Sonntag, 31. August 2014

Alle, die auf Übeltun lauern, werden abgeschnitten sein

Alle paar Jahre wieder kommt es vor, dass ein Nachbar zum anderen kommt und sich darüber beklagt, dass die dicht an der Grundstücksgrenze stehenden Büsche und Bäume in das Nachbargrundstück hineinragen und den Lichteinfall zu stark beeinträchtigen. Im einfachsten Fall geht der Nachbar dann zur dafür richtigen Zeit her und schneidet den Überstand ab und lichtet all den hinderlichen Überschuss aus.
Im übertragenen Sinn geht es darum auch im folgenden Vers des Jesaja: „Denn sicherlich, so wahr der Herr lebt, werden sie sehen, dass der Schreckliche zunichte gemacht ist und der Spötter verzehrt ist und alle, die auf Übeltun lauern, abgeschnitten sind;“ (2. Nephi 27:31; vergleiche Jesaja 29:20).
Alle, die auf Übeltun lauern, werden abgeschnitten sein. Ja, der Herr wird zur von ihm bestimmten Zeit daran gehen, all das Üble auf dieser Welt abzuschneiden und an einen sicheren Ort verbannen, sodass es nur noch Licht, im Sinne von Gotteserkenntnis, geben wird. Ich muss mich bemühen, dass ich nicht zu dem Wildwuchs gehöre, der abgeschnitten werden muss. Das erreiche ich dadurch, dass ich den Gärtner (Jesus Christus) besser kennenlerne und seine vorbeugenden Maßnahmen erkenne und mich nicht dagegen sträube. Ich muss mich in meiner Wachstumsphase freudig von ihm formen lassen. Er kennt mein Potenzial, ich darf die Entwicklung nicht durch Starrsinn verhindern. Welche Erfahrungen hast du schon mit Wildwuchs gemacht? Wenn du willst, lies auch die Geschichte „Der Johannisbeerstrauch“ von Elder Hugh B. Brown (hier).
Baumschnitt (Quelle)


Samstag, 30. August 2014

Die Sanftmütigen werden zunehmen

Kennst du sanftmütige Menschen? Sanftmut ist eine Charaktereigenschaft, die im Gegensatz zu Jähzorn und Gewaltbereitschaft steht. Einige Herrscher besaßen sie. Friedrich II. von Sachsen (1412–1464) trug sogar den Beinamen „der Sanftmütige“. Mit Sanftmut wird eine milde, nachsichtige menschliche Wesensart beschrieben. Sanftmütige Menschen sind bestrebt, im Umgang mit anderen behutsam zu sein, ihnen in keiner Weise Schaden zuzufügen. Sanftmut ist eine Frucht des Geistes (Galater 5:22-23).
Über Sanftmütige in unseren Tagen prophezeit Jesaja: „Und auch die Sanftmütigen werden zunehmen, und ihre Freude wird im Herrn sein; und die Armen unter den Menschen werden sich am Heiligen Israels erfreuen.“ (2. Nephi 27:30; vergleiche Jesaja29:19).
  • Ihre Freude wird im Herrn sein
    Wie kann man durch Sanftmut Freude im Herrn bekommen? Mormon, ein nephitischer Prophet, Heer- und Berichtführer im Buch Mormon, gibt uns in einem Brief an seinen Sohn Moroni die Antwort: „und die Sündenvergebung bringt Sanftmut und Herzensdemut; und auf Sanftmut und Herzensdemut hin kommt der Besuch des Heiligen Geistes, und dieser Tröster erfüllt mit Hoffnung und vollkommener Liebe, und diese Liebe harrt durch Eifer im Gebet aus, bis das Ende kommt, da alle Heiligen bei Gott wohnen werden.“ (Moroni 8:26). Werden wir durch den Besuch des Heiligen Geistes etwa keine Freude im Herrn haben? und das, wenn wir durchhalten, noch mit der Aussicht auf einen ewigen Aufenthalt in der Gegenwart Gottes!
  • Die Armen ... werden sich am Heiligen Israels erfreuen
    In der Schrift wird der Begriff `Arme´ meist in zweifacher Weise benutzt. Zum einen werden damit Menschen ohne die nötigen materiellen Güter, zum anderen solche, die demütig und ohne Stolz sind, gemeint. Wenn in diesem Vers von Sanftmut die Rede ist, kann ich davon ausgehen, dass hier Letztere gemeint sind. Sie haben allen Grund sich am Heiligen Israels zu erfreuen: „Ja, gesegnet sind die im Geist Armen [demütig und ohne Stolz], die zu mir kommen, denn ihnen gehört das Himmelreich.“ (3. Nephi 12:3).

