Montag, 31. März 2014

Sein Name wird genannt werden: Der Immerwährende Vater

Zunächst sind wir als Kleinkinder von unseren Eltern abhängig. Dann wollen wir selbstständig werden und gerne von ihnen weggehen. Dann werden sie abhängig von uns und so manch einer wünscht sich, dass er doch bald sterben könnte. Aber es gibt sicherlich genügend Fälle, in denen sich die Kinder wünschten, Mutter und Vater für immer bei sich zu haben. Irgendwann müssen wir uns für eine kleine Zeitspanne voneinander trennen, können dann aber in unserer himmlischen Heimat wieder zusammen sein, auch zusammen mit unseren himmlischen Eltern, mit unserer Mutter und unserem `Immerwährenden Vater´. Jesaja nennt uns dies als einen seiner Titel: `Immerwährender Vater´ (2. Nephi 19:6) bzw. in der Einheitsübersetzung `Vater in Ewigkeit´ (Jesaja 9:5).
Amulek antwortet dem Antichristen Zeezrom, auf dessen Frage: „... Ist der Sohn Gottes der ewige Vater selbst? 39  Und Amulek sprach zu ihm: Ja, er ist selbst der ewige Vater des Himmels und der Erde und all dessen, was darinnen ist; er ist der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte;“ (Alma 11:38-39).
Elder Jeffrey R. Holland (Mitglied des Kollegiums der Zwölf Apostel) führt hierzu aus: „Der Titel ‚Immerwährender Vater‘ unterstreicht die grundlegende Lehre, dass Christus ein Vater ist: Er ist der Schöpfer von Welten ohne Zahl. Durch die Auferstehung ist er Vater, weil in ihm das physische Leben wiederersteht, für seine geistig gezeugten Söhne und Töchter ist er der Vater des ewigen Lebens und er ist der Eine, der für den Vater (Elohim) handelt, weil ihm göttliche Vollmacht übertragen ist. Alle sollen danach trachten, aus ihm geboren zu werden und seine Söhne und Töchter zu werden [siehe Mosia 5:7]“.
Für mich ist es unsagbar schön, zu wissen, dass wir einen `Immerwährenden Vater´ haben. Er ist dadurch unser Vater, weil:
  1. er im Auftrag Gottes, Elohim, der Schöpfer aller Dinge ist (Helaman 14:12)
  2. wir von ihm als seine Kinder angenommen werden, wenn wir uns ihm zuwenden und dadurch ihm „geistig neu geboren“ werden (Mosia 27:25).
  3. er die Auferstehung der gesamten Menschheit zustande bringt (Alma 33:22)
  4. er von Elohim, Gott Vater, die Vollmacht bekommen hat in seinem Namen zu handeln und so zu sprechen, als sei er der Vater selber (Johannes 5:30, 43; Köstliche Perle Mose 1:6; hier spricht Christus als sei er Gott Vater, Elohim).
Wie verstehst du Christus als deinen ´Immerwährenden Vater´?

Elohim, stellt Joseph Smith im Frühjahr 1820
seinen Sohn, unseren ´immerwährender Vater´ vor

Sonntag, 30. März 2014

Sein Name wird genannt werden: Der Mächtige Gott

Ein weiterer Titel Jesu, den Jesaja aufzählt lautet: Der Mächtige Gott (2. Nephi 19:6; vergleiche Jesaja 9:5). In der Bibel wird häufig von Gott als dem Allmächtigen geredet und er bezeichnet sich auch selber so, als er sich z.B. Abraham vorstellt: „Ich bin Gott, der Allmächtige. Geh deinen Weg vor mir und sei rechtschaffen!“ (Genesis 17:1). Von Philosophen des Mittelalters wird die Frage aufgeworfen, was Allmacht überhaupt ist und sie stellten ein Allmachtsparadoxon auf: „Kann ein allmächtiges Wesen einen so schweren Stein erschaffen, dass es ihn selbst nicht hochheben kann?“
Elder Jeffrey R. Holland (Mitglied des Kollegiums der Zwölf Apostel) äußerte sich: „`Der Mächtige Gott´ vermittelt etwas von der Macht Gottes, seiner Stärke, Allmacht und seinem unbesiegbaren Einfluss. Jesaja sieht ihn als einen, der immer imstande ist, die Folgen der Sünde und Übertretung in seinem Volk zu besiegen, und auf ewig über diejenigen zu triumphieren, die die Kinder Israel unterdrücken möchten.“
Dieser `Mächtige Gott´ hat für uns alle das Werk vollbracht, welches kein anderer hätte vollbringen können: „Denn siehe, dies ist mein Werk und meine Herrlichkeit—die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen.“ (Köstliche Perle Mose 1:39). Nur er war hierzu mächtig genug, wie es in einem Kirchenlied so wunderbar zum Ausdruck gebracht wird: „Kein andrer war dazu bereit, sein Opfer musst es sein. Er litt für unsre Sünden mit, das war ihm Sieg genug“ (Es liegt ein Hügel in der Fern; HLT-Gesangbuch Nr. 117, Anhören, Text und Download allerdings auf Englisch).

Sein Name wird genannt werden: Der Mächtige Gott. Wie wunderbar ist es doch für mich zu wissen, dass ich an einen Gott glaube, der mächtig, ja allmächtig ist. Er ist der Schöpfer unzähliger Welten, er ist Herr über Leben und Tod, er ist dein und mein Vater und liebt dich und mich so unendlich, dass er unsere Sünden auf sich genommen hat und uns Auferstehung vom Tod geschenkt und ewiges Leben ermöglicht hat. Dies veranlasst mich, ihn mehr und mehr kennenlernen zu wollen, indem ich das Evangelium studiere und im täglichen Leben versuche anzuwenden. Die Frage des Allmachtsparadoxon stellt sich für mich nicht. Ich verstehe seine Allmacht so, dass er alles machen kann, was er für richtig hält, was einschließt, dass er nichts unternehmen würde, was ein von ihm aufgestelltes Gesetz verletzt (z.B. die Entscheidungsfreiheit des Menschen). Andererseits sagt er uns auch, dass er ein Gebot gibt, es aber nötigenfalls auch widerrufen kann (Lehre und Bündnisse 56:4). 
Was denkst du über die Allmacht Gottes?


Samstag, 29. März 2014

Sein Name wird genannt werden: Ratgeber

In bestimmten Situationen, in denen du alleine nicht weiter weißt, wünschst du dir sicherlich jemanden, auf dessen Ratschlag du vertrauen kannst, einen guten Ratgeber. Ratgeber gibt es in gedruckter, elektronischer oder visueller Form für alle möglichen Anliegen: Ratgeber Recht, Ratgeber Frau und Familie, Ratgeber Gesundheit ... 
Jesaja spricht nun darüber, dass einer der Titel Jesu `Ratgeber` ist (2. Nephi 19:6; vergleiche Jesaja 9:5). Während im Buch Mormon die Namen „Wunderbar“ und „Ratgeber“ getrennt aufgeführt sind, stehen in der Einheitsübersetzung beide Namen als Übersetzungsvariante einander zugeordnet: „Wunderbarer Ratgeber“.
Elder Jeffrey R. Holland (Mitglied des Kollegiums der Zwölf Apostel) äußerte sich zu dem Namen folgendermaßen: „Als ‚Wunderbarer Ratgeber‘ ist er unser Mittler, unser Fürsprecher, der unsere Belange beim Jüngsten Gericht vertreten wird. ‚Der Herr stellt sich hin, um sich für sie einzusetzen, und steht da, um das Volk zu richten‘ (2. Nephi 13:13). In Lehre und Bündnisse45:3-5 wird wunderbar beschrieben, wie sich dieser unser `Wunderbarer Ratgeber´ bei Gott für uns verwendet.
Ist es nicht schön und herrlich, zu wissen, dass er unser aller Ratgeber, Mittler und Fürsprecher beim Vater ist? Ich erinnere mich an meinen mündlichen Prüfungsteil meiner Diplomprüfung. Da gab es einen Prüfer, der hat meinen Schwachpunkt gesucht, gefunden und ist darauf herumgeritten. Mein Dozent hat nach einer Weile eingegriffen und sich als mein Fürsprecher erwiesen, indem er gesagt hat, dass es jetzt genug sei. Wie froh bin ich über ihn gewesen. Wie froh bin ich erst über unseren Ratgeber, Mittler und Fürsprecher bei unserem himmlischen Vater, denn dort benötige ich ihn viel, viel mehr als bei meiner Diplomierung! Und wenn ich hier im Erdendasein mal nicht weiter weiß, obwohl ich alles aus meiner Perspektive überdacht habe, kann ich mich an ihn als zuverlässigen Ratgeber wenden.
In welchen Situationen in deinem Leben hast du schon mal seinen Rat in Anspruch genommen?

