?
Jakob sagt uns: „Denn siehe, durch die Macht seines Wortes ist der Mensch auf das Antlitz der Erde gekommen, und diese Erde ist durch die Macht seines Wortes erschaffen worden. Darum, wenn Gott imstande war zu sprechen, und die Welt entstand, und zu sprechen, und der Mensch wurde erschaffen—o warum dann nicht imstande, der Erde oder dem Werk seiner Hände auf ihrem Antlitz zu gebieten, wie er will und wie es ihm gefällt?“ (Jakob 4:9).
Durch die Macht seines Wortes. Schon das Alte Testament klärt uns auf, dass der Herr sprach und alles nach seinem Wort geschah (Genesis1). Gegenüber Mose (etwa 10. - 6. Jahrhundert v. Chr.) erklärt der Herr, dass er aufgrund seiner Macht Anweisungen gab und sein Sohn diese wortgetreu ausführte (Köstliche Perle Mose 1:32). Ebenso wird uns im Neuen Testament bestätigt, dass das Wort bei Gott war, und damit ist der Sohn gemeint, und alles durch das Wort geschaffen wurde (Johannes 1-3). Der Sohn Helamans, Nephi II, erklärt um 6 v. Chr., nachdem Gott der Urheber aller Schöpfung ist, kann er dieser auch weiterhin nach seinem Willen befehlen und Dinge geschehen lassen, die unserer Erfahrung mit der Natur und ihren uns bekannten Gesetzmäßigkeiten entgegenstehen (Helaman 12:8-17). Wie verstehst du dieses Thema: "Durch die Macht seines Wortes"?

Alles geschieht durch die Macht seines Wortes (Quelle)

Dienstag, 30. Dezember 2014

Wie unergründlich sind die Tiefen seiner Geheimnisse

Gerade in der Zeit, in der andere einem gerne eine Freude bereiten wollen, wird in einem doch die Neugier geweckt, Geheimnisvolles schon so früh wie möglich zu erfahren. Viele, die in freudiger Erwartung sind, fühlen sich durch die Geheimnistuerei, das Vorenthalten entscheidender Informationen, auf die Folter gespannt.
In Bezug auf die Wege Gottes geht es einigen ebenso, wie uns Jakob berichtet: „Siehe, groß und wunderbar sind die Werke des Herrn. Wie unergründlich sind die Tiefen seiner Geheimnisse; und es ist unmöglich, dass der Mensch alle seine Wege herausfinden kann. Und kein Mensch kennt seine Wege, außer es werde ihm offenbart; darum, Brüder, verachtet nicht die Offenbarungen Gottes.“ (Jakob 4:8).
Wie unergründlich sind die Tiefen seiner Geheimnisse. Wenn wir uns in Bezug auf die Tiefen der Geheimnisse Gottes auf die Folter gespannt fühlen, sind wir selber schuld: Wir verachten dann wohl die Offenbarungen Gottes. Geheimnisse Gottes sind Wahrheiten, die ich nur aufgrund Offenbarung erfahre. Ich lerne daraus, wenn ich mich mit seinen Offenbarungen befasse, werde ich Schritt für Schritt tiefer in seine Geheimnisse eingeweiht, denn alles verstehen werde ich nicht können, da unser irdisches Verständnis eingeschränkt ist (Lehre und Bündnisse 76:114). Wenn ich Gott eifrig befrage, wird er mich einige seiner Geheimnisse erkennen lassen (Lehre und Bündnisse42:61), aber viele Geheimnisse werden auch noch weiterhin solche bleiben (Alma40:3). Wie gehst du vor, wenn du Geheimnisse Gottes entdecken möchtest?

Pst! (Quelle)

Montag, 29. Dezember 2014

Dennoch zeigt der Herr, Gott, uns unsere Schwäche

Du hast sicherlich auch schon Bewerbungsgespräche erlebt. Wie wirkte dabei auf dich die Frage nach deinen Stärken bzw. Schwächen? Deine Stärken konntest du sicherlich noch gut erklären, aber wie sah es mit deinen Schwächen aus? Ist es überhaupt von Interesse Schwächen von dir zu kennen?
Jakob erzählt uns, was der Herr in Bezug auf unsere Schwächen vorhat: „Dennoch zeigt der Herr, Gott, uns unsere Schwäche, damit wir wissen, dass wir die Macht, dies alles zu tun, durch seine Gnade haben und durch seine große Herablassung gegenüber den Menschenkindern.“ (Jakob 4:7).
Dennoch zeigt der Herr, Gott, uns unsere Schwäche. Was hilft dir in einem Kritikgespräch mehr, die Aufzählung deiner Stärken oder eher deiner Schwächen? Werden dir nur deine Stärken aufgezählt, weißt du zwar, worin du gut bist, aber noch lange nicht, wo deine notwendigen Verbesserungspotenziale liegen. Auch kann es leicht passieren, dass man überheblich und dadurch nachlässig wird und man sich negativ entwickelt. Aus diesem Grund ist es wunderbar, dass der Herr mir auch meine Schwächen aufzeigt. Nicht um mich zu entmutigen, sondern um mich anzuspornen, an mir zu arbeiten, um Schwächen in Stärken zu wandeln und demütig zu bekennen, wem die Ehre für all das gebührt, was ich erreichen durfte: Gott (Ether 12:27).

Wie gehe ich mit meinen Stärken bzw. Schwächen um? (Quelle)

Sonntag, 28. Dezember 2014

Darum forschen wir in den Propheten

Will der Mensch neue Erkenntnisse erlangen, so ist es nicht zielführend, wenn er auf Kollege Zufall wartet. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als aktiv systematisch auf die Suche zu gehen.
Jakob teilt uns mit, dass er und sein Volk auch forschten: „Darum forschen wir in den Propheten, und wir haben viele Offenbarungen und den Geist der Prophezeiung, und da wir all diese Zeugnisse haben, erlangen wir Hoffnung, und unser Glaube wird unerschütterlich, so sehr, dass wir wahrhaftig im Namen Jesu gebieten können, und selbst die Bäume gehorchen uns oder die Berge oder die Wellen des Meeres.“ (Jakob4:6).
Darum forschen wir in den Propheten. Forschen kann man auf den unterschiedlichsten Gebieten. Erforscht man die richtigen Gebiete, erlangt man neue Erkenntnisse um durch zukünftiges Handeln Erstrebenswertes zu erlangen. Das Beispiel der Nephiten zeigt mir, dass ich durch Erforschen der Offenbarungen der Propheten des Herrn:
  • Zeugnisse erlange
    Ein Zeugnis im Sinne des Evangeliums ist die Bestätigung von Wahrheit durch den Heiligen Geist (Moroni 10:5).
  • Hoffnung erlange
    Hoffnung, als Erwarten und Sehnen nach verheißenen Segnungen der Rechtschaffenheit, z. B. Erwartung des ewigen Lebens durch Glauben an Jesus Christus (Moroni 7:40-43).
  • Der Glaube unerschütterlich wird
    Dieser ist zur Erreichung ewigen Lebens in der Gegenwart unserer himmlischen Eltern unerlässlich, wie Paulus es die Kolosser lehrte (Kolosser 1:22-23).
  • Macht erhalte, im Namen Jesu gebieten zu können
    Mit solcher Macht kann ich, wenn der Herr es gestattet, anderen auf besondere Weise dienen (Beispielhaft Lukas 9:54; Lehre und Bündnisse 61:27).
Gerne will ich durch Studium der Propheten und ihrer Aussagen neue Erkenntnisse erlangen und in meine Handlungen einfließen lassen. Wie stehst du zur Erforschung der Propheten?