Die Sanftmütigen werden zunehmen. Ich arbeite immer noch daran sanftmütiger zu werden, so wie es einem Christen zusteht, indem ich mich mehr und mehr bereit mache, die Lehren des Evangeliums in meinem täglichen Leben anzuwenden. Ich will sein Joch (damit ist sein Gesetz gemeint) auf mich nehmen und von ihm lernen (Matthäus 11:29 - Schlachter 2000). Ich bin auf einem guten Weg, denn ich empfinde schon mehr Ruhe für meine Seele als früher. Welche Erfahrungen hast du schon mit Sanftmut gemacht?
Allegorische neoklassische Statue
in der San Carlo al Corso-Kirche in Mailand.
Das Lamm an ihrer Seite
ist das traditionelle Symbol der Sanftmut.
(
Quelle)

Freitag, 29. August 2014

Verhärtete Herzen öffnen sich

Ist es dir auch schon mal passiert, dass auf deinen innovativen Änderungsvorschlag hin, dein Gegenüber geantwortet hat: Das haben wir schon immer so gemacht und das werden wir auch weiterhin so machen! Du meinst, dass er kein offenes Ohr für Neuerungen hatte und blind war für Verbesserungen, sich also gegen positive Veränderungen verschloss?
Jesaja prophezeit im Namen des Herrn, dass die Menschen, die ihr Herz gegen sein Wort verhärtet hatten, es zu gegebener Zeit doch erweichen würden: „Und an jenem Tag werden die Tauben die Worte des Buches hören, und die Augen der Blinden werden aus dem Dunkel und aus der Finsternis sehen.“ (2. Nephi 27:29; vergleiche Jesaja29:18).
Dem Propheten Ezechiel sagt der Herr im Zusammenhang mit der Verbannung Israels nach Babylon Ähnliches: „Menschensohn, du wohnst mitten unter einem widerspenstigen Volk, das Augen hat, um zu sehen, und doch nicht sieht, das Ohren hat, um zu hören, und doch nicht hört; denn sie sind ein widerspenstiges Volk.“ (Ezechiel 12:2). Durch entsprechende Erfahrungen, die ihnen der Herr zuteilwerden lässt, werden sie den Herrn jedoch erkennen (Ezechiel 2:13-16).
Verhärtete Herzen öffnen sich. Aufgrund leidvoller Erfahrung werden Menschen ihre verhärteten Herzen gegen das Wort Gottes doch erweichen. Sie werden die Worte des Buches auf den goldenen Platen hören und aus ihrer Finsternis heraustreten und im geistigen Sinne sehend werden. Seitdem ich die Worte des Buches Mormon in mich aufnehme, verstehe ich die Bibel besser und lerne Jesus Christus und seinen Umgang mit uns Menschen immer mehr kennen. Welche Erfahrungen hast du schon mit geistiger Öffnung gegenüber dem Wort Gottes gemacht?
Ablehnung (Quelle)

Donnerstag, 28. August 2014

Der Libanon wird sich in ein fruchtbares Feld verwandeln

Der Libanon war das Land der ´Zedern´ (1. Könige 5:20), aber auch das Land, das den Israeliten vom Herrn als Besitz zugeteilt wurde (Deuteronomium11:24). Mose hätte dieses Land gerne betreten wollen, doch der Herr gestattete es ihm nicht (Deuteronomium 3:25-27). Der Libanon grenzt im Süden an Israel, im Westen ans Mittelmeer und im Norden und Osten an Syrien.
Jesaja prophezeit bezüglich des Libanon: „Aber siehe, spricht der Herr der Heerscharen: Ich werde den Menschenkindern zeigen, dass es nur noch eine sehr kurze Zeit ist, und der Libanon wird sich in ein fruchtbares Feld verwandeln; und das fruchtbare Feld wird dem Wald gleich geachtet werden.“ (2. Nephi27:28). In der entsprechenden Stelle der Bibel heißt es kurz und bündig: „Nur noch kurze Zeit, dann verwandelt sich der Libanon in einen Garten und der Garten wird zu einem Wald.“ (Jesaja29:17).

Der Libanon wird sich in ein fruchtbares Feld verwandeln.
  • Darunter kann verstanden werden, dass dieses Gebiet zu gegebener Zeit ein Land sein wird, in dem das Wort Gottes auf fruchtbaren Boden fallen wird. Nachdem das Evangelium Jesu Christi, nebst seiner Kirche, in Klarheit wiederhergestellt wurde, gab es auch wieder den Auftrag Selbiges in allen Nationen zu predigen (Lehre und Bündnisse 42:56,58), zuerst den Andern (Nichtisraeliten), dann den Juden (Lehre und Bündnisse 107:35). So wurde die Kirche auch im Mittleren Osten aufgerichtet. Zitat: „Vor 1950 beschränkte sich die Tätigkeit der Kirche auf die Türkei, den Libanon, Palästina und Syrien, aber seitdem hat sie sich auch auf den Iran, Ägypten, Jordanien, Israel, das Westjordanland, den Libanon und die arabischen Länder am Golf ausgedehnt.“ (Quelle).
  • Es kann aber auch wortwörtlich bedeuten, dass dieses Gebiet, das lange drohte zu einer Wüste zu werden, wieder fruchtbar werden würde, was man heute sehen kann. Interessant ist auch, dass Jesaja vor der Fruchtbarwerdung des Libanon das Hervorkommen des Buches Mormon stellt (2. Nephi 27:22,26), so wie es sich auch tatsächlich ereignet hat.