Die Heilige Schrift, unser Ratgeber für den Alltag

Freitag, 28. März 2014

Sein Name wird genannt werden: Wunderbar

Für jeden von uns ist „Wunderbar“ etwas anderes. Es ist abhängig davon, was er sich sehnlichst wünscht oder benötigt um selbständig sein Leben führen zu können. Für den einen wäre es wunderbar, alleine laufen zu können, für einen anderen richtig hören zu können ...
In der Bibel lesen wir einige Male von dem Namen „Wunderbar“ in Zusammenhang mit Göttlichem:
  • So hat z.B. Manoach den Engel, der seiner Frau mitteilte, dass sie trotz Unfruchtbarkeit einen Sohn bekommen würde, der ein gottgeweihter sein sollte, nach seinem Namen gefragt und dieser antwortete: „Warum fragst du mich nach meinem Namen? Er ist wunderbar.“ (Richter 13:18).
  • Im Gleichnis vom Bauern erklärt Jesaja, wie der Herr lehrt und sagt, dass sein Rat wunderbar ist und Erfolg schenkt: „Auch dies lehrt der Herr der Heere; sein Rat ist wunderbar, er schenkt großen Erfolg.“ (Jesaja 28:29).
  • Als Johannes der Offenbarer die letzten sieben Plagen sieht, berichtet er uns, dass die sieben Engel, als sie das Tier besiegt hatten, das Lied des Mose sangen (das Siegeslied der, vor den sie verfolgenden Ägyptern, geretteten Israeliten; Exodus 15), allerdings in neuer Form zu Ehren des Lammes: „... Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung. Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, du König der Völker ...“ (Offenbarung 15:3).

Diesen Namen ´Wunderbar´ sollte Jesus Christus bekommen berichtet uns Jesaja in 2. Nephi 19:6 bzw. Jesaja 9:5, hier allerdings in Verbindung mit `Ratgeber´ (siehe Blog von morgen). 

Sein Name wird genannt werden: Wunderbar. Da kann ich doch auch nur in das Lied einstimmen dessen Refraint lautet: „Oh es ist wunderbar, für mich ertrug er dies, gab selbst sein Leben hin. Oh es ist wunderbar, wunderbar für mich. (HLT-Gesangbuch Lied Nr. 118 „Erstaunt und bewundernd“). Ja, er ist „Wunderbar“ für einen jeden von uns. Uns allen nahm er durch seine Auferstehung den Stachel des Todes (1. Korinther15:55). Ein jeder von uns, die wir hier auf der Erde waren, wird ebenfalls auferstehen und weiterleben.
Wie erlebst du diesen Namen Jesu: `Wunderbar´?

Lied Nr. 118 „Erstaunt und bewundernd“

Donnerstag, 27. März 2014

Denn uns ist ein Kind geboren

Jesaja sagt zum wiederholten Mal die Geburt des Retters, des Messias, des Herrn der Welt, mit folgenden prophetischen Worten voraus: „Denn uns ist ein Kind geboren, uns ist ein Sohn gegeben; und die Herrschaft wird auf seiner Schulter sein; und sein Name wird genannt werden: Wunderbar, Ratgeber, der Mächtige Gott, der Immerwährende Vater, der Fürst des Friedens.“ (2. Nephi 19:6; vergleiche Jesaja 9:5).
Im Lukas 2:11 wird die Erfüllung dieser Vorhersage beschrieben: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.“ (im Kommentar der Einheitsübersetzung heißt es zu den Titeln: „Die drei Titel «Retter», «Messias» (Christus), «Herr» weisen auf die Heilsbedeutung Christi hin. «Retter» und «Herr» waren auch Hoheitstitel der römischen Kaiser.“). Im Kommentar der Einheitsübersetzung zu Jesaja 9:5 heißt es: „Große Namen werden dem Königskind, ähnlich wie dem Pharao, bei der Thronbesteigung verliehen; sie sagen aus, wie der Sohn als Herrscher regieren wird.“ Auf diese Namen werde ich in den nächsten Blogbeiträgen eingehen.
Die Herrschaft auf seinen Schultern bekundet Jesus mit einfachen aber umfassenden Worten selber so: „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde.“ (Matthäus28:18).
Wie schön diese Ankündigung des Jesaja doch ist und wie aussagekräftig. Ich bin dankbar, dass dem Messias alle Macht gegeben und er unser Fürsprecher beim Vater ist.

Ein Engel kündigt den Hirten
die Geburt Jesu an

Mittwoch, 26. März 2014

Das Volk, das in Finsternis wandelte, hat ein großes Licht gesehen

So schreibt Jesaja: „Das Volk, das in Finsternis wandelte, hat ein großes Licht gesehen; die da wohnen im Land des Todesschattens, auf sie hat das Licht geleuchtet. 3  Du hast die Nation vermehrt und groß gemacht die Freude; sie freuen sich vor dir, gleich der Freude bei der Ernte und wie Männer sich freuen, wenn sie die Beute teilen. 4  Denn du hast zerbrochen das Joch seiner Bürde und den Stock seiner Schulter, die Rute seines Bedrückers. 5  Denn jeder Kampf des Kriegers geht mit wirrem Lärm und blutgetränkten Kleidern einher; dieser aber wird mit Brand und Feuerfraß einhergehen.“ (2. Nephi 19:2-5).
Wie sind denn diese Aussagen wieder zu verstehen?
  • Beim Volk in Finsternis handelt es sich um die Stämme Israels, die im Norden des Gebietes lebten, das später Galiläa genannt wurde. Sie lebten im Todesschatten, da sie von den Assyrern teilweise umgebracht wurden, andere wurden verschleppt (Vers 2).
  • Welches große Licht haben sie denn gesehen? Natürlich den Heiland der Welt, der sich die meiste Zeit seines irdischen Wirkens in ihrem Gebiet aufhielt (Vers 2).
  • Dieses Gebiet wurde wieder von Israeliten bevölkert und groß gemacht und die Bevölkerung freute sich darüber, dass ihre Bürden, ihr Joch, ihre Last, z.B. von hohen Abgaben, von ihnen genommen wurde und die Schläge mit dem Stock des Unterdrückers Assyrien, aufhörten (Vers 3,4).
  • Christus befreite sein Volk des Nordstaates aus der Knechtschaft Assyriens und nahm ihnen die Last ab, aber nicht durch einen Krieg, sondern durch das Brennen des Heiligen Geistes im Herzen (Vers 5; siehe auch LuB19:31). Nicht nur ihnen hat er die Last erleichtert, sondern einem jeden seiner Kinder.

Ich kann nicht dankbar genug sein, dass auch uns dieses große Licht gezeigt wurde, und wir nicht in Finsternis wandeln brauchen. Christus hat sich auch für uns geopfert und unsere Schuldenlast in Getsemani auf sich genommen und hat auch uns vom Joch (unseren Bedrängnissen) und vom Stock befreit (den Satan über uns schwingt, um uns als seine Leibeigenen zu schlagen), wenn wir es nur zulassen, indem wir an ihn glauben, uns auf seinen Namen taufen lassen und ausharren bis an unser irdisches Ende. Die Kraft dazu bekommen wir von ihm (1. Korinther 1:8).

See Gennesaret in Galiläa, Ort der Bergpredigt
sowie der Berufung der ersten Jünger Jesu
(
Matthäus 5Lukas 5)

Dienstag, 25. März 2014

Die Düsternis wird nicht so sein, wie damals in ihrer Plage

Kannst du dir vorstellen, dass es eine Düsternis gibt und danach eine solche, die nicht so ist wie die Erste? Jesaja berichtet uns über so etwas: „Doch die Düsternis wird nicht so sein wie damals in ihrer Plage, als er zuerst das Land Sebulon und das Land Naftali nur leicht bedrängt hat und nachher schmerzlicher bedrängt hat am Weg des Roten Meeres, jenseits des Jordans, im Galiläa der Nationen.“ (2. Nephi19:1).
In der Einheitsübersetzung steht dieser Vers mit seinem letzten Satz noch im Kapitel acht als Überleitung zum Kapitel neun und lautet etwas anders, wobei der Sinn gleich ist: „denn wer jetzt in Not ist, bleibt nicht im Dunkel. Einst hat er das Land Sebulon und das Land Naftali verachtet, aber später bringt er die Straße am Meer wieder zu Ehren, das Land jenseits des Jordan, das Gebiet der Heiden. (Jesaja 8:23).
Beide Verse zusammengelesen, helfen mir beim Verständnis dieser Aussage:
Die Assyrer bedrängten Syrien und Israel (Nordstaat, teils auch Efraim genannt), zerstörten Syriens Hauptstadt Damaskus und eroberten den nördlichen Teil Israels, der später Galiläa genannt wurde (siehe unten: Physische Karte des Heiligen Landes). Dieses Land wurde zunächst bedrängt, durchlebte eine Düsternis (Not), sollte später aber wieder zu Achtung gelangen, was sich in Jesus erfüllte, der die meiste Zeit seines geistlichen Wirkens in Galiläa (von galil ha-gojim „Bezirk der Heiden“) aufhielt. In diesem Gebiet hielten sich viele Heiden, Nichtchristen, auf, nachdem die israelitische Bevölkerung von den Assyrern verschleppt bzw. getötet wurde.
In Matthäus 4:12-16 wird uns berichtet, wie Jesus nach Galiläa zurückkehrte. Im Kommentar zum Vers 12 heißt es erklärend: „Die Stämme Sebulon und Naftali waren um 722 v. Chr. von den Assyrern verschleppt worden. Daher war das Gebiet am See Gennesaret wie ganz Galiläa in der Folgezeit auch von vielen Heiden bewohnt. Im Auftreten Jesu in Galiläa sieht Matthäus einen Hinweis darauf, dass das Wirken Jesu auch den Heiden gilt.“
Ich lerne daraus, dass Finsternis, Leid, unterschiedlich sein kann, aber auch immer wieder Licht aufkommt. Psalm 23:4 gibt mir in solchen Situationen Zuversicht: „Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.“ 
Welche Finsternis hast du schon durchwandert und wie wurde dir geholfen wieder Licht zu haben?
Physische Karte
des Heiligen Landes (
Quelle)

Montag, 24. März 2014

Schwer bedrängt und hungrig umherziehen?