In den Propheten forschen (Quelle)

Samstag, 27. Dezember 2014

Abraham handelte rechtschaffen als er seinen Sohn opfern wollte

Die meisten kennen sicherlich die Begebenheit, als Gott Abraham gebot, ihm seinen einzigen Sohn Isaak, der ihm lang ersehnt vorher durch denselben Gott geschenkt wurde, zu opfern (Genesis 22:1-3). In letzter Sekunde hielt ihn dann ein Engel Gottes zurück und der Herr lobte Abraham für seinen Gehorsam (Genesis 22:10-12).
Genau dies bestätigt Jakob nun seinem Volk: „... aus diesem Grund ist es uns zur Rechtschaffenheit geheiligt, so wie es Abraham in der Wildnis angerechnet worden ist, dass er den Geboten Gottes gehorcht und seinen Sohn Isaak dargebracht hat, was ein Sinnbild für Gott und seinen Einziggezeugten Sohn ist.“ (Jakob 4:5 letzter Teil).
  • Was ein Sinnbild für Gott und seinen Einziggezeugten Sohn ist
    Früher war für mich diese Begebenheit unbegreiflich. Mit der Zeit habe ich aber gelernt, dass das Gesetz des Mose heilige Tempelverordnungen beinhaltete, die allesamt auf Christus und sein Sühnopfer hinweisen. Genau in diesen Konsens fällt auch das Ansinnen des Herrn an Abraham. Der Herr will damit den Vergleich zu seinem Sühnopfer ziehen aber auch Abrahams Gottesfurcht prüfen (Gott Vater lässt es zu, dass sein Einziggezeugter im Fleisch, Jesus Christus, den Kreuzestod als Opfer für uns Menschen erleidet nebst der Prüfung ob dieser dem Willen seines Vaters nachkommt). Das Gebot des Opferns wurde schon Adam und Eva gegeben (Mose 5:4-8).
    Für mich stellt sich hieraus die Frage, wäre ich ebenso glaubenstreu wie Abraham, auf die Frage seines Sohnes, wo denn das Opfertier wäre, tapfer zu antworten: „... Gott wird sich das Opferlamm aussuchen, mein Sohn. ...“ (Genesis 22:8).
Abraham handelte rechtschaffen, als er seinen Sohn opfern wollte. So mancher unserer Mitmenschen musste wohl eines seiner Kinder wieder in die Hände Gottvaters zurückgeben. Den Schmerz kann ich mir nicht vorstellen, da ich noch nicht in dieser Situation war, aber ich wünsche mir, dass ich die Gottesfurcht aufbringen kann, die auch Abraham aufbrachte. In anderer Hinsicht kann ich aber beweisen, dass ich sehr wohl opferbereit bin, indem ich meinen irdischen Besitz und meine Kraft, meine Talente und Fähigkeiten einsetze, dem Herrn versuche ein Opfer in Rechtschaffenheit darzubringen und mein Bestes tue, um das Werk Gottes hier auf Erden voranzubringen (Lehre und Bündnisse 59:8). Wie fühlst du, wenn du an Abraham und Isaak in deren Situation denkst?

Ein Engel hält Abraham zurück (Quelle)

Freitag, 26. Dezember 2014

Und mit dieser Absicht halten wir das Gesetz des Mose

Wer kennt nicht den Begriff `Riester Rente´. Aufgrund der 2000/2001 durchgeführten Reform der gesetzlichen Rentenversicherung, musste mit einer geringeren Rente gerechnet werden. Walter Riester schlug deshalb als damaliger Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung bei einer zusätzlichen freiwilligen Altersvorsorge eine entsprechende staatliche Förderung vor. Diese Förderung benannte man nach der Person, die sie ins Leben rief.
Von Jakob erfahren wir, dass sein Volk, aufgrund seiner Anbetung Gottes, auch einen Bund bereit ist zu halten:„Und mit dieser Absicht halten wir das Gesetz des Mose, denn es weist unsere Seele auf ihn hin; und aus diesem Grund ist es uns zur Rechtschaffenheit geheiligt, ...“ (Jakob 4:5 mittlerer Teil).
  • Das Gesetz des Mose
    Der Herr sprach mit Mose auf dem Berg Sinai über einen Priestertumsbund, den er mit seinem Volk schließen wollte (LuB 84:19–23). Allerdings war dieses Volk nicht willens, diesen höheren Bund zu erfüllen. Wir wissen, dass sie während Mose auf dem Berg war, ein goldenes Kalb bauten und dieses anbeteten (Exodus32:1 ff). Also gab ihnen der Herr einen Bund, der sie vorbereiten sollte, eines Tages den höheren Bund halten zu können (LuB 84:24). Dieser vorbereitende Bund wurde nach demjenigen benannt, der ihn auf dem Berg in Empfang nahm, Mose.
    Dieses Gesetz war nun ein Gesetz, das tägliche Verrichtungen und Verordnungen vorsah, wie z.B. Blutopfer und Brandopfer, mit deren Hilfe sie ständig an Jehova (den Christus des Alten Testamentes) und ihre Pflichten gegenüber ihm erinnert werden sollten (Mosia 13:30). Alles was dieses Gesetz verlangte, deutete sinnbildlich auf Christus hin.
    Mit dem Sühnopfer von Jesus Christus wurde dieses Gesetz erfüllt (Matthäus5:17; 3. Nephi 9:17) und wieder durch das höhere Bündnis ersetzt, welches aus dem Opfer eines reuigen Herzens und eines zerknirschten Geistes bestehen soll (3. Nephi 9:19-20).
Und mit dieser Absicht halten wir das Gesetz des Mose. Von Mose bis Christus wurde das Gesetz des Mose, also das vorbereitende Gesetz gelebt. Unter den Israeliten gab es nur das vorbereitende oder niedere Priestertum (Lehre und Bündnisse 84:25). Die Nephiten jedoch besaßen das höhere Priestertum, lebten aber dennoch nach dem Gesetz des Mose (Mosia 13:27), da dieses sich ja erst mit dem Sühnopfer Jesu erfüllen sollte. Wir, die wir nun zeitlich nach diesem Ereignis leben, sind in der glücklichen Lage das eine wie das andere haben zu dürfen (Lehre und Bündnisse 107:1-6). Wie helfen dir diese beiden Priestertümer in deinem Alltag?

Mose mit den Gesetzestafeln (Quelle)

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Sie haben an Christus geglaubt und den Vater in seinem Namen angebetet

Jakob sagte seinem Volk, dass alle Propheten vor ihm von Christus wussten und: „Siehe, sie haben an Christus geglaubt und den Vater in seinem Namen angebetet, und auch wir beten den Vater in seinem Namen an. ...“ (Jakob 4:5 nur Anfang).
Wir alle, die wir hier über diese Erde gehen dürfen, leben im Glauben in Bezug auf den Sinn und Zweck unseres irdischen Daseins, und wenn wir dorthin zurückkommen wollen, wo wir hergekommen sind, gibt es nur den Weg des Glaubens an Jesus Christus und des Anbetens seines und unseres himmlischen Vaters im Namen Jesu und in unserer Beständigkeit des Glaubens und Betens, bis an unser sterbliches Ende (Lehre und Bündnisse 20:29). Dieses Ausharren bedeutet ein lebenslanges Nachfolgen des Beispiels, das uns Jesus vorgelebt hat (2. Nephi 31:16,20).
Sie haben an Christus geglaubt und den Vater in seinem Namen angebetet. Dies zeigt mir zum einen, dass die Nephiten wussten, dass Gott Vater und sein Sohn getrennte Persönlichkeiten sind. Zum anderen: Will ich errettet werden, muss auch ich, solange ich nicht im Wissen lebe, an Christus glauben und in seinem Namen zum Vater beten, Christus selber hat uns das zum Vater beten vorgelebt (Johannes11:41-42). Und in diesem Handeln bemühe ich mich, bis an mein irdisches Ende auszuharren (2. Nephi 31:16-20). Wie hältst du das mit dem Glauben und Beten? Manche Menschen sagen ja: Ich glaube nur, was ich sehe (Johannes 20:25).

(Quelle)

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Dass sie wissen mögen, dass wir von Christus gewusst haben

Derjenige, der Wissen - insbesondere Geheimnisse - schon erlangt hat, hat meist auch den Wunsch, dieses denen zukommen zu lassen, die es noch nicht haben. Er kann sein Wissen auf unterschiedliche Art und Weise vermitteln: mündlich oder in geschriebener Form. Schon von Anbeginn der Menschheit wird es so gehandhabt (Köstliche Perle Mose 6:1,5-6).
So teilt uns Jakob um 540 v. Chr. mit, aus welchem Grund sie geschrieben haben: „Denn wir haben dieses hier zu dem Zweck geschrieben, dass sie wissen mögen, dass wir von Christus gewusst haben und viele hundert Jahre vor seinem Kommen auf seine Herrlichkeit gehofft haben; und nicht nur wir selbst haben auf seine Herrlichkeit gehofft, sondern auch alle die heiligen Propheten, die vor uns gewesen sind.“ (Jakob4:4).
  • Auf seine Herrlichkeit gehofft
    Worin liegt diese `seine Herrlichkeit´? Im Alten Testament lernen wir darüber etwas bei dem Bundesschluss. Seine Herrlichkeit zeigte sich den Israeliten wie verzehrendes Feuer (Exodus 24:17) aber nur Mose allein durfte sich ihm nähern (Exodus 24:2). Offensichtlich ist seine Herrlichkeit für uns Sterbliche nur zu ertragen, wenn er uns durch eine temporäre Verwandlung darauf vorbereitet, ansonsten würde unser irdischer Leib umkommen (Köstliche Perle Mose 1:1-2,14). Eine solche Verwandlung wird Verklärung genannt. Wir erinnern uns an die Verklärung Jesu auf einem hohen Berg, wozu er auch Petrus, Jakobus und Johannes mitnahm. Es wird beschrieben, dass sein Körper „strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann“ erschien (Markus 9:2-3). Auch Joseph Smith beschreibt seine Herrlichkeit: „... eben in diesem Augenblick höchster Angst sah ich gerade über meinem Haupt, heller als das Licht der Sonne, eine Säule aus Licht ... sah ich zwei Personen von unbeschreiblicher Helle und Herrlichkeit über mir in der Luft stehen.“ (JS-Lebensgeschichte 16-17). Wir wissen, dass wir solch ein Licht nicht unbeschadet anschauen können. Wir tragen ja schon Schaden davon, wenn wir in eine helle LED-Lichtquelle schauen.
Dass sie wissen mögen, dass wir von Christus gewusst haben. Sie wussten schon vor seiner Geburt von Christus und seiner Herrlichkeit und haben uns bezeugt, dass er war, ist und sein wird, unser Erlöser. Eines Tages wird er wieder aus dem Himmel in seiner Herrlichkeit erscheinen und alle werden ihn sehen (Lehre und Bündnisse 45:16; Matthäus 24:30). Wie sieht dein Hoffen auf seine Herrlichkeit aus?