Es ist einfach wunderbar, das Wort des Herrn verbreitet sich in Windeseile über die ganze Erde, auch auf dem Libanon wird sich seine Kirche etablieren und aus einem Garten wird ein starker Wald (viele werden das Evangelium annehmen) werden.
Landkarte des Libanon (Quelle)


Mittwoch, 27. August 2014

Dass ich alle ihre Werke kenne

Als Junge bin ich einmal in das Zimmer unserer Untermieterin eingedrungen und habe es durchsucht und dabei einen Fotoapparat kaputt gemacht. Natürlich hatte ich große Angst und wollte die Tat verbergen. Ich legte alles wieder an seinen Platz und erzählte niemandem etwas. Doch wie es kommen musste, so kam es. Die Tat wurde entdeckt und der Täter entlarvt, was mir äußerst peinlich war und mir eine Strafe einbrachte.
Jesaja prophezeit, dass der Herr all die Taten der Finsternis und ihre Täter kennt: „Und weh denen, die ihren Plan tief verbergen wollen vor dem Herrn! Und ihre Werke sind im Finstern, und sie sprechen: Wer sieht uns, und wer kennt uns? Und sie sprechen auch: Gewiss, dass du das Oberste zuunterst kehrst, soll des Töpfers Ton gleich geachtet werden. Aber siehe, ich werde ihnen zeigen, spricht der Herr der Heerscharen, dass ich alle ihre Werke kenne. Soll denn das Werk von dem, der es gemacht hat, sprechen: Er hat mich nicht gemacht? Oder soll das Gebilde von seinem Bildner sprechen: Er hat es nicht verstanden?“ (2. Nephi 27:27; vergleiche Jesaja 29:15-16).
Weh denen, die ihren Plan tief verbergen wollen
Wie man mir sehr schnell auf die Schliche kam, so kennt der Herr erst recht die Übeltäter und ihre Handlungen. Sie können vor ihm nicht verborgen werden, auch wenn man meint, sie heimlich zu tun.
Das Oberste zuunterst kehrst
Das verstehe ich aus Jesaja heraus in dem Sinn, dass der Täter gerne die Tatsachen verdreht: „Weh euch, die ihr alles verdreht. ...“ (Jesaja 29:16). Nephi zitiert diese Stelle etwas anders und man könnte sie so verstehen, dass der Täter meint, dass der Herr alles gründlich untersucht.
Des Töpfers Ton gleich geachtet
Der Täter wünscht sich trotz genauer Untersuchung, dass er selber als des Schöpfers Werk für wertvoll geachtet wird. Allerdings liegt es in der Hand des Schöpfers, wie er mit seiner Schöpfung verfährt (Jeremia 18:2-6).
Er hat mich nicht gemacht
Wie kann ich als Sohn oder Tochter Gottes behaupten, dass er nicht mein Schöpfer ist (Jeremia 64:7)?
Dass ich alle ihre Werke kenne. Ich weiß, ich kann meine Taten vor dem Herrn nicht verborgen halten. Das hilft mir, je einsichtiger ich mit zunehmenden Alter werde, schon bei der Überlegung einer Tat, meine Gedanken in die richtige Richtung zu lenken und keinen Verstoß gegen die eingegangenen Bündnisse zu planen. Welche Erfahrungen hast du mit Werken der Finsternis schon gemacht?
Töpfer (Quelle)

Dienstag, 26. August 2014

Ein Ungelehrter soll das Werk vollbringen

Jesaja prophezeit, dass der Herr in einer Zeit, in der die Menschen mit ihrem Herzen Gott ferne sein würden, er ein `wunderbares Werk, ... ja ein Wunder´ vollbringen würde, wobei die Weisheit der Weisen und Gelehrten zugrunde gehen würden. (2. Nephi 27:25-26; vergleiche Jesaja 29:13-14).
Das wunderbare Werk, das der Herr vollbringen wollte, hat er in der Zeit ab 1805 begonnen, indem Joseph aus der Geisterwelt hier auf diese Erde kam, in einer glaubensvollen Familie aufwuchs und sich durch Bibelstudium auf seine spätere Berufung als Werkzeug in Gottes Hand vorbereitete. Obwohl, oder besser gerade weil er ein, in Bezug auf weltliche Weisheit gesehen, ungebildeter Mann war, hat er die Schriftzeichen der `goldenen Platten´ mithilfe Gottes aus dem reformierten Ägyptisch (Mormon 9:32) in die englische Sprache übertragen und nach der Veröffentlichung des Buches Mormon, beauftragt von Jesus Christus, dessen Kirche am 6. April 1830 wieder auf Erden aufgerichtet (Lehre und Bündnisse 21:3). Seit dieser Zeit haben wir wieder ununterbrochen Propheten des Herrn auf Erden, die seine Kirche in seinem Namen führen (Galerie siehe hier). Das verwundert dich? Na klar, der Herr selbst steckt ja hinter diesem `wunderbaren Werk´!
Der heutige Prophet des Herrn: Präsident Thomas S. Monson
(
Quelle)