Ich habe den Zweiten Weltkrieg nicht bewusst erlebt, nur dessen Nachwirkungen. Aber dort sind die Menschen schwer bedrängt und hungrig umhergezogen. Sie sind vor dem Feind geflohen, mussten Hab und Gut verlassen und konnten oft nur das mitnehmen, was sie auf dem Leibe trugen.
Jesaja beschreibt schon im Voraus, was mit dem Volk geschehen wird, das von den Assyrern geschlagen werden wird. Er sagt: „Und sie werden darin umherziehen, schwer bedrängt und hungrig; und es wird sich begeben: Wenn sie hungrig sind, werden sie sich ärgern und ihrem König und ihrem Gott fluchen und nach oben blicken. 22  Und sie werden auf die Erde blicken und Beunruhigung und Finsternis sehen, Düsternis der Schmerzen, und werden in die Finsternis getrieben.“ (2. Nephi 18:21-22; vergleiche Jesaja 8:21-22).
Ich verstehe diese Aussage so, dass sie durch die Vertreibung aus ihrem Land hin und herziehen werden, mit Fronarbeit bedrängt und sowohl physischen als auch geistigen Hunger erleiden und einige werden sich vielleicht ärgern, dass sie nicht auf das Wort Gottes geachtet hatten, das ihnen Jesaja verkündet hatte. Einige werden sowohl ihren weltlichen Führer, als auch ihren Gott verfluchen und dabei nicht bedenken, dass sie selber schuld an ihrer Situation sind. Diese beunruhigt sie natürlich und in dem fremden Assyrien werden sie, was das Wort Gottes betrifft, noch tiefer in die geistige Finsternis getrieben, da diese falschen Göttern huldigen. Aus gefundenen Inschriften lassen sich die Namen von Hunderten von Göttern entnehmen. Schon Abraham wurde geboten aus diesem Zweistromland wegzuziehen, da Götzenpriester auch ihm nach dem Leben trachteten, weil er den einen lebendigen Gott predigte (Köstliche Perle Abraham 1:7).
Schwer bedrängt und hungrig umherziehen? Das blieb mir bisher erspart und ich danke dem Herrn dafür, dass wir in einer schwierigen Zeit doch nicht in Finsternis, schwer bedrängt und hungrig umherzuziehen brauchen, sondern das lebendige Wort Gottes unter uns haben, ebenfalls von einem lebenden Propheten Gottes verkündet, Thoma S. Monson, wie damals von Jesaja. Und ich tue gut daran, mich an die Worte des Propheten zu halten. Kannst du dich diesem Dank und diesem Wollen anschließen?

Die Welt des Alten Testaments
(
Quelle mit Beschreibung)

Sonntag, 23. März 2014

Weil kein Licht in ihnen ist

In meiner Jugend war ich häufig bei Verwandten zu Besuch, wo etwa 50 Meter entfernt vom Hauseingang in einem kleinen Stall untergebracht, Ziegen waren. Als es schon dunkel war, sollte ich in den Stall, um nach den Tieren zu schauen. Ich hatte das Hoflicht eingeschaltet und konnte so den Weg gut sehen. Als ich zurück wollte, hatte meine Schwester aus Jux und Tollerei das Licht ausgeschaltet und ich konnte nichts sehen. Zudem bin ich auch noch nachtblind. Ich hatte sehr große Angst, dass etwas Unerwartetes auf mich zukommt und habe geschrieen.
Der Herr sagt Jesaja, weshalb das Volk in Unwissenheit und somit in Dunkelheit wandelt: „Hin zum Gesetz und zum Zeugnis; und wenn sie nicht gemäß diesem Wort sprechen, so deshalb, weil kein Licht in ihnen ist.“ (2. Nephi 18:20; hier weicht die Aussage im Buch Mormon von der in der Einheitsübersetzung ab. Sinngemäß ist dort aber auch von ´keinem Licht in ihnen´ die Rede: „Wer nicht so denkt, für den gibt es kein Morgenrot.“ siehe Jesaja8:20.
Mir wird hier klar gemacht, dass diejenigen, die nicht in der Erkenntnis des Evangeliums leben, auch nicht von diesem sprechen können. Wie wunderbar, dass wir an der Spitze der Kirche Jesu Christi vom Herrn berufene Diener haben, die nach dem Evangelium leben und deshalb mit uns auch darüber sprechen können. Weil dadurch auch in uns Licht sein kann, können wir wiederum mit anderen Umherirrenden darüber sprechen und ihnen das Licht zeigen! Du möchtest sicherlich auch lieber im Licht anstatt in Dunkelheit wandeln und irgendwo anstoßen und dir wehtun!

Wer das Licht Christi in sich hat,
kann auch über sein Wort sprechen

Samstag, 22. März 2014

Wendet euch an die, die Totengeister haben und an Zauberer?

Es soll Leute geben, die schauen sich in ihrer Tageszeitung als Erstes ihr Horoskop an. Dann gibt es noch Leute, die gehen zu einer Séance (spiritistische Sitzung einer Gruppe), um ein Medium aus dem Jenseits nach Zukünftigem zu befragen.
Jesaja bekam vom Herrn in Bezug auf solche Vorgehensweisen eine eindeutige Anweisung sich stattdessen an Gott zu wenden: „Und wenn man zu euch sprechen wird: Wendet euch an die, die Totengeister haben, und an Zauberer, die da piepsen und murmeln—soll sich ein Volk nicht an seinen Gott wenden, dass die Lebenden von den Toten hören?“ (2. Nephi 18:19; vergleiche Jesaja 8:19).
Das Volk des Herrn kannte das Gesetz, das besagt: „Gegen einen, der sich an Totenbeschwörer und Wahrsager wendet und sich mit ihnen abgibt, richte ich mein Angesicht und merze ihn aus seinem Volk aus.“ (Levitikus 20:6) und dennoch haben sie sich in diesen Zeiten ihrer Bedrängnis, mit ihren Problemen an diejenigen gewandt, die Totengeister befragten und an Wahrsager (im Vers als Zauberer bezeichnet), anstatt sich an ihren Gott zu wenden.
Mit dem Piepsen und Murmeln der Zauberer sind die zirpenden, zwitschernden Geräusche und die Flüstergesänge eines Mediums gemeint, das vorgibt, Kontakt mit den Toten zu haben.

Ich lass mir auch nicht einreden, zukünftige Ereignisse aus dem Horoskop oder von irgendwelchen Beschwörern der Totengeister vorhersagen zu lassen. Mir ist es ein Bedürfnis, mich mit dem Herrn zu beraten. Wenn es um sehr wichtige Fragen meines Lebens geht, dann kann ich auch fastend und betend in das Haus des Herrn, den Tempel gehen, um von ihm persönliche Weisung zu empfangen.