Das zweite Kommen Christi (Quelle)

Dienstag, 23. Dezember 2014

Was auch immer wir auf etwas anderes als auf Platten schreiben, muss zugrunde gehen

Jakob sagt über das Aufzeichnen des Wortes Gottes: „aber, was auch immer wir auf etwas anderes als auf Platten schreiben, muss zugrunde gehen und vergehen; aber wir können einige wenige Worte auf Platten schreiben, wodurch unseren Kindern und auch unseren geliebten Brüdern ein geringes Maß an Kenntnis über uns oder über ihre Väter vermittelt werden wird—“ (Jakob 4:2).
Nephi wurde vom Herrn geboten Platten aus Erz anzufertigen, um darauf einen Bericht seines Volkes zu fertigen (1. Nephi 19:1) und er sollte von Generation zu Generation weitergeführt werden (1. Nephi 19:4). Sogar von einem Volk, das etwa 2200 v. Chr. zurzeit des Turmbaus zu Babel vom Herrn nach Amerika geführt wurde, wurden Aufzeichnungen auf goldenen Platten vom König Limhi gefunden (Mosia 8:9), und von Moroni mit seiner Zusammenfassung der auf goldenen Platten vom Volk Nephi gefertigten Aufzeichnungen 421 n. Chr. in der Erde verborgen (Mormon 8:1-4; Moroni 10:1-2). Dort überdauerten sie die Jahrhunderte, bis sie durch denselben Moroni im Jahre 1827, jetzt als auferstandenes Wesen, an Joseph Smith übergeben wurden (JS-Lebensgeschichte 59).
Was auch immer wir auf etwas anderes als auf Platten schreiben, muss zugrunde gehen. Eben, weil sie alle dem Herrn gehorsam waren, überdauerten die Aufzeichnungen 2600 Jahre, die Aufzeichnungen der Jarediten sogar über 4000 Jahre. Wir kommen durch deren eifriges Arbeiten voller Dankbarkeit in den Genuss des Wortes Gottes (Jakob 4:3) und werden durch dies näher zu Christus geführt als durch jedes andere Buch (Einleitung zum Buch Mormon Absatz 6). Ich fühle mich dadurch angeregt, auch eifrig daran zu arbeiten, Menschen dieses Buch näher zu bringen, damit auch sie in denselben Genuss kommen. Wie stehst du zu diesem Buch?

Moroni verbirgt die Platten um 421 v. Chr.
(
Quelle)

Montag, 22. Dezember 2014

Ich, Jakob, habe meinem Volk viel durch das Wort gedient

Im Staatsdienst arbeitende Personen werden umgangssprachlich als Staatsdiener bezeichnet. Sie erfüllen Aufträge des `Feudalherren´, der obersten Instanz des Staates. Sie üben meist hoheitrechtliche Aufgaben aus wie z. B. Polizisten, Lehrer oder Richter und Soldaten.
Jakob teilt uns mit: „Nun siehe, es begab sich: Ich, Jakob, habe meinem Volk viel durch das Wort gedient (und ich kann nur wenig von meinen Worten schreiben, weil es schwierig ist, unsere Worte auf Platten einzugravieren), und wir wissen, dass das, was wir auf Platten schreiben, bestehen bleiben muss;“ (Jakob 4:1)
Ich, Jakob, habe meinem Volk viel durch das Wort gedient. Dienen bedeutet Hilfsbedürftigen die für sie notwendige Unterstützung geben. Ein Christ entwickelt den Wunsch zum Dienst am Nächsten aufgrund aufrichtiger Liebe für den Erlöser und aus Liebe und Anteilnahme gegenüber dem Hilfsbedürftigen. Bevor jemand Anderen durch das Wort dienen kann, muss die Person es erst einmal selber empfangen haben (Lehre und Bündnisse 11:21). Hat sie es dann empfangen, so ist sie auch in der Pflicht andere zu warnen (Lehre und Bündnisse 88:81). Auch meine Mutter und ich sind von zwei Dienern des Herrn 1960 gewarnt worden und haben durch sie und viele weitere Diener Gottes das Wort empfangen. Meine Dankbarkeit all diesen Dienern und dem Herrn Jesus Christus gegenüber und meine Anteilnahme gegenüber meinen Mitmenschen haben u. a. dazu geführt, diesen Blog zu führen, um dadurch dazu beizutragen, meine Mitmenschen, durch meine Erlebnisse mit dem Wort, selber anzuregen, Christus näher zu kommen. Welche Möglichkeiten kommen dir in den Sinn, um deinem Nächsten durch das Wort zu dienen?

Über 80.000 junge Menschen dienen zwei Jahre weltweit
unentgeltlich dem Volk im Verbund mit örtlichen Mitgliedern
(
Quelle)

Sonntag, 21. Dezember 2014

Ich sprach zu ihnen über die furchtbaren Folgen von Sünde jeder Art

Dass das Übertreten von Regeln und Gesetzen meist negative Folgen hat, lernt schon jedes Kind. Du kennst sicherlich die Redensart: Wer nicht hören will, muss fühlen! Dies will die angesprochene Person davor warnen, dass ein Nichtbefolgen einer Weisung eine Folge nach sich zieht, die man schmerzlich spüren wird.
Jakob warnt sein Volk um die 540 v. Chr. vor Übertretungen jeglicher Art und zeigte ihnen die Folgen auf: „Und nun sprach ich, Jakob, noch vieles mehr zum Volk Nephi und warnte es vor Unzucht und Sittenverderbnis und Sünde jeder Art und sprach zu ihnen über die furchtbaren Folgen davon.“ (Jakob 3:12).
Eine Warnung, die an Aktualität nicht verloren hat:
  • Unzucht
    Dies ist ein Sexualverhalten, welches gegen vorgegebenes allgemeines Sittlichkeits- und Schamgefühl verstößt. Ganz aktuell ist hier ja wohl das Thema der gleichgeschlechtlichen Ehe, obwohl es nicht neu ist. Schon im Neuen Testament wird dieses Problem der Menschheit angesprochen (Römer 1:27), aber natürlich auch im Alten Testament.
  • Sittenverderbnis
    Sittenverderbnis ist der Verfall moralischer Werte, Regeln oder sozialer Normen. Hier fällt mir das Volk in Sodom und Gomorra ein. Der Sittenverfall dort war so groß, dass der Herr die Einwohner samt ihrer Städte vernichtete (Exodus 18:20; Exodus19:24,25). Was ich in meinem kleinen Bereich gegen Sittenverfall tun kann, geht aus 1. Korinther 15:33 hervor: „... Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.“
  • Sünde jeder Art
    Dies ist der bewusste Ungehorsam gegenüber den Geboten Gottes.
Ich sprach zu ihnen über die furchtbaren Folgen von Sünde jeder Art. Die Folge der Sünde ist die Entfernung von Gott, bis hin zu ewiger Trennung. Dies entspricht dem geistigen Tod. Wie groß die Entfernung wird oder wie lang diese Trennung andauert, kann ich beeinflussen, indem ich das Sühnopfer Jesu annehme und aufgrund gottgewollter Traurigkeit (Korinther 7:10) aufrichtige Umkehr übe (Ezechiel 18:30-31). Was ist aus deiner Erfahrung heraus ein guter Schutz vor Sünde jeder Art?
(Quelle)