Freitag, 21. März 2014

Zu Zeichen und zu Wundern geworden in Israel

Wenn du einem Neugeborenen einen Namen aussuchst, wie gehst du da vor? Mir ist es so ergangen, dass ich nach der Bedeutung der infrage kommenden Namen geforscht hatte und dann habe ich mich mit der Mutter des Kindes beraten und wir haben einen Namen gewählt, der unserer Wunschvorstellung dessen nahe kam, was das Kind einmal werden sollte.
Der Herr hat auch veranlasst, dass seine auserwählten Kinder hier auf Erden Namen mit besonderer Aussagekraft bekamen. Dort, wo die Namen nicht mehr gepasst haben, hat er sie selber geändert (beispielhaft die Umbenennung Jakobs in Israel: Genesis 32:29). So berichtet uns Jesaja auch etwas zur Bedeutung von Namen: „Siehe, ich und die Kinder, die der Herr mir gegeben hat, sind zu Zeichen und zu Wundern geworden in Israel, vom Herrn der Heerscharen, der auf dem Berge Zion wohnt.“ (2. Nephi 18:18; vergleiche Jesaja 8:18).
Jesaja nimmt Bezug auf seinen und die Namen seiner Kinder, die alle eine bestimmte Aussagekraft haben und als Warnung für das Volk dienen sollten:
  • Jesaja - Jehova errettet
    Jesaja kommt aus dem Hebräischen „jascha" = helfen, retten, befreien
  • „jahwe" = Gott
    Beides kombiniert kann es übersetzt werden mit " "Gott ist Heil, Rettung". Und ist Gott nicht unser Heil, unser Retter?
  • Schear-Jaschub - Ein Überrest wird wiederkehren
    Dieser symbolische Name, wurde dem älteren der Söhne Jesajas gegeben. Er bedeutet so viel wie: „Der Überrest wird zurückkehren". Dies ist eine Anspielung darauf, dass ein Überrest des Hauses Israels sich wieder zum Evangelium bekehren würde, aber auch, dass ein Rest nach Jerusalem zurückkehren würde, um das Wort des Herrn zu verwirklichen, dass er selber aus der Linie Davids stammen würde, was sich durch seine irdischen Eltern verwirklichte (Matthäus 1:1-17; Lukas 3:23-38).
  • Maher-Schalal-Hasch-Bas - Schnelle Beute - rascher Raub
    Der symbolträchtige Name, der auf Anweisung des Herrn dem zweiten Sohn Jesajas gegeben wurde, der auf die Unterwerfung des Nordreiches hinweist (Jesaja 8:1-4, siehe auch Blogbeitrag vom 13. März 2014).
  • Berg Zion
    Der biblische „Berg Zion“ bezeichnet den Ort, auf dem Salomo das Haus des Herrn, seinen Tempel errichtete (dieser Ort ist nicht mit dem heutigen Berg Zion in Jerusalem identisch). Das gesamte Gebiet wurde auch als Tempelberg bezeichnet (1. Makkabäer 16:20).
Ich lerne aus dieser Aussage Jesajas, dass der Herr durch die Namen die er diesen Dreien gab, Zeichen und Wunder andeuten wollte, verbunden mit Warnungen an das Volk bezüglich ihrer nahen Zukunft. Dies betrifft aber nicht nur diese drei Namen, sondern viele biblische Namen. Wenn ich deren Bedeutung verstehen will, muss ich hebräisch Kenntnisse haben, oder eben recherchieren (Letzteres mache ich).
Berg Zion in Jerusalem (Quelle)

Donnerstag, 20. März 2014

Ich will auf den Herrn warten

Mir fällt es häufig sehr schwer, auf etwas zu warten. Warten ist irgendwie nicht die ausgeprägteste Eigenschaft des Menschen. Denk bloß einmal an die Wahl der Qual bei mehreren Einkaufskassen. Welche soll ich nehmen, wo bin ich schneller durch. In vielen Dingen wird man beim Warten ungeduldig und evtl. sogar ärgerlich.
Jesaja teilt uns mit: „Und ich will auf den Herrn warten, der sein Angesicht vor dem Haus Jakob verbirgt, und ich will auf ihn hoffen.“ (2. Nephi 18:17; vergleiche Jesaja 8:17).
Aufgrund des Ungehorsams des Volkes Israel hat der Herr für einen Augenblick sein Angesicht vor ihm verborgen, es ihm dann in aller Güte aber wieder zugewandt (Jesaja 54;8). Jesaja teilt uns mit, dass er darauf wartet, dass der Herr sich wieder dem Volk zuwenden würde. Natürlich hat sein Volk in dieser Zeit Leid ertragen müssen, was Fehlverhalten meist mit sich bringt.
Durch diese Schriftstelle werden meine Gedanken auf das Leid von Joseph Smith im Gefängnis zu Liberty gelenkt. Sogar er wurde in dieser Zeit der starken Bedrängnis und des Gefühls des Verlassenseins ungeduldig und fragte den Herrn: „Wie lange noch wird deine Hand sich zurückhalten“ (Lehre und Bündnisse 121:1), worauf der Herr ihm antwortete: „Mein Sohn, Friede sei deiner Seele; dein Ungemach und deine Bedrängnisse werden nur einen kleinen Augenblick dauern, 8  und dann, wenn du gut darin ausharrst, wird Gott dich in der Höhe erhöhen; du wirst über alle deine Feinde triumphieren.“ (Lehre und Bündnisse 121:7-8).
Ich lerne von Jesaja und Joseph Smith, dass es sich lohnt, auf den Herrn zu warten, auch wenn es so scheint, dass er sich verborgen hat; Geduld zu üben, bis der Herr denkt, dass der richtige Zeitpunkt der Erlösung von Leid oder Kummer gekommen ist. Er weiß besser, was uns guttut! Wenn ich dann diese Geduld aufgebracht habe, wird der Segen unermesslich sein. Ich will auf den Herrn warten und ihm vertrauen, dass er sich zeigt, du auch? Dadurch schöpfen wir neue Kraft, wir werden laufen ohne zu ermüden und gehen ohne zu ermatten (Jesaja 40:31).
Warten in der Kassenschlange (Quelle)

Mittwoch, 19. März 2014

Das Zeugnis zubinden und das Gesetz versiegeln?

Wenn du einen Sack voll Kartoffeln hast, dann wirst du ihn sicherlich zubinden, damit du beim Transport nichts verlierst. Wenn irgendwo ein Verbrechen geschehen ist, versiegelt die Polizei den Tatort, damit der Nachweis geführt werden kann, dass nichts verändert wurde.
Jesaja bekommt vom Herrn folgenden kurzen Befehl: „Binde das Zeugnis zu, versiegle das Gesetz unter meinen Jüngern.“ (2. Nephi 18:16; vergleiche Jesaja 8:16).
  • Binde das Zeugnis zu
    Hier hilft mir die Einheitsübersetzung auf die Sprünge. Da heißt es: „Ich will diese Warnung sorgfältig bewahren ...“ Der Herr hatte vorher eine Warnung ausgesprochen, ein Zeugnis abgelegt, z.B. als er sagte, dass er selber zum Fallstrick und zum Fangnetz der Einwohner Jerusalems werden würde und viele von ihnen stolpern und fallen würden (2. Nephi 18:14-15; vergleiche Jesaja 8:14-15). Jesaja sollte nun dieses Zeugnis aufbewahren und zubinden, damit es nicht verloren gehen würde, sodass es später als Nachweis dienen kann, dass sie gewarnt wurden.
  • Versiegle das Gesetz unter meinen Jüngern
    Das Gesetz sind die Lehren und Weissagungen des Herrn. Sie sind in seinem Evangelium festgehalten und sollen auf seine Nachfolger gesiegelt werden. Zum einen wird ihnen dadurch die rechte Vollmacht erteilt im Namen Jesu zu handeln, zum anderen soll sein Wort unverändert bestehen bleiben.
Ich lerne daraus, dass Jesaja den Anweisungen des Herrn folgte, denn sonst hätten wir dieses Wort heute nicht. Somit ist er mir ein großes Beispiel für gehorsames Ausführen der Anweisungen des Herrn. Auch für mich gilt natürlich, dass ich nichts am Gesetz verändern darf. Gilt das für dich auch?

Dienstag, 18. März 2014

Sowohl Zufluchtsort als auch Stolperstein

In Versammlungshäusern gibt es ausgewiesene Sammelplätze für einen Notfall. Sie dienen als Zufluchtsort, wenn aus irgendeinem Grund das Gebäude geräumt werden muss. Im Gebäude müssen die Fluchtwege frei von Hindernissen sein. Hat da irgendwer etwas stehen lassen, kann das im Gefahrenfall ein Stolperstein sein. Die sichere Räumung ist nicht mehr gewährleistet.
Jesaja erklärt über Christus, dass er beides sein kann, sowohl ein heiliger Zufluchtsort als auch ein Stolperstein: „Und er wird zum heiligen Zufluchtsort werden; aber zum Stolperstein und zum Fels des Anstoßes den beiden Häusern Israel, zum Fallstrick und zum Fangnetz den Einwohnern Jerusalems.“ (2. Nephi 18:14; vergleiche Jesaja 8:14). Hier wird zum Ausdruck gebracht, dass Christus in der Lage ist zu erretten, aber auch schuldig zu sprechen.
  • Heiliger Zufluchtsort
    Christus ist für alle, die zu ihm kommen, für alle rechtschaffenen, ein heiliger Zufluchtsort. Unter dem Schutzdach des Evangeliums werden sie Ruhe und Frieden finden (Ezechiel 11:20).
  • Stolperstein
    Für alle Rebellischen und Ungehorsamen in Jerusalem und ganz Israel wird Christus ein Stein des Anstoßes sein. An seinen Lehren werden sie Anstoß nehmen und darüber stolpern. Für sie steht das Evangelium im Fluchtweg und sie werden schuldig gesprochen werden, weil sie ihn verwerfen (2. Petrus2:8).
Sowohl Zufluchtsort als auch Stolperstein. Für mich lerne ich daraus, dass ich ein Leben in mentalem Frieden führen kann, wenn ich Christus und sein Evangelium annehme und versuchen werde, sein Wort immer mehr in meinem Leben anzuwenden. Heilige Zufluchtsorte sind für mich heutzutage meine Familie, mein Heim, die Versammlungshäuser in denen sein Wort gelehrt wird, die Tempel des Herrn. Stolpersteine sind für mich meine Schwächen die aufgrund der Versuchungen Satans zu Fehlverhalten führen. Diese muss ich erkennen und Umkehr üben. Welches sind deine Stolpersteine?

Eines der Versammlungshäuser,
in denen das Wort Gottes gelehrt wird,
mein Zufluchtsort

Montag, 17. März 2014

Sagt nicht eine Verschwörung!

Hast du schon mal eine Verschwörung erlebt? Sie wird mit der Absicht einen anderen zu Täuschen geschmiedet. Sie kann aus niederen Motiven heraus und zum Schaden anderer erfolgen, aber auch um vermeintliche Missstände zu beseitigen. Verschwörungen gab es z.B. zuzeiten des Kalten Krieges durch den Geheimdienst der CIA, mittels derer Staatsstreiche gegen Regierungen anderer Länder gefördert wurden. Auch Judas Iskariot zettelte eine Verschwörung mit den Hohen Priestern zu Ungunsten von Jesus Christus an (siehe Bild unten; Matthäus26:14-16).
Jesaja sagt uns, dass der Herr ihm nachdrücklich Weisung gegeben habe, nicht auf den Wegen seines Volkes zu gehen (2. Nephi 18:11; vergleiche Jesaja 8:11, hier in der Einheitsübersetzung sagt Jesaja, dass der Herr ihn zurückhielt, die Wege des Volkes zu gehen) und gebot ihm: „Sagt nicht: Eine Verschwörung! zu allem, wozu dieses Volk sagt: Eine Verschwörung!; fürchtet auch nicht ihre Furcht, und ängstigt euch nicht. 13  Heiligt den Herrn der Heerscharen selbst; und er sei eure Furcht, und er sei euer Schrecken.“ (2. Nephi 18:12-13; vergleiche Jesaja 8:12-13).
Wie kann diese Aussage verstanden werden:
  • Nicht auf dem Weg dieses Volkes gehen
    Das Volk hatte Misstrauen und war gegenüber dem Wort Gottes ungehorsam. Diesen Weg sollte nicht auch Jesaja gehen.
  • Sagt nicht: Eine Verschwörung! zu allem, wozu dieses Volk sagt: Eine Verschwörung!
    Juda soll sich nicht auf Geheimbünde mit anderen verlassen um Sicherheit zu haben, sondern auf Gott. Es soll sich nicht wie sie fürchten und ängstigen. Israel (Nordstaat) wollte ja Juda (Südstaat) dazu zwingen, sich mit ihnen und den Syrern gegen Assyrien zu verbinden.
  • Er sei eure Furcht, und er sei euer Schrecken
    Juda sollte Gott verehren, denn er würde für die anderen ihr Schrecken sein, sie also vor ihnen schützen.
Für mich entnehme ich daraus, dass der Herr auch mich gerne mit fester Hand zurückhalten will, das zu tun, was die Welt tut, mich ihrer Verschwörung gegen Gott und für Satan anzuschließen. Im Gegenteil, ich will den Herrn verehren (fürchten) und seinem Wort folgen und darauf vertrauen, dass auch ich dann behütet werde durch seine starke Hand. Geht es dir ähnlich?

Judas Iskariot verrät Jesus mit einem Kuss
(
Matthäus26:48Bildquelle: Der Judaskuss,
Fresko von Giotto di Bondone
in der Cappella degli Scrovegni)

Sonntag, 16. März 2014

Denn Gott ist mit uns

Jesaja berichtet uns im 2. Nephi 18:8 weiter: „Und er wird in Juda eindringen; er wird überschwemmen und überfluten, er wird sogar bis an den Hals reichen; und seine ausgestreckten Schwingen werden die Breite deines Landes bedecken, o Immanuel.“ (vergleiche Jesaja 8:8) und im Vers 10: „Beratet euch miteinander, und es wird zunichte werden; redet das Wort, und es wird nicht bestehen; denn Gott ist mit uns.“ (vergleiche Jesaja 8:10).
  • Er wird sogar bis an den Hals reichen
    Dies beschreibt, dass Juda in seiner gesamten Breite und hinauf bis vor Jerusalem eingenommen werden wird. Um 701 v. Chr. hat Assyrien tatsächlich ganz Juda erobert, bis auf Jerusalam.
  • Redet das Wort und es wird nicht bestehen
    Die Menschen können reden was sie wollen. Menschenwort hat keinen Wert gegenüber dem Wort des Herrn, denn der Herr ist mit denen, die er vor hat zu beschützen. Assyrien hat Juda eingenommen, und es erschien alles verloren, aber einen Teil Judas hat er dennoch beschützt, denn der Herr sollte aus einem Trieb Judas hervorkommen, dem Hause Davids. Dieser wundersame Schutz Jerusalems (sinnbildhaft oberhalb des Halses, also der Kopf) wird uns im Jesaja 37:33-36 berichtet.
Meine Rückschlüsse für mich hieraus: Der Mensch kann denken und reden so viel er will, es geschieht doch was der Herr für richtig hält. Also will ich durch Schriftstudium und Gebet den Willen des Herrn mehr und mehr kennenlernen und auf sein Wort, das er uns durch seine lebenden Propheten kundtut, hören. So wie Jesaja vor etwa 2730  Jahren das Wort Gottes kund tat, ist dazu heute Thomas S. Monson vom Herrn als sein Sprachrohr auf Erden berufen und ich tue gut daran, aufmerksam seinen Worten zu lauschen und sie zu befolgen, denn „Gott ist mit uns“ (Immanuel)!

Jesus Christus segnet die Kinder

Samstag, 15. März 2014

Die Wasser von Schiloach zurückgewiesen?

Die folgenden Verse des Jesaja im 2. Nephi 18:6-7 (vergleiche Jesaja 8:6-7) verstehe ich auch erst wieder, wenn ich mich gebetsvoll in die Aussagen vertiefe und auch jegliche andere Hilfe in Anspruch nehme:
„6  Weil dieses Volk die Wasser von Schiloach zurückgewiesen hat, die ruhig fließen, und sich freut an Rezin und dem Sohn Remaljas,
 7  nun siehe, darum lässt der Herr über sie heraufkommen die Wasser des Flusses, die mächtigen und vielen, ja, den König von Assyrien und all seine Herrlichkeit; und er wird über alle seine Stromrinnen treten und alle seine Ufer überfluten.“
  • Jesaja stellt hier zwei unterschiedliche Gewässer symbolisierend einander gegenüber: Die Wasser von Schiloach und die Wasser des mächtigen Flusses.
  1. In der Einheitsübersetzung wird zum Wasser von Schiloach folgender Kommentar wiedergegeben:
    Schiloach ist der Kanal, der Wasser von der Gihonquelle [einzige Ganzjahresquelle Jerusalems] am Osthang des Zion [Jerusalemer Tempelberg] in den unteren Teich führte, ein Bild für das stille Walten Gottes (Hervorhebung und Erklärung in eckiger Klammer vom Verfasser).
  2. Mit den Wassern des mächtigen Flusses ist der Euphrat gemeint, der häufig unkontrollierte Überschwemmungen verursacht.

    Die ersten Gewässer sind einladend und unter Kontrolle und für die trinkenden Leben spendend, während die Zweiten gefährlich zerstörerisch sind und den Tod mit sich bringen.
    Jesaja will hiermit symbolisieren, dass Jesus das Leben spendende Wasser darstellt, während das Zweite den König von Assyrien repräsentiert.
  • Sich freut an Rezin und dem Sohn Remaljas
    Rezin ist ist das Haupt von Syrien und der Sohn Remaljas das Haupt von Samarien (Teil des Nordreiches Israel).
  • Darum lässt der Herr über sie heraufkommen die Wasser des Flusses
    Hiermit ist der Herrscher Assyriens gemeint, der mit seinem großen vernichtenden Heer das Land überschwemmen und deren Einwohner vernichten wird.
Ich lerne daraus wiederholt, dass wenn ich mich nicht an den Herrn halte, Vernichtung über mich kommen wird. Diese Vernichtung kann physischer Art sein, aber schlimmer noch, wenn sie geistiger Art ist, weil ich mich von Gott entferne und anderen Göttern diene (weltlicher Reichtum ...). Deshalb will ich gerne mehr über den Herrn und seinen Erlösungsplan lernen, um zu verstehen, was er mit mir vorhat. Wie geht es dir?