Samstag, 20. Dezember 2014

Schüttelt euch, damit ihr vom Schlaf des Todes erwacht

Bei Unfallopfern kann es lebenserhaltend sein, sie durch sanftes Schütteln wach zu halten. Dies ist dienlich für eine Befragung, z.B. wo sie Schmerzen haben, dass sie bei Ohnmacht nicht Erbrochenes einatmen und dadurch ggf. sterben, dass Schutzreflexe nicht abflachen und sie nicht in einen Schockzustand verfallen.
Jakob gibt auch einen lebenserhaltenden Ratschlag, bezogen auf das ewige Leben bei Gott: „... schüttelt euch, damit ihr vom Schlaf des Todes erwacht, und macht euch los von der Pein der Hölle, dass ihr nicht zu Engeln des Teufels werdet, um in jenen See von Feuer und Schwefel gestoßen zu werden, der der zweite Tod ist.“ (Jakob 3:11).
  • Schüttelt euch, damit ihr vom Schlaf des Todes erwacht
    Wenn wir uns nicht um das lebendige Wort Gottes kümmern, befinden wir uns im Schlaf des Todes. Um in die Gegenwart Gottes eintreten zu dürfen, müssen wir vom lebendigen Wasser des Lebens trinken (Offenbarung 22:17). Wir dürfen nicht in Lethargie verfallen, sondern müssen uns durch das Wort Gottes wach schütteln lassen (Alma 5:7).
  • Macht euch los von der Pein der Hölle
    Pein bedeutet so viel wie heftiges körperliches und geistiges Unbehagen, etwas was jemanden quält. Die Qual der Hölle ist das Wissen, dass ich aufgrund dessen, dass ich mich nicht für Gott entschieden habe, in geistiger Finsternis verbleiben muss (siehe Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus; Lukas16:23).
  • Dass ihr nicht zu Engeln des Teufels werdet
    Engel sind dienende Persönlichkeiten (Moroni 7:25,29,37). Es gibt Engel, die dem Herrn dienen, aber auch solche, die Luzifer dienen (Offenbarung 12:9; 2.Nephi 9:16).
  • Um in jenen See von Feuer und Schwefel gestoßen zu werden, der der zweite Tod ist
    Mit dem See von Feuer und Schwefel wird die ewige Qual derer beschrieben, die für immer aus der Gegenwart Gottes und seinem Einfluss ausgeschlossen werden, da sie sich entschieden haben Satan zu dienen (Alma 12:16-17).

Was machst du, um die ersten drei Punkte zu erfüllen bzw. dem letzten zu entrinnen?

Sich schütteln um zu erwachen (Quelle)

Freitag, 19. Dezember 2014

Rüttelt die Fähigkeiten eurer Seele auf

So mancher Angsttraum hat mich schon aus meinem Schlaf gerüttelt. Erst vor ein paar Tagen bin ich von meinem eigenen Geschrei aufgerüttelt geworden. Geht es dir ab und zu auch so?
Um eine etwas andere Art des Aufrüttelns geht es bei der Ermunterung seines Volkes durch Jakob: „O meine Brüder, hört auf meine Worte; rüttelt die Fähigkeiten eurer Seele auf...“ (Jakob 3:11).
  • Hört auf meine Worte
    Eine Aufforderung, die zeitlos für die Worte eines jeden Propheten des Herrn gilt. Robert D. Hales ein Apostel unserer Zeit sagte: „Wenn wir auf den Rat unseres Propheten hören, werden wir stärker und können die Prüfungen des Erdenlebens bestehen.“ (Quelle). Das ist mir doch Anreiz genug auf die Worte der Apostel und Propheten zu hören, dir nicht auch?
  • Rüttelt die Fähigkeiten eurer Seele auf
    Seele in diesem Zusammenhang wird in der Köstlichen Perle in Abraham 5:7 als Einheit unseres sterblichen Leibes (Stoff von dieser Erde stammend) und unseres unsterblichen Geistes (Geistkörper von Gott geschaffen; Köstliche Perle Mose6:59) definiert. Beide zusammen haben Fähigkeiten, besitzen Energie (eine fundamentale Substanz unseres Lebens), die richtig eingesetzt uns dazu verhilft, für immer und ewig in der künftigen Welt, in Gegenwart unserer himmlischen Familie leben zu dürfen (Lehre und Bündnisse 59:23).
Rüttelt die Fähigkeiten eurer Seele auf. Ich fühle mich dadurch angeregt meine Fähigkeiten zu erkennen, zu erweitern und richtig einzusetzen, um anderen und mir zu helfen Christus näher zu kommen. Hierzu muss ich auf die Worte der Propheten und Apostel hören, in den heiligen Schriften studieren, ihre Lehren erkennen, in Handlungen umsetzen, diese Handlungen am Wort Gottes reflektieren und ggf. korrigieren (Jakobus 1:21-25). Dies gleicht einem spiralförmigen Prozess, der mich dazu befähigt, mich ständig zu verbessern und auf eine höhere geistige Ebene zu bringen. Wie rüttelst du die Fähigkeiten deiner Seele auf?
Alptraum (Quelle)


Donnerstag, 18. Dezember 2014

Darum sollt ihr an eure Kinder denken, wie ihr ihnen Herzenskummer bereitet habt

Passiert es dir auch, dass du voller Schmerz daran denkst, dass du in der Erziehung deines Kindes, diesem Herzenskummer zugefügt hast? Ich denke sehr oft daran, wie ungeduldig und damit auch ungehalten ich bei meinem Sohn gewesen bin, weil er sich beim Erlernen des Radfahrens so ungeschickt anstellte. Im Nachhinein tut mir sogar mein Herz dabei weh, wenn ich daran denke.
Jakob erinnert sein Volk auch: „Darum sollt ihr an eure Kinder denken, wie ihr ihnen Herzenskummer bereitet habt wegen des Beispiels, das ihr ihnen gegeben habt; und denkt auch daran, dass ihr womöglich, wegen eures Schmutzes, eure Kinder ins Verderben führt und ihre Sünden euch am letzten Tag auf das Haupt gehäuft werden.“ (Jakob 3:10).
Darum sollt ihr an eure Kinder denken, wie ihr ihnen Herzenskummer bereitet habt. Auch ich fühle mich durch Jakob ganz direkt angesprochen, darüber nachzudenken, welche negativen Auswirkungen mein Lebenswandel in der Entwicklung meiner Kinder zur Folge hatte. Natürlich kann ich das nicht rückgängig machen, aber ich nutze die Gelegenheit, wann immer sie sich bietet, mit ihnen über diese Punkte zu sprechen und mich für gemachte Fehler bei ihnen aufrichtig zu entschuldigen. Hast du ähnliche Erinnerungen und wenn ja, wie gehst du damit um? Präsident George Albert Smith sagte in der Herbst-Generalkonferenz 1941 u. a.: „Nutzen Sie die Zeit, solange es noch geht, und bringen Sie Ihren Söhnen und Töchtern bei, wie man glücklich wird.“ (mehr dazu lies hier: „Kinder in Licht und Wahrheit erziehen“).
(Quelle)


Mittwoch, 17. Dezember 2014

Ihr sollt an euren eigenen Schmutz denken

Ist es dir auch schon mal im Leben passiert, dass du dich über die Schwächen eines Bekannten ausgelassen hast und dann die Antwort anhören musstest: "Bevor du den Mund aufmachst, kehre mal vor deiner eigenen Tür!"
Eine ähnliche Aufforderung gibt Jakob, ein nephitischer Prophet um 540 v. Chr., seinem Volk: „Darum gebe ich euch das Gebot, welches das Wort Gottes ist, dass ihr sie wegen ihrer dunklen Haut nicht mehr schmäht, auch sollt ihr sie wegen ihres Schmutzes nicht schmähen; sondern ihr sollt an euren eigenen Schmutz denken und daran denken, daß ihr Schmutz ihrer Väter wegen entstanden ist.“ (Jakob 3:9).
Hier fällt mir doch gleich die Begebenheit mit den Pharisäern ein, die dem Herrn eine Sünderin zur Verurteilung vorführten und schlussendlich die Antwort bekamen: „... Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.“ (Johannes 8:7). Was war das Ende vom Lied? Alle gingen sie weg ohne einen Stein aufzuheben und der Herr sagte dann zu ihr: „... Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“ (Johannes 8:11).
Ihr sollt an euren eigenen Schmutz denken. Früher fiel es mir leicht, mich um den Dreck vor der Tür des anderen aufzuregen. Inzwischen habe ich trainiert. Wenn mir ein Fehler meines Nächsten in den Sinn kommt und sich der Gedanke einschleichen will, wie gut ich doch bin, weil ich diesen Fehler nicht habe, tausche ich den Gedanken gegen den folgenden: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“ (Matthäus 7:3). Sollte dir Ähnliches widerfahren, welche Strategie setzt du ein?

(Quelle)

Dienstag, 16. Dezember 2014

Wird ihre Haut weißer sein als eure

Während meiner Lehre hatte ich unzählige Kabelkanäle zu schlitzen. Damals hatten wir noch keine Fräsen mit Staubabsaugung. Es gab nur schwere Winkelschleifer und ich war nach getaner Tagesarbeit über und über mit Staub bedeckt. Nachdem im Norden am Bau brauner Klinker vorherrschte, war mein Gesicht recht dunkel gefärbt. Als ich mich dann zu Hause gebadet hatte, kam meine weiße Haut wieder zum Vorschein und ich sah wieder angenehmer aus.
Jakob spricht mit seinem Volk den Nephiten auch über weiße Haut: „O meine Brüder, ich fürchte, wenn ihr von euren Sünden nicht umkehrt, wird ihre Haut weißer sein als eure, wenn ihr mit ihnen vor den Thron Gottes gebracht werdet.“ (Jakob 3:8).
Aufgrund ihrer Auflehnung gegen ihre Brüder und Gott, wurden die Lamaniten, damit sie sich auch rein äußerlich von ihren Brüdern den Nephiten unterschieden, mit einem Kennzeichen versehen, einer dunklen Hautfarbe (Alma 3:6,14). Allerdings verhieß der Herr ihnen eine reine Haut, wenn sie umkehren würden (2. Nephi 30:5-6), was für diejenigen Lamaniten, die kurz nach Christi Erscheinen auf dem amerikanischen Kontinent umkehrten, sich auch schon erfüllte (3. Nephi 2:14-16). Diese Verheißung setzt sich auch heute noch fort wie Präsident Spencer W. Kimball äußert: „Ich sah einen starken Kontrast im Fortschritt des indianischen Volkes heute.... sie werden schnell ein weißes und angenehmes Volk ... Seit Jahren schon werden sie ein angenehmes Volk, und jetzt werden sie ein weißes und angenehmes Volk, wie es ihnen versprochen wurde...“ (General Conference Report, October, 1960).
Wird ihre Haut weißer sein als eure. Das mit der Hautfarbe könnte u. U. symbolhaft zu verstehen sein (siehe „Der Fluch der Lamaniten“ FairMormon). Was sicher fest steht ist, dass diejenigen die Christus folgen eine hellere Ausstrahlung haben als diejenigen, die sich gegen ihn stellen (Exodus 34:29; Alma 5:14). Ich arbeite an mir eine solch leuchtende Ausstrahlung haben zu können. Wenn du willst, lies auch noch die Ansprache von James E. Faust, ehemaliger 2. Ratgeber in der Präsidentschaft der Kirche, „Das Leuchten inihren Augen“. Wessen reines, weißes, leuchtendes Antlitz hat dich bei welchen vergangenen Gelegenheiten beeindruckend angesprochen?

Sogar die Berge glühen, wenn sie der Sonne ausgesetzt waren
(
Quelle)

Montag, 15. Dezember 2014

Ehemann und Ehefrau lieben einander und ihre Kinder

Kennst du sie noch, die typische Mittelstandsfamilie Behringer? 1987 bis 1991 konnten wir ihre Höhen und Tiefen als „Die glückliche Familie“ mittwochs im Vorabendprogramm der ARD miterleben. In einem Haus in Gräfelfing lebten drei Generationen zusammen, die Eltern mit ihren drei Töchtern sowie Opa Behringer.
Von glücklichen Familien bei den Lamaniten berichtet uns der nephitische Prophet Jakob: „Siehe, bei ihnen liebt der Ehemann seine Ehefrau, und die Ehefrau liebt ihren Ehemann; und Ehemann und Ehefrau lieben ihre Kinder; und ihr Unglaube und ihr Hass gegen euch kommen vom Übeltun ihrer Väter; darum, wieviel besser seid ihr als sie in den Augen eures großen Schöpfers?“ (Jakob 3:7).
Ehemann und Ehefrau lieben einander und ihre Kinder. Das ist die Vorgabe, die der Herr uns Menschen gibt, Familien aus Mann und Frau und Kindern zu bilden, die einander lieben, um die Erde zu bevölkern und zu bearbeiten (Genesis 1:27-28). Dieses Gebot können wir nur in dieser Familienform erfüllen. Heute lebende Propheten Gottes bestätigen, dass diese Art der Lebensform immer noch diejenige ist, die der Herr für uns Menschen vorgesehen hat: „Die Familie Eine Proklamation an die Welt“. Hast du Argumente dafür, wie dieses Gebot anders erfüllt werden kann? Sieh dir zu diesem Thema auch gerne noch die knapp 14-minütige Rede von Präsident Henry B. Eyring, 1. Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, auf der von Papst Franziskus einberufenen Humanum-Konferenz vom 7.-9.11.2014 in Rom an (hier).

Die glückliche Familie, Fernsehserie (Quelle)

Sonntag, 14. Dezember 2014

Weil sie darauf bedacht sind, dieses Gebot zu halten, wird der Herr, Gott, sie nicht vernichten

Jakob warf den Nephiten in einer Konferenzansprache am Tempel um 540 v. Chr. vor, dass viele der Männer das Gebot der Einehe missachteten und sagte ihnen dann über ihre Brüder die Lamaniten: „Und nun, dieses Gebot zu halten sind sie bedacht; deshalb, weil sie darauf bedacht sind, dieses Gebot zu halten, wird der Herr, Gott, sie nicht vernichten, sondern wird zu ihnen barmherzig sein; und eines Tages werden sie ein gesegnetes Volk werden.“ (Jakob 3:6). Schon Lehi, der Vater von Jakob, sprach eine solche Prophezeiung um 580 v. Chr. aus (2. Nephi 4:3, 6-7).
Wenn dies eine Prophezeiung Gottes war, muss sie, ebenso wie die selbe seines Vaters, in Erfüllung gegangen sein oder sich noch erfüllen. Das Buch Mormon schildert uns, wie Nephiten und Lamaniten immer wieder Freund und Feind wurden und sich bekriegten. Schauen wir mal nach, was der lamanitische Prophet Samuel über diese Thematik um 6 v. Chr., also etwa 534 bzw. 574 Jahre später, zu den Nephiten gesagt hat: „... Aber siehe, die Errettung ist durch das Predigen der Nephiten zu ihnen [den Lamaniten] gekommen; und zu diesem Zweck hat der Herr ihre Tage [die der Lamaniten] verlängert. ...“ (Helaman 15:4, 10-14).
Der Herr hat die Tage der Lamaniten sogar bis heute verlängert, während die Nephiten aufgrund Ungehorsams um 420 n. Chr. durch die Lamaniten vernichtet wurden. Auch heute wird den Nachkommen der Lamaniten, einem Teil der amerikanischen Ureinwohner, wieder das Wort des Herrn verkündet (Lehre und Bündnisse 3:16-20) und sie nehmen es freudig an. Oliver Cowdery bekam 1830 vom Herrn den Auftrag unter den Nachkommen Lamans das Evangelium zu verkünden und seine Kirche zu gründen (Lehre und Bündnisse 28:8; 30:6; 32:2).
Weil sie darauf bedacht sind, dieses Gebot zu halten, wird der Herr, Gott, sie nicht vernichten. Die gemachte Prophezeiung in Bezug auf die Lamaniten erfüllte sich buchstäblich. Ich lerne daraus, dass der Herr diejenigen, die seinen Geboten folgen, von ihm auch in allem Leid das durchzumachen ist, behütet bleiben und in seinem Evangelium erblühen werden, wie eine Rose (Leher und Bündnisse 49:24). Wie findest du heraus, ob sich Offenbarungen erfüllen und vom Herrn kommen?
Die Lamaniten werden blühen wie eine Rose
Gemälde von Joselito Jesus Acevedo Garcia (
Quelle)


Samstag, 13. Dezember 2014

Die Lamaniten, ... die ihr ... hasst, sind rechtschaffener als ihr

Kommt es ab und zu vor, dass wir jemanden aus ethnischen Gründen ablehnen, wenn nicht sogar verachten, z. B. weil wir ihn und seine Kultur nicht kennen bzw. befremdlich finden, und uns ihm gegenüber bevorzugt vorkommen?
Jakob sagt seinem Volk dazu Folgendes: „Siehe, die Lamaniten, eure Brüder, die ihr wegen ihres Schmutzes und des Fluches, der ihre Haut betroffen hat, hasst, sind rechtschaffener als ihr; denn sie haben das Gebot des Herrn, das unserem Vater gegeben worden ist, nicht vergessen—dass sie nur eine Frau haben sollen, und Nebenfrauen sollen sie keine haben, und es solle keine Hurerei unter ihnen begangen werden.“ (Jakob3:5).
Die Lamaniten, ... die ihr ... hasst, sind rechtschaffener als ihr. Diese Aussage beschämt mich, wenn ich andere wegen ihrer mir ungewohnten Art oder ihres Aussehens gering schätze. Wenn ich merke, dass solche Empfindungen aufkommen, bremse ich mich immer, indem ich mir vor Augen halte, dass auch die Person ein Kind Gottes ist. Ich weiß nicht, ob Gott nicht ihn mehr schätzt als mich, weil er eventuell gottesfürchtiger lebt. Zwangsläufig fällt mir die Begebenheit mit Christus und dem Zöllner Matthäus ein (Matthäus 9:10-11). Was empfindest du, wenn z. B. eine Person, die für dich übel riecht, im Gottesdienst neben dir Platz nimmt? Über den anderen Punkt, der Wichtigkeit der Ehe zwischen Mann und Frau als Grundlage der Familie, wurde von einem der lebenden Prophet der heutigen Zeit, Präsident Eyring, Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, auf dem „Humanum 2014“, einer dreitägigen internationalen religiösen Konferenz im Vatikan, geredet (hierkommst du zum Video; mit ein paar Klicks über Settings kannst du deutsche Untertitel einschalten).