Siloahteich
Im Jahr 2004 wurde dieser aus der zweiten
Tempelperiode 
stammende Teich entdeckt 
(Quelle: 
Wikipedia)

Freitag, 14. März 2014

Noch ehe der Knabe zu schreien weiß

Was schon im 2. Nephi 17:16 über die Zukunft der Königreiche Syrien und Israel (Nordstaat) prophezeit wurde, wird im 2. Nephi 18:4 nun nochmals bestätigt: „Denn siehe, noch ehe der Knabe zu schreien weiß: Mein Vater! und: Meine Mutter!, wird man schon die Reichtümer von Damaskus und die Beute von Samaria hintragen vor den König von Assyrien.“ (vergleiche Jesaja 8:4).
Die Beschreibung des Kindes bezieht sich auf den Sohn von Jesaja mit seiner prophetischen Frau Maher-Schalal-Hasch-Bas (Bedeutung des Namens: Zerstörung steht unmittelbar bevor; siehe Blogbeitrag vom 13. März 2014) im Alter von etwa zwei Jahren (um732 v. Chr.), denn um diese Zeit wurden Syrien und der nördliche Teil Samariens (Teil des Nordreiches Israel) von den Assyrern zerstört. Israels völlige Zerstörung erfolgte allerdings erst etwa zehn Jahre später, also um 722 v. Chr.
Ich lerne daraus, dass wenn der Herr schon Dinge mehrfach wiederholt, sie für mich besondere Bedeutung haben und ich mein Verhalten unbedingt sofort reflektieren sollte. Vielfach sind es Warnungen vor Gefahren durch unsere lebenden Propheten und Apostel. Ich muss mein Fehlverhalten erkennen und aufrichtig Umkehr üben. Dann wird der Herr sicherlich auch die „Reißleine ziehen“ und das drohende Unheil abwenden. Ich denke z.B. daran, dass uns immer wieder gepredigt wird, nicht über unsere Verhältnisse zu leben, weniger auszugeben, als wir einnehmen und den Rest für schlechte Zeiten zu sparen. Hast du auch solche Beispiele in Erinnerung?
Bildquelle

Donnerstag, 13. März 2014

Maher-Schalal-Hasch-Bas

Jesaja wird laut 2. Nephi 18:1 vom Herrn angewiesen, einen Griffel zu nehmen und einen Namen auf eine Schriftrolle zu schreiben: „Und weiter sprach das Wort des Herrn zu mir: Nimm dir eine große Schriftrolle und schreibe darauf mit Menschengriffel: Für Maher-Schalal-Hasch-Bas.“ (2. Nephi 18:1; vergleiche Jesaja 8:1). Dass er dies auch korrekt tat, sollte durch zwei Zeugen bestätigt werden (2. Nephi18:2; vergleiche Jesaja 8:2). Diesen Namen sollte er seinem Sohn, den er mit seiner prophetischen Frau bekam, geben (2. Nephi 18:3; vergleiche Jesaja 8:3). Dieser Sohn sollte wohl die erste Erfüllung der doppelt zu verstehenden Prophezeiung in 2. Nephi 17:14 (vergleiche Jesaja 7:14) sein.
Maher-Schalal-Hasch-Bas. Diesen Namen sollte Jesaja seinem Sohn geben. Der Name verheißt Unheil, denn er bedeutet: Zerstörung steht unmittelbar bevor. Hierdurch sollte wahrscheinlich die unmittelbar bevorstehende Vernichtung Israels (Nordstaat) durch Assyrien symbolisiert werden.
Was lerne ich aus diesem Vers? Ich muss beim Kennenlernen der Geheimnisse Gottes bedenken, dass fast alles mit Symboliken behaftet ist und ich nur durch Studium weiterer Schriften durch Glauben und die Hilfe des Heiligen Geistes, deren Bedeutung herausfinden kann. Außerdem wird mir klar, dass alle wichtigen Ereignisse im Reich Gottes durch mindestens zwei Zeugen bestätigt werden müssen (2. Korinther 13:1; Lehre und Bündnisse 128:3).
Zwei Zeugen für das lebendige Wort Gottes

Mittwoch, 12. März 2014

Gutes Land verwildert

In den letzten Versen 21-25 des Kapitels 7 im 2. Buch Nephi wird dem Volk Juda vorhergesagt, dass sehr gutes Land, auf dem hervorragende Weinreben stehen, von Stachelgestrüpp überwuchert werden und es keine Trauben mehr geben würde (2. Nephi 17:25; vergleiche Jesaja 7:25). Nur noch Vieh kann auf den Flächen geweidet werden. Die wenigen übrig gebliebenen Selbstversorger können sich somit nur noch von Milchprodukten und wildem Honig ernähren (2. Nephi17:21-22; vergleiche Jesaja 7:21-22).
Gutes Land verwildert. Aufgrund des Ungehorsams gegenüber dem Herrn, wird das bisher so reich gesegnete Land verarmen und die Menschen kommen in Not.
Mich lehrt dies wieder, dass ich lernen muss, dem Herrn in allen Dingen zu gehorchen, da ich sonst in Armut dahinvegetieren werde, sei diese geistiger oder physischer Art. Mir kommt dabei das Beispiel mit der Dürreperiode in Süd-Utah in den Sinn verbunden mit der Aufforderung von Präsident Lorenzo Snow (5. Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage) den Zehnten voll zu zahlen, denn nur dann würde der Herr auch wieder regnen lassen und sie könnten ihre Ernte einbringen (die Begebenheit kannst du in diesem Abschnitt „Lorenzo Snows Offenbarung über den Zehnten" nachlesen).
Dürre (Quelle; Von Arndt Braun)

Dienstag, 11. März 2014

Das Haupt und das Haar der Beine scheren sowie den Bart?

Sicherlich ist es klar, dass ich mir regelmäßig die Haare auf meinem Kopf schneiden lasse und eine Frau rasiert sich auch die Beinhaare, aber das ist wohl nicht mit dem gemeint, was Jesaja hier aussagt: „Am selben Tag wird der Herr mit einem gedungenen Schermesser, mit denen von jenseits des Flusses, mit dem König von Assyrien, das Haupt und das Haar der Beine scheren; und es wird auch den Bart hinwegraffen.“ (2. Nephi 17:20; vergleiche Jesaja 7:20).
Wie ist diese Aussage zu verstehen?
Wie wir in der Einheitsübersetzung lesen, heißt es dort, dass die Schamhaare rasiert werden würden. Im Nephi haben wir eine Umschreibung dieses Begriffes mit dem Schneiden des Haares der Beine. Bei den damaligen Völkern dieser Region war es üblich, sich im Todesfall Kopf und Bart zu scheren. Wurde dies jedoch gewaltsam gemacht, dann war das eine Machtdemonstration und für das Opfer eine fürchterliche Demütigung.
Das Haupt und das Haar der Beine scheren sowie den Bart? Das war ein Zeichen der Unterwerfung, der Demütigung und Schande. Der König von Assur würde sich Juda untertänig machen. Diese vollständige Eroberung durch Assyrien ereignete sich dann zuzeiten König Hiskias um die 700 v. Chr. Und warum das alles? Weil Israel von den Wegen des Herrn gewichen ist.
Was lerne ich daraus? Will ich Sicherheit haben, muss ich mich bemühen die Gebote zu halten, unter dessen Schutz ich mich stellen möchte. Ich bin so ein sicherheitsliebender Typ, du auch?
Gewaltsame Haarrasur (Quelle: Foto: dpa-Zentralbild

Montag, 10. März 2014

Andere Völker werden sich in Juda breit machen

Aggressoren besetzen ein Land, um es für sich selber nutzen zu können. Nachdem nun auch Juda verschleppt worden ist, werden andere Völker den freien Platz nutzen.
So beschreibt Jesaja diesen Vorgang insofern, dass der Herr „... die Fliege, die selbst am äußersten Ende Ägyptens ist, und die Biene, die im Lande Assyrien ist, herbeipfeifen.“ wird. (2. Nephi 17:18; vergleiche Jesaja 7:18). Im nächsten Vers wird dann die Besetzung beschrieben: „Und sie werden kommen und werden sich allesamt niederlassen in den verlassenen Tälern und in den Felsenhöhlen und auf allen Dornen und auf allen Büschen.“ (2. Nephi 17:19; vergleiche Jesaja 7:19).
Der Vers 18 macht ein wenig Kopfzerbrechen mit den Fliegen und den Bienen, die der Herr herbeipfeifen wird. Eine Recherche im Internet verhilft mir zu folgender Erklärung:
  • Ägytische Fliegen vom äußersten Ende Ägyptens
    Ägypter hielten Fliegen evtl. für göttliche Wesen. Sie kamen in Amuletten vor, die Kriegern als Auszeichnung für ihre Ausdauer bei Angriffen verliehen wurden. Wer schon mal Fliegen erlebt hat, weiß, wie ausdauernd sie sind. Du verscheuchst sie mit einer schnellen Handbewegung von deinem Wurstbrot, sie kommen aber sofort wieder.
    Hier können also ägyptische Krieger gemeint sein. die nach Norden gegen Juda ziehen, es unterwerfen und besetzen.
  • Biene aus dem Land Assyrien
    Die Biene ist ein fleißiges Tier und sie liefert Wachs und das wurde in Assyrien ausgesprochen viel für Schreibarbeiten benutzt. Anstatt in schwieriger, zeitraubender Einmeißelung in Steintafeln, wurde bequem auf Wachstafeln geschrieben.
    Wachs ist demzufolge ein Symbol für Assyrien und evtl. für deren fleißige Krieger. Auch sie würden von Israel aus in Juda einfallen, und es in Besitz nehmen.
  • Herbeipfeifen
    Der Herr würde sie zu ihrem Feldzug gegen Juda zusammenrufen.

Ich lerne, dass ich mich sehr anstrengen muss, um die Inspiration des Heiligen Geistes ringen muss, damit ich die Ausdrucksweise Jesajas annähernd verstehen kann.
Juda bedroht von Ägypten und Assyrien (Quelle)

Sonntag, 9. März 2014

Schwere Zeiten auch für Juda angesagt

Wenn ich mich gegen jemanden stelle und seinem Rat nicht folge, wird dieser dann nicht seine schützende Hand von mir nehmen?
So wird es nun auch dem Südreich Juda angedroht, nachdem es schon Israel und Syrien getroffen haben wird und sie zerstreut würden (bekannt als die 10 verlorenen Stämme; 2. Könige 17:6). Jesaja kündigt dies so an: „Der Herr wird über dich und über dein Volk und über das Haus deines Vaters Tage kommen lassen, wie sie nicht gekommen sind seit dem Tage, da Efraim von Juda gewichen ist, den König von Assyrien.“ (2. Nephi 17:17; vergleiche Jesaja 7:17).
Juda wird hier gewarnt, dass es auch ihm so ergehen wird, wie dem Nordreich. Ihm wird mitgeteilt, dass schlechte Zeiten auf es zukommen wird, und zwar so schlechte, wie sie nicht waren, seitdem Israel (gemeint die 10 abgespaltenen Stämme Gesamtisraels) sich von dem Rest getrennt hatte. Die Bedrohung wird von Assyrien ausgehen.
Dies lehrt mich, den Herrn nicht zu verlassen, sonst bin ich verlassen! Ohne ihn werde ich schwerere Zeiten haben als mit ihm. Siehst du das anders?
Assyrien unterwirft Juda (Quelle)

Samstag, 8. März 2014

Ehe das Kind zu entscheiden weiß

Zu der gesamten Vorhersage in Jesaja 7:10-16 hat Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf Apostel etwas Interessantes erklärt: „Es gibt mehrere parallele Elemente in dieser Prophezeiung, wie bei so vielem, was Jesaja schrieb. Die unmittelbare Bedeutung bezog sich wahrscheinlich auf Jesajas Frau, die ein reiner und guter Mensch war. Sie brachte um diese Zeit einen Sohn zur Welt, der ein Sinnbild und Vorzeichen für die weitreichendere und spätere Bedeutung wurde, die sich mit der Geburt Jesu Christi erfüllen sollte. Der Symbolismus in dieser dualen Prophezeiung wird noch wichtiger, wenn einem klar wird, dass Jesajas Frau möglicherweise von königlicher Abstammung war und somit auch ihr Sohn aus der königlichen Linie Davids stammte. Das ist ein weiteres Sinnbild, ein Vorzeichen für den größeren Immanuel, nämlich Jesus Christus, den eigentlichen Sohn Davids, den König, der von einer buchstäblichen Jungfrau geboren werden würde. Der Titel Immanuel sollte sogar bis in die Letzten Tage gelangen, denn so wird der Heiland in Abschnitt 128, Vers 22, des Buches Lehre und Bündnisse bezeichnet.“ (Christ and the New Covenant, 1997, Seite 79.)
Aus dieser Aussage heraus wird mir der folgende Vers verständlich: „Denn ehe das Kind weiß, das Böse zurückzuweisen und das Gute zu erwählen, wird das Land, vor dem dir graut, verlassen sein von seinen beiden Königen.“ (2. Nephi 17:16; vergleiche Jesaja 7:16).
Ehe das Kind zu entscheiden weiß. Hier dürfte jetzt das Kind der Frau Jesajas angesprochen sein. Noch ehe es nach jüdischem Gesetz das Alter der Verantwortlichkeit erreicht haben würde, also 12 Jahre alt sein würde, würde das Volk des Nordreichs, also Israel und ebenso Syriens vertrieben worden sein. In der Tat wurden die beiden Könige, Pekach, Sohn des Remalja (Israels König) und Rezin (Syriens König) von den Assyrern getötet (2. Könige 15:30; 2.Könige 16:9).

Jesajas Frau mit ihrem neugeborenen Sohn

Freitag, 7. März 2014

Was haben Butter und Honig essen mit verantwortungsvollen Entscheidung zu tun?

Ein Schüler fragte: „Meister, wie bist Du so weise geworden?“ „Durch das Treffen weiser Entscheidungen“, antwortete der Weise. „Aber wie hast du gelernt zu erkennen, was gute Entscheidungen sind?“ fragte der beharrliche Schüler. „Durch Erfahrung“, antwortete er. „Und wie hast Du die Erfahrung erlangt?“ „Durch das Treffen schlechter Entscheidungen“, erwiderte der alte Mann. (Quelle)
In der Weiterführung seiner Offenbarung über die Geburt Jesu, sagt Jesaja über ihn: „Butter und Honig wird er essen, damit er wisse, das Böse zurückzuweisen und das Gute zu erwählen.“ (2. Nephi 17:15; vergleiche Jesaja 7:15).
Wie ich diese Aussage verstehe:
Butter und Honig verstehe ich in dem Zusammenhang als die Gegensätze Böse und Gut. Butter war damals ein Zeichen ihrer schlechten wirtschaftlichen Lage. Offensichtlich muss man erst Erfahrungen sammeln, um richtige Entscheidungen treffen zu können. Entscheidungen kann ich eigenverantwortlich natürlich erst treffen, wenn ich Gegensätze kennengelernt und über eine gewisse Zeit Erfahrungen gesammelt habe. So steht dann auch in einer anderen Bibelübersetzung (Neue evangelistische Übersetzung): „Er wird Dickmilch und Honig essen, bis er versteht, das Böse zu verwerfen und das Gute zu erwählen.“ (Jesaja 7:15).
Was haben Butter und Honig essen mit verantwortungsvollen Entscheidung zu tun? Gegensätze benötige ich, um Entscheidungen treffen zu können und gute Entscheidungen kann ich erst nach dem Sammeln von Erfahrungen treffen. Dazu gehört auch, dass ich falsche Entscheidungen treffe und daraus lernen.

Der Dualismus: Gut und Böse (Quelle)

Donnerstag, 6. März 2014

Der Herr wird ein Zeichen geben

Nachdem Ahas den Herrn damit ermüdet hatte, dass er dessen Aufforderung von ihm ein Zeichen zu verlangen ablehnte (siehe Blog vom 5. März2014), gab der Herr nun von sich aus ein Zeichen, indem er ankündigte: „... Siehe, eine Jungfrau wird schwanger werden und wird einen Sohn gebären und wird seinen Namen Immanuel nennen.“ (2. Nephi 17:14; vergleiche Jesaja 7:14).
  • Jungfrau
    Einige Bibelkommentatoren vertreten die Meinung, dass mit dem hebräischen Wort almah, das in diesem Vers mit Jungfrau wiedergegeben ist, sich auf eine „junge Frau“ und nicht auf eine Frau, die noch keinen Geschlechtsverkehr hatte, bezieht. In der ´Neue Evangelische Übersetzung´ wird Jesaja 7:14 allerdings sehr eindeutig in Bezug auf almah, folgendermaßen übersetzt: „... Seht, die unberührte junge Frau wird schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, ...“. Dieser Übersetzer hat also verstanden, dass die Mutter von Jesus eine reine Jungfrau sein würde. Auch Nephi bezeugt schon um 600 v. Chr., dass es sich nicht nur um eine `junge Frau` handeln soll, sondern um eine reine Frau (1. Nephi 11:13), das schließe ich jedenfalls aus der Beschreibung die dort benutzt wird: „...eine Jungfrau, und sie war überaus anmutig und weiß.“
  • Immanuel
    Matthäus gibt uns eine Erklärung für den Namen „... man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.“ (Matthäus 1:23). Der Name beschreibt eine seiner Missionen, nämlich bei den Seinen zu sein, die er hier auf Erden erfüllt.

Der Herr wird ein Zeichen geben. Das Zeichen, welches der Herr gab tut kund, dass der Messias aus dem Überrest des Hauses Juda hervorkommen sollte. Aus diesem Grund musste ein Teil dieses Hauses auch erhalten bleiben, wie es der Herrn dem Ahas auch kundtat (siehe Blog vom 2.März 2014). Die Erfüllung dieses Zeichens wird in Matthäus 1:18-25 bekundet, womit eintraf, was schon im Großen Rat im Himmel beschlossen wurde (Köstliche Perle Abraham3:27).

Jesaja schreibt über seine Vision von der Geburt Chritsi

Mittwoch, 5. März 2014

Gott ermüden?

Kannst du dich erinnern, dass du etwas von deinem Kleinkind gefragt wurdest und du geantwortet hast und prompt kam ein „Warum?“ oder Ähnliches, und das ging recht lange weiter so hin und her. Hat dich das vielleicht mit der Zeit ermüdet?
Jesaja kam es auch so vor, dass sein Volk den Herrn in ähnlicher Weise ermüdete, denn er sagte zu ihm: „... Ist es euch zu wenig, Menschen zu ermüden, dass ihr auch meinen Gott ermüden wollt?“ (2. Nephi 17:13; vergleiche Jesaja 7:13). Hier ging es aber darum, dass sie die Aufforderung des Herrn ein Zeichen zu verlangen, mit vorgeschobenen Gründen ablehnten (siehe Blog vom 4. März).
Gott ermüden? Ich will mich bemühen, Gott nicht auch noch zu ermüden, wenn ich es schon mit meinen Menschen tue. Ich werde z. B. aufgefordert, nicht gebetsmühlenartig im Gespräch mit dem Herrn immer dasselbe zu wiederholen. Ich will mir mehr Gedanken machen, worüber ich mit ihm in meinen Gebeten spreche und diese Gespräche immer intensiver zu gestalten und auf eine höhere Gesprächsebene zu heben, auf seine Antworten zu achten, und morgen nicht schon wieder um dasselbe zu bitten (Matthäus 6:7). Aber ein aufrichtiges Danke, damit werde ich ihn wohl nicht ermüden. Oder siehst du das anders?