(Quelle)

Freitag, 12. Dezember 2014

Gott, wird die Rechtschaffenen aus eurer Mitte wegführen

Jakob äußert, in seiner Belehrung am Tempel, zwei Vorhersagen. Eine bezüglich der nicht Umkehrwilligen und eine die rechtschaffenen Nephiten betreffend: „Und die Zeit kommt schnell, da sie, wenn ihr nicht umkehrt, das Land eures Erbteils besitzen werden; und der Herr, Gott, wird die Rechtschaffenen aus eurer Mitte wegführen.“ (Jakob3:4).
  • Das sie das Land eures Erbteils besitzen werden
    Die Geschichte der Nephiten ist ein Wechselbad der Gefühle. Es gab Zeiten, da waren sie gottesfürchtig, dann aber wendeten sie sich auch wieder total von ihm ab (Alma 50:21-22). So lebte ein Teil der Nephiten zuzeiten König Limhis, um nur ein Beispiel zu nennen, aufgrund der Gottlosigkeit die ihr vorheriger König Noa (Vater von Limhi) einführte, um 120 v. Chr. unter der Knechtschaft der Lamaniten (Mosia 7:15).
  • Er wird die Rechtschaffenen aus eurer Mitte wegführen
    Diese Vorhersage Jakobs aus der Zeit um die 540 v. Chr. erfüllte sich etwa 220 Jahre später zuzeiten König Mosias. Ihm gebot der Herr mit all denen, die auch auf seine Worte hören würden, aus dem Land Nephi zu fliehen und: „Er tat so, wie der Herr ihm geboten hatte. Und sie gingen aus dem Lande weg in die Wildnis, alle, die auf die Stimme des Herrn hören wollten; ...“ (Omni 1:12-13).

Gott, wird die Rechtschaffenen aus eurer Mitte wegführen. Jakob prophezeite dies und wie zu erwarten war, sie ging in Erfüllung. Aus den heiligen Schriften lerne ich also immer wieder, dass die Prophezeiungen, die Gott seinen Knechten offenbart, zu der von ihm bestimmten Zeit in Erfüllung gehen. Nachdem wir auch heute lebende Propheten unter uns haben, bedeutet das für mich, auf ihre Worte zu achten und nach ihnen zu handeln. Wenn du möchtest, lies oder schaue dir auch die Rede von Präsident Eyring, einem der lebenden Propheten, mit dem Titel „Fortdauernde Offenbarung“ an. Wie gehst du mit Offenbarung um?

Präsident Henry B. Eyring (Quelle)

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Die Lamaniten ... werden euch eine Geißel sein

Eine Geißel ist ein Stab mit Riemen oder Schnüren und wurde früher zur Züchtigung eingesetzt. Im übertragenen Sinn werden auch Krieg, Katastrophen, Plagen, Qualen, Säuchen ... als eine Geißel bezeichnet. Ganz aktuelle Geißeln sind wohl Ebola, Naturkatastrophen, unzählige Gewaltkonflikte weltweit ...
Jakob droht seinem Volk, dass ihre Brüder die Lamaniten, eine Geißel für sie sein würden, wenn sie von ihrem Übeltun nicht umkehren: „Aber wehe, wehe euch, die ihr im Herzen nicht rein seid, die ihr heute vor Gott schmutzig seid; denn wenn ihr nicht umkehrt, ist das Land um euretwillen verflucht, und die Lamaniten, die nicht schmutzig sind gleichwie ihr, aber doch sind sie mit einem schweren Fluch verflucht, werden euch eine Geißel sein, selbst zur Vernichtung.“ (Jakob3:3).
Gesetze (festgelegte Regeln) sind dazu da, Menschen vor Ungemach zu schützen. Jeder Gesetzesverstoß löst eine Reaktion aus. Auch die Natur ist von Gesetzen durchdrungen. Sollte ich eines der Gesetze missachten, kann ich mich der Folgen nicht entziehen - lege ich meine Hand auf die glühende Herdplatte, kann ich der Reaktion nicht mehr entrinnen (wer nicht hören will, muss fühlen).
Die Lamaniten ... werden euch eine Geißel sein. Ich lerne aus der Geschichte, und nicht nur aus der der Nephiten, dass der Herr zulässt, dass ich durch andere Menschen der Strafe zugeführt werde, die ich durch mein Verhalten ausgelöst habe. Demzufolge werde ich mich ständig bemühen, durch Schriftenstudium und Gebet, den rechten Weg kennenzulernen (Lehre und Bündnisse1:37), ihn zu gehen (Sprüche 4:4), und dort wo ich ihn verlassen habe, Umkehr zu üben (Ezechiel 18:30-31). Die Nephiten und andere Völker wurden letztendlich aufgrund ihres Verbleibens in Sünde durch andere Menschen vernichtend geschlagen (Omni 1:5; Ether 8:20-21; 2. Könige 25:8-11). Was tust du, um einer Geißel zu entgehen (Lehre und Bündnisse 5:19-22)?

Züchtigung mit einer Geißel (Quelle)

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Das Haupt emporheben und das angenehme Wort Gottes empfangen

Wie empfindest du, wenn sich jemand `erhobenen Hauptes´ vor dich hinstellt? Wirkt das auf dich eventuell anmaßend, arrogant, triumphierend oder stolz, im positivsten Fall aber doch beeindruckend oder?
Wie ist dann die Aufforderung Jakobs zu verstehen: „O ihr alle, die ihr im Herzen rein seid, hebt das Haupt empor und empfangt das angenehme Wort Gottes, und weidet euch an seiner Liebe, denn das dürft ihr, wenn ihr festen Sinnes seid, immerdar.“ (Jakob3:2).
Das Haupt emporheben und das angenehme Wort Gottes empfangen. Soll ich mich etwa aufgefordert fühlen, stolz darauf zu sein, wenn ich im Herzen rein bin? Mir fällt dabei eine Aussage in Zusammenhang mit der Kreuzigung Jesu ein: „Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf.“ (Johannes 19:30). Ich sehe in diesem Zusammenhang im Senken des Hauptes einen Ausdruck des Sterbens. Im Zusammenhang mit der Aussage Jakobs sehe ich hingegen im `Haupt heben´ ein Symbol des Lebens. Indem ich das `angenehme Wort Gottes´ empfange und willens bin danach zu handeln, werde ich in Christus zum Leben erweckt (Johannes 6:68) und darf mich `an seiner Liebe´ sättigen. Was meinst du, wann ist jemand im Herzen rein und darf dann das Haupt emporheben (vielleicht helfen diese Schriftstellen bei der Antwort: Johannes13:10; Johannes 15:1-4)?

Die Auferweckung des Lazarus
von Juan de Flandes, um 1500–1510. (
Quelle)

Dienstag, 9. Dezember 2014

Blickt mit festem Sinn auf Gott

Nachdem Jakob sich in der Generalkonferenz um 540 v. Chr. am Tempel an diejenigen gewandt hatte, die durch ihre abscheulichen Handlungen großes Leid über ihre Familien gebracht hatten, wendet er sich nun denen zu, die im Herzen rein sind: „Aber siehe, ich, Jakob, möchte zu euch sprechen, die ihr im Herzen rein seid. Blickt mit festem Sinn auf Gott, und betet zu ihm mit überaus großem Glauben, und er wird euch in euren Bedrängnissen trösten, und er wird sich eurer Sache annehmen und Gerechtigkeit auf diejenigen herabkommen lassen, die nach eurer Vernichtung trachten.“ (Jakob 3:1)
Blickt mit festem Sinn auf Gott. Moroni schreibt was sein Vater Mormon um die 940 Jahre später über Wundertaten gelehrt hat. Sie haben nie aufgehört und so gibt es dienende Engel, die die Aufgabe haben: „... sich denen zu zeigen, die starken Glauben und einen festen Sinn in jeder Form der Gottesfurcht haben.“ (Moroni 7:29-30). Ich lerne von Jakob als auch von Mormon, dass sich der Herr meiner misslichen Lage annehmen wird, wenn ich unverschuldet in sie geraten bin und mich in Schutz nimmt vor denen, die meine Vernichtung herbeiwünschen. Allerdings unter der Bedingung unerschütterlichen Gedenkens an Gott und tiefgläubigen Betens. Da denke ich an Petrus auf dem Wasser: Als er merkte, dass heftiger Wind aufkam, übermannte Furcht seinen Glauben und er sank und der Meister musste nach ihm greifen (Matthäus 14:25-31). Durch tägliche Erlebnisse mit Gott, muss mein Glaube wachsen, bis kein Funken Zweifel mehr Raum in mir hat. Was machst du, um glaubensstärkende Erlebnisse mit Gott zu haben?

Der Erlöser rettet den sinkenden Petrus (Quelle)

Montag, 8. Dezember 2014

Viele Herzen [sind] gestorben, durchbohrt von tiefen Wunden

Das Vertrauen von seinen Mitmenschen zu erwerben braucht Zeit und Anstrengung, es zu verlieren, also Misstrauen zu erwecken, ist lange nicht so aufwendig.
Jakob spricht davon, dass viele Väter aufgrund ihrer Missetaten das Vertrauen ihrer Kinder verloren haben: „Siehe, ihr habt größere Übeltaten begangen als die Lamaniten, unsere Brüder. Ihr habt euren zarten Frauen das Herz gebrochen und das Vertrauen eurer Kinder verloren, weil ihr ihnen schlechtes Beispiel gegeben habt; und ihres Herzens Schluchzen steigt gegen euch empor zu Gott. Und wegen der Strenge des Wortes Gottes, das herabkommt gegen euch, sind viele Herzen gestorben, durchbohrt von tiefen Wunden.“ (Jakob 2:35)
Viele Herzen [sind] gestorben, durchbohrt von tiefen Wunden. Im Fall der Untreue ist ja nicht nur der Urheber betroffen, sondern auch andere, insbesondere die engsten Familienmitglieder. Ihnen wird unvorstellbares Leid zugefügt. Unter anderem um dies zu vermeiden, hat der Herr uns das Gebot gegeben unserem Ehepartner treu zu bleiben und uns mitgeteilt, dass es besser sei, eines Körpergliedes verlustig zu gehen, als untreu zu sein (Matthäus5:27-30). Ich lerne daraus, dass ich täglich um Kraft beten muss, meine Augen nicht sorglos umherschweifen zu lassen. Allzu leicht kommen Begehrlichkeiten auf, wenn man etwas Reizendes sieht und dann fehlt manchmal nicht mehr viel bis zur Untreue. Also lieber mit geschlossenen Augen gegen die Laterne laufen, oder welches Rezept hast du?

(Quelle)

Sonntag, 7. Dezember 2014

Weil ihr ihnen schlechtes Beispiel gegeben habt

Ist es dir auch schon mal passiert: Dir ist wieder mal etwas so richtig missglückt. Du bist darüber schon ganz zerknirscht und dann kommt noch ein aufbauender Spruch wie dieser: Niemand ist überflüssig, er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen.
Jakob sagt uns, dass die Nephiten ihren Kindern ein schlechtes Beispiel waren: „Siehe, ihr habt größere Übeltaten begangen als die Lamaniten, unsere Brüder. Ihr habt euren zarten Frauen das Herz gebrochen und das Vertrauen eurer Kinder verloren, weil ihr ihnen schlechtes Beispiel gegeben habt; und ihres Herzens Schluchzen steigt gegen euch empor zu Gott. Und wegen der Strenge des Wortes Gottes, das herabkommt gegen euch, sind viele Herzen gestorben, durchbohrt von tiefen Wunden.“ (Jakob 2:35).
Weil ihr ihnen schlechtes Beispiel gegeben habt. Jeder von uns ist jemand anderem ein Beispiel und aus diesem Grund bin ich als Anhänger Jesu, als jemand der seinen Namen auf sich genommen hat und dies jeden Sonntag wiederholt, verpflichtet danach zu trachten, ein gutes Vorbild zu sein. Mein Handeln muss dazu dienen, dass die Menschen in meiner Umgebung sich dadurch eingeladen fühlen, Christus näherzukommen. Ideal wäre es, wenn ich so sprechen könnte wie Paulus zu den Menschen in Korinth: „Darum ermahne ich euch: Haltet euch an mein Vorbild!“ (1. Korinther 4:16). Wie siehst du deine Funktion als Vorbild?

(Quelle)

Samstag, 6. Dezember 2014

Sie entschuldigen sich mit dem, was über David und seinen Sohn Salomo geschrieben worden ist

Kennst du das: „Wieso bekomme ich Computerverbot? Noah und Dion haben das doch auch gemacht. Sind sie auch so bestraft worden?“
Jakob schildert uns denselben Sachverhalt beim Volk Nephi: „Aber das Wort Gottes lastet auf mir wegen eurer noch schändlicheren Verbrechen. Denn siehe, so spricht der Herr: Dieses Volk fängt an, im Übeltun zuzunehmen; sie verstehen die Schriften nicht, denn wenn sie Hurerei begehen, so versuchen sie, sich mit dem zu entschuldigen, was über David und seinen Sohn Salomo geschrieben worden ist.“ (Jakob 2:23).
Die Nephiten dachten, dass David und Salomo doch auch mehrere Frauen gehabt haben, wieso sollte es bei ihnen nun ein schändliches Verbrechen sein? Sie vergaßen, dass der Herr David und Salomo einige dieser Frauen selber zugesprochen hatte (Lehre und Bündnisse 132:38-39). Dann aber nahmen sie von sich aus weitere Frauen und das auch noch aus Völkern, die Götzendienst betrieben (1. Könige 11:1-3; Nehemia 13:25-27; Esra 9:1-2). Das war in den Augen des Herrn ein Gräuel (Jakob 2:24) und auch einer der Gründe dafür, dass Lehi auswandern sollte (Jakob 2:25). Der Herr gibt nun auch noch die eindeutige Anweisung der Einehe zwischen Mann und Frau (Jakob 2:27), ausgenommen er würde es aus Gründen bestimmter Nachkommenschaft gebieten (Jakob 2:30). Alles andere wäre Hurerei (Sexuelle Unmoral; Unzucht - Verstoß gegen das allgemeine Sittlichkeits- und Schamgefühl), ein Gräuel in den Augen Gottes (Jakob 2:28).
Sie entschuldigen sich mit dem, was über David und seinen Sohn Salomo geschrieben worden ist. Ich erkenne hieraus, dass ich die Schrift mithilfe des Heiligen Geistes studieren muss, damit ich meine Fehltritte nicht mit Handlungen anderer rechtfertige und mich in falsche Sicherheit wiege. Aktuelle Informationen über die jüngste Geschichte der Kirche bezüglich Mehrehe siehe hier in Deutsch oder hier in Englisch.

König David (1043 - 971 v. Chr.; Quelle)

Freitag, 5. Dezember 2014

Sie verstehen die Schriften nicht

Wer hat nicht schon mal die Stirn gerunzelt, wenn er ein Schreiben einer Behörde oder eines Juristen in die Hände bekam. So lautet der § 873 Absatz 1 des BGB im Juristendeutsch: „Zur Übertragung des Eigentums an einem Grundstück, zur Belastung eines Grundstücks mit einem Recht sowie zur Übertragung oder Belastung eines solchen Rechts ist die Einigung des Berechtigten und des anderen Teils über den Eintritt der Rechtsänderung und die Eintragung der Rechtsänderung in das Grundbuch erforderlich, soweit nicht das Gesetz ein anderes vorschreibt.“ Verstanden? Den Inhalt könnte man gleichbedeutend auch so wiedergeben: „Zum Erwerb des Grundeigentums bedarf es der Eintragung in das Grundbuch, soweit ein Gesetz nichts anderes vorschreibt.“
Das Gesetz Gottes ist auch unverständlich geschreiben? Jakob sagt: „Aber das Wort Gottes lastet auf mir wegen eurer noch schändlicheren Verbrechen. Denn siehe, so spricht der Herr: Dieses Volk fängt an, im Übeltun zuzunehmen; sie verstehen die Schriften nicht, denn wenn sie Hurerei begehen, so versuchen sie, sich mit dem zu entschuldigen, was über David und seinen Sohn Salomo geschrieben worden ist.“ (Jakob 2:23).
Sie verstehen die Schriften nicht. Warum? Weil sie aufgrund ihrer Taten nicht mehr in der Lage waren, die Stimme des Heiligen Geistes zu hören, der sie alles Friedfertige des Reiches lehren würde (Johannes 14:26; Lehre und Bündnisse 39:6). Ich kann mit dieser Erkenntnis eine Selbstprüfung durchführen: Verstehe ich die Schrift? Wenn nicht, muss ich mich in die Situation bringen, in der ich die Eingebungen des Heiligen Geistes verspüren kann. Ich werde dann nicht unbedingt gleich alles verstehen, aber auf jeden Fall so viel, wie ich zu diesem Zeitpunkt aus der Sicht des Herrn für eine gottesfürchtige Lebensführung und die Erfüllung der mir gestellten Aufgabe benötige. Wie ergeht es dir beim Schriftstudium, verstehst du die Heilige Schrift? Wenn du willst, lies auch hier oder sieh dir die Ansprache an: "Sogar ein Kind kann sie verstehen".