Bild: Gebetsmühlen (Quelle)

Dienstag, 4. März 2014

Fordere dir ein Zeichen vom Herrn

Vielfach habe ich schon in Glaubensfragen die Antwort gehört: Das glaube ich erst, wenn ich es gesehen habe. Ist es dir auch so ergangen?
Dieser Frage beugt der Herr hier im Falle des Ahas, dem König des Südreiches Juda, vor, indem er schon von sich aus anbietet: „Fordere dir ein Zeichen vom Herrn, deinem Gott; ...“ (2. Nephi 17:11; vergleiche Jesaja 7:11). Und was macht Ahas? Anstatt das Angebot anzunehmen, lehnt er es mit einer fadenscheinigen Begründung ab: „Ich will nicht fordern, und ich will den Herrn auch nicht versuchen.“ (2. Nephi 17:12; vergleiche Jesaja 7:12).
Fordere dir ein Zeichen vom Herrn. Im Normalfall ist es so, dass ich Glauben üben soll, ohne ein Zeichen zu erhalten bzw. sogar zu fordern. Wenn ich eines erhalte, dann müsste ich ja nicht mehr glauben, dann würde ich schon wissen und das hilft mir bei meinem Wachstum nicht weiter (Lehre und Bündnisse63:7-11). Im vorliegenden Fall allerdings gebietet der Herr von sich aus eines zu fordern. Wenn das so ist, dann wird der Herr damit schon etwas Bestimmtes bezwecken und ich sollte auf sein Gebot eingehen.

Bildquelle

Montag, 3. März 2014

Wenn ihr nicht glaubt

Der Refraint eines Kirchenliedes lautet: Glaube sei du meines Herzens Zier - näher, mein Heiland, zu dir. (HLT-Gesangbuch - Lied Nr.62). Glaube ist für mich die Grundlage unseres Daseins hier auf Erden. Ohne Glauben würden wir nichts unternehmen. Wenn ich hier von Glauben rede, dann spreche ich im Wesentlichen vom Glauben an den Plan des Glücklichseins.
Der Herr lässt Jesaja dem Volk Juda sagen: „Wenn ihr nicht glaubt, so werdet ihr gewiss nicht bestehen bleiben.“ (2. Nepi 17:9; vergleiche Jesaja 7:9). Es ging, wie gestern schon gesehen darum, dass der Herr ihnen sagte, dass sie vor dem verbündeten Angriff des Nordstaates Israel und Syriens behütet bleiben würden. Sie bräuchten sich davor nicht zu fürchten. Wenn sie nun an seine Worte nicht glauben würden, würden sie eben doch als Staat nicht bestehen bleiben.
Wenn ihr nicht glaubt. Der Ausgang dieser Angelegenheit lehrt mich wieder ganz eindeutig, wie wichtig es für das Bestehen bleiben ist, an die Worte des Herrn, die er durch seine Propheten seinem Volk kundtut, zu glauben (siehe auch Johannes 8:24). Glücklicherweise hatte ich ein Elternhaus mit einer glaubensstarken Mutter. Von ihr habe ich Glaubenstreue gelernt und bin deshalb bis jetzt so reich gesegnet worden. Dem Vater im Himmel gebe ich Lob, Preis und Ehre, und sage ihm aus tiefstem Herzen Dank, dass er mich bei dieser glaubenstreuen Mutter hat aufwachsen lassen!

Sonntag, 2. März 2014

Fürchte dich nicht, und dein Herz verzage nicht

Brauchst keine Angst haben, ich bin doch bei dir! Ist das nicht eine beruhigende Aussage, wenn du in einer Situation bist, in der du dich fürchtest?
Wie wir von Jesaja wissen, waren Ahas (König des Nordreiches Juda) und sein Volk in einer Situation in der es schon Angst haben und sich fürchten konnte. Wie schön dass der Herr Jesaja und dessen Sohn Schear-Jaschub zu ihm „... ans Ende der Rinne des oberen Teichs an der Straße zum Walkerfeld“ schickt, um Ahas zu beruhigen, indem Jesaja ihm sagen sollte: „... fürchte dich nicht, und dein Herz verzage nicht vor den Stümpfen dieser zwei qualmenden Feuerbrände, vor dem grimmigen Zorn Rezins samt Syrien und dem des Sohnes Remaljas.“ (2. Nephi 17:3,4; vergleiche Jesaja 7:3,4).
Wie verstehe ich die gemachten Aussagen:
  • Schear-Jaschub
    Der Name des Sohnes Jesajas kommt aus dem Hebräischen und bedeutet so viel wie: Ein Rest wird zurückkehren. Hiermit wird wohl angedeutet, dass ein Überrest des Hauses Juda wieder zum Evangelium finden wird.
  • Rinne des oberen Teiches an der Straße zum Walkerfeld
    Mit der Rinne wird ein Aquädukt gemeint sein, der Wasser in den Teich leitet und das Walkerfeld war der Waschplatz. Hier wollte vielleicht Ahas schauen, ob bei einer Belagerung durch die Syrer und Israel (Nordreich) genügend Wasservorrat da wäre.
  • Verzage nicht vor den Stümpfen dieser zwei qualmenden Feuerbrände
    Damit deutet der Herr an, dass die zwei Feinde (Syrien und Israel) keine große Gefahr für Juda darstellen würden. Im Vers 8 wird sogar noch deutlich der Zeitrahmen angegeben, innerhalb dessen die Gefahr die sich vom Nordreich anbahnt, ganz vorüber sein würde: „... in fünfundsechzig Jahren wird Efraim [mit Ephraim als Hauptstamm ist hier das ganze  Nordreiches Israel gemeint] zerbrochen sein, dass es kein Volk mehr ist.“ (vergleiche Jesaja 7:8). Diese Prophezeiung hat sich um 722 v. Chr. erfüllt, als das Nordreich von den Assyrern erobert wurde. Laut Vers 6 haben Syrien und Israel vor Juda zu zerschlagen (eine Bresche schlagen) und den Sohn Tabeals, einen syrischen Marionettenkönig, einzusetzen (vergleiche Jesaja 7:6).

Wie schön, zu wissen, dass es da einen Gott gibt, der einem in der Stunde der Furcht Mut zuspricht. Wichtig ist für mich das Wissen, das ich mich auch auf des Herren Wort verlassen, ich meine Angst beiseitelegen kann, dass ich nicht zu verzagen brauche.

Bild: Römischer Wasserleitung (Quelle)

Samstag, 1. März 2014

Syrien hat sich verbündet mit Efraim

Wenn jemand einen stärkeren bezwingen will, dann muss er sich einen Verbündeten suchen, eine Allianz bilden. Und wenn du dann gesagt bekommst, dass dein Gegner Verstärkung bekommen hat, dann kann es sein, dass dir Angst und Bange wird.
So erging es auch den Verantwortlichen des Südreiches: „Und es wurde dem Haus David gemeldet, nämlich: Syrien hat sich verbündet mit Efraim. Und da bebte sein Herz und das Herz seines Volkes, wie die Bäume des Waldes beben vom Wind.“ (2. Nephi17:2; vergleiche Jesaja 7:2).
  • Haus David
    Ahas, der König des Südreiches, war ein Nachkomme der Linie Davids, gehörte also zum Hause Davids. Ihm wurde mitgeteilt, dass sich Syrien (Aram in der EÜ an dieser Stelle: syrisches Königreich um die Hauptstadt Damaskus; Aramäer: Sammelbezeichnung für verschiedene Nomadenstämme) und Ephraim (Hauptstamm des Nordreiches) gegen ihn verbündet haben. Zusammen wollten sie das Südreich (Juda) dazu bringen, mit ihnen zusammen sich mit vereinten Kräften gegen den Aggressor Assyrien zur Wehr zu setzen.
  • Da bebte sein Herz
    Der deutsche Philologe Friedrich Martin von Bodenstedt (1819 - 1892), beschreibt ein Herzbeben in seinem Gedicht »Die Lieder des Mirza Schaffy« folgendermaßen:
Oh, wie mir schweren Dranges
Das Herz im Leibe bebt,
Wenn sie so leichten Ganges
An mir vorüberschwebt!

Du hast so etwas in Zusammenhang mit einer ganz lieben Person sicherlich auch schon erlebt. Natürlich gibt es das auch in einem negativen Zusammenhang: Angst. Du kennst die Redensart: Vor Angst wie Espenlaub zittern (Espenlaub ist an langen Stielchen befestigt und zittert beim geringsten Luftzug, deshalb auch bekannt als Zitterpappel). So erging es verständlicherweise dem Volk Juda, als es von dieser Bedrohung hörte: „...da bebte sein Herz und das Herz seines Volkes, wie die Bäume des Waldes beben vom Wind.“
Ich werde hier ermuntert auch Allianzen zu schließen, allerdings nur um Gutes zu bewirken. Zusammen sind wir stark und können uns mächtiger für das Beschleunigen des Werkes des Herrn einsetzen. Da braucht niemandem Angst und Bange zu werden und muss keiner zittern wie die Bäume des Waldes im Wind.

Blätter der Zitterpappel (Quelle)