(Quelle)

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Zu ein und demselben Zweck hat er sie erschaffen

Eine immer wiederkehrende Frage in der Menschheitsgeschichte lautet: Worin besteht der Sinn des Lebens, was ist meine Bestimmung hier auf Erden? Ich als gläubiger Christ suche und finde die Antwort in der Heiligen Schrift. In der Schöpfungsgeschichte wird uns mitgeteilt, wie der Herr den Menschen schuf: „Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.“ (Genesis 2:7) und in der Schilderung vom Fall des Menschen heißt es: „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden; von ihm bist du ja genommen. Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück.“ (Genesis 3:19).
Auch Jakob kommt auf dieses Thema zu sprechen: „... Und alles Fleisch ist aus Staub; und zu ein und demselben Zweck hat er sie erschaffen, dass sie seine Gebote halten und ihn immerdar verherrlichen sollen.“ (Jakob 2:21).
  • Seine Gebote halten
    Gebote gibt uns der Herr, damit wir seinen Willen in Bezug auf uns kennenlernen und durch das Halten Errettung erlangen können (Lehre und Bündnisse 82:8-9). Seine Gebote haben alle einen geistigen auf die Ewigkeit bezogenen Sinn und werden dem Menschen seit Adam gegeben (Lehre und Bündnisse 29:34-35). Durch sie will uns der Herr prüfen, ob wir alles tun werden, was er uns gebietet (Köstliche Perle Abraham 3:25). Um Gebote halten zu können, müssen wir sie kennenlernen (Lehre und Bündnisse1:37). Nachdem wir sie kennen, wird unser Handeln nach unserem Gehorsam ihnen gegenüber beurteilt werden (1. Nephi 10:20).
  • Ihn immerdar verherrlichen
    Uns Menschen muss klar sein, dass der Plan der Erlösung aus Gottes Feder stammt und wir ihm dafür nicht genügend Dank und Ehre entgegenbringen können. Wir haben allen Grund ihn immerdar zu loben, zu preisen und seinen Namen zu bekennen, was nichts anderes ist als ihn zu verherrlichen (1. Petrus 4:16).

Zu ein und demselben Zweck hat er sie erschaffen. Mir ist in dieser Angelegenheit Tobits Lobgesang ein wunderbares Beispiel, an dem ich mich für meine Art der Verherrlichung des Herrn orientieren kann (Tobit 13:1-18). Welche Gedanken kommen dir in den Sinn, wenn du über den Zweck unserer Erschaffung nachdenkst?
Hamlet, auf Sinnsuche mit Yoricks Schädel (Quelle)

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Das eine Geschöpf ist in seinen Augen ebenso kostbar wie das andere

Du kennst sicherlich bestimmte Teile des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. In den ersten 19 Artikeln geht es um die Grundrechte. Eines dieser Grundrechte ist im Artikel 3 Absatz 1 folgendermaßen festgeschrieben: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich (Quelle).
Jakob zeigt uns einen ähnlichen, jedoch viel tiefgreifenderen Sachverhalt in Gottes Haltung gegenüber uns Menschen auf: „... Und das eine Geschöpf ist in seinen Augen ebenso kostbar wie das andere. ...“ (Jakob 2:21).
Im Grundgesetz erkennst du die Einschränkung `vor dem Gesetz´ sind alle Menschen gleich. Das bedeutet, dass die Menschen vor dem Gesetz nicht aufgrund Sympathie, Aussehen, Religion oder anderem unterschiedlich behandelt werden dürfen. Ungleichbehandlung ist allerdings gefordert, wenn dies sachlich geboten ist. Ähnlich verstehe ich das Verfahren bei Gott. Zum einen macht er keinen Unterschied zwischen den Menschen, indem er für alle sein Leben niedergelegt und wiederaufgenommen hat. Das heißt: Jeder Mensch wird vom Tod auferstehen (2. Nephi 9:22). Danach wird jeder gerecht gerichtet werden, entsprechend seinen Werken und den Wünschen seines Herzens (Römer 14:10; Lehre und Bündnisse 137:9). Ungleichbehandlung nimmt der Herr bei denen vor, die keine Möglichkeit hatten, das Evangelium anzunehmen (Lehre undBündnisse 137:7-8).
Das eine Geschöpf ist in seinen Augen ebenso kostbar wie das andere. Ich fühle mich durch die Aussage Jakobs dazu aufgefordert, jedem Menschen Wertschätzung entgegenzubringen. Der Herr spricht hier aber nicht nur den Menschen an, sondern jedes Geschöpf. Dazu gehört jegliches Lebewesen auf Erden. Was resultiert für dich aus dieser Aussage Jakobs?
Fehlinterpretation des Artikels 3 GG (Quelle)


Dienstag, 2. Dezember 2014

Anstatt nach Reichtum trachtet zuerst nach dem Reich Gottes

Jakob fordert sein Volk, und damit ebenso auch uns auf: „Aber ehe ihr nach Reichtum trachtet, trachtet nach dem Reich Gottes.“ (Jakob 2:18).
Nicht das Trachten nach Reichtum an sich ist verwerflich, sondern der Antrieb, aus dem heraus danach getrachtet wird (Sprüche 12:5). Salomo hatte den Herrn um die Gabe der Unterscheidung gebeten, um das Volk recht führen zu können und der Herr hat ihm den Wunsch erfüllt, aber zusätzlich das gegeben, worum er nicht gebeten hatte: Reichtum (1. Könige 3:11-13).Wäre meine Motivation die, dass ich mit meinem ehrlich erworbenen Reichtum ärmeren aus Nächstenliebe heraus helfen wollte, wäre die Forderung Jakobs automatisch erfüllt, denn ich hätte dabei zuerst nach dem Reich Gottes getrachtet (Sprüche11:27-28). Ich lerne aus der Aufforderung Jakobs, dass ich mit dem Reichtum, den ich ehrlich erworben habe, Gutes tue (Jakob 2:19) und lasse mir das Beispiel vom armen Mann und dem Lazarus als Warnung dienen (Lukas 16:19-31). Wie ist deine Einstellung zu dieser Thematik?

Heinrich Hofmann: Christus und der reiche Jüngling (Quelle)

Montag, 1. Dezember 2014

Gedenkt eurer Brüder wie euer selbst

Du kennst sicherlich das Gefühl: Mit der Person kann ich einfach nicht warm werden. Damit soll ausgedrückt werden, dass man zu der Person keine vertraute, persönliche, freundschaftliche Beziehung aufbauen kann. Nach Jakobs Aussage sind wir dazu aber aufgefordert: „Gedenkt eurer Brüder wie euer selbst, und seid vertraut mit allen und freigebig mit eurer Habe, damit sie reich seien gleichwie ihr.“ (Jakob 2:17).
Gedenkt eurer Brüder wie euer selbst. In dem Zusammenhang des Vorwurfes ihrer Gier (Jakob 2:13) werden die Nephiten im Gegensatz dazu aufgefordert, mit ihrer Habe freigebig zu sein. Ich verstehe das so, dass zwar jeder um sein Wohlergehen bemüht sein muss, aber wenn jemand im Überfluss hat und der andere unverschuldet leidet, soll der Reiche abgeben und ihn nicht noch wegen seiner Armut verachten. In Zeiten des Bettelbetruges (eine Bedürftigkeit wird nur vorgetäuscht) fällt es mir schwer, dem Bettler am Straßenrand Geld zuzustecken oder ihn zu mir nach Hause einzuladen. Ich biete ihm ggf. an, mit mir an einen Imbissstand zu gehen und sich etwas zu Essen zu bestellen. Was ich auf jeden Fall in großzügiger Weise mache, ich spende in den Fastopferfond der Kirche. So weiß ich, dass ich nicht übers Ohr gehauen werde und den tatsächlich bedürftigen in der Weise geholfen wird, dass sie wieder auf ihren eigenen Füßen stehen können (mehr zum Fastopfer findest du hier). Wie gehst du mit diesem Problem um?

(Quelle)