Montag, 25. August 2014

Ein versiegeltes Buch kann ich nicht lesen

Joseph Smith sollte aus dem nicht versiegelten Teil der goldenen Platten Worte einem anderen geben, damit er sie einem Gelehrten zu lesen gibt. Dieser wollte das gesamte Buch haben. Ihm wurde gesagt, dass es versiegelt sei und so wird dieser antworten, dass er ein versiegeltes Buch nicht lesen könne (2.Nephi 27:15-18; vergleiche Verse 15 und 18 mit Jesaja 29:11).
Ein versiegeltes Buch kann ich nicht lesen. 1888 erfüllte sich diese Prophezeiung Jesajas von vor ca. 2700 Jahren. Joseph Smith machte eine Kopie von den Schriftzeichen auf den Platten nebst einer Übersetzung derselben und gab sie seinem Bekannten, Martin Harris, der sie einem Gelehrten, Professor Anthon, in New York zur Bestätigung der Echtheit zeigen sollte. Dieser bestätigte die Echtheit der Zeichen sowie die Richtigkeit der Übersetzung. Als der Professor jedoch erfuhr, dass die Platten von einem Engel in die Hände Josephs gelangt waren, zerriss er die Bestätigung mit den Worten: „... so etwas wie den Dienst von Engeln gebe es nicht mehr, und wenn ich ihm die Platten brächte, werde er sie übersetzen. Ich teilte ihm mit, dass die Platten teilweise versiegelt seien und dass es mir verboten sei, sie zu bringen. Er entgegnete: ,Ein versiegeltes Buch kann ich nicht lesen.‘“ (JS Lebensgeschichte 1:63-65).
Immer wieder zeigt sich, dass die Prophezeiungen, die der Herr durch seine Propheten verkünden lässt, in Erfüllung gehen, in diesem Fall knappe 2600 Jahre nach ihrer Verkündigung und zwar noch bevor das Buch Mormon von Joseph übersetzt und veröffentlicht wurde. Dies entspricht genau dem in der Offenbarung beschriebenen zeitlichen Ablauf, der die Übersetzung erst nach dieser Begebenheit mit Professor Anthon erfolgen lässt (2. Nephi 27:19-20). Welche Offenbarungen hast du in Erinnerung, die vor langer Zeit gegeben wurden und sich buchstäblich erfüllten?
Professor Charles Anthon zerreißt die Bestätigung (Quelle)

Sonntag, 24. August 2014

Zeugen für die Existenz der Platten

Die Platten des Buches Mormon sollten von niemand anderem gesehen werden, als nur von einer Reihe von Zeugen, wie es dem Herrn gut scheint und nach Beendung des Auftrags sollte sie Joseph wieder versiegeln und zurückgeben. Zu der vom Herrn vorhergesehenen Zeit, würde er den Menschen alles offenbaren, also auch das, was Joseph jetzt noch nicht übertragen sollte. (2. Nephi 27:12-14,22).
Die Zeugnisse der Zeugen, die Joseph erlangte, sind dem Buch Mormon in dessen Einleitung vorangestellt. Drei Zeugen wurden die Gravierungen auf den Platten von einem Engel Gottes gezeigt und weiteren acht Zeugen durfte Joseph die Platten zeigen (siehe Einleitung „Das Zeugnis von drei Zeugen“ und „Das Zeugnis von acht Zeugen“).
Zeugen für die Existenz der Platten. Aus tiefstem Herzen bin ich dankbar, dass der Herr nach seiner Weisheit Zeugen für die Existenz der goldenen Platten auserkoren hat und diese ihr Zeugnis der Welt gegeben haben und auch unter widrigsten Umständen nie widerrufen haben. Auf diese Art wird uns auch von sterblichen Wesen die Wahrheit bezeugt und danach haben wir dann auch die Einflüsterungen des Heiligen Geistes, der uns in alle Wahrheit leitet.
Joseph zeigt die goldenen Platten den acht Zeugen
(Quelle: BM Leitfaden für den Schüler S.57)

Samstag, 23. August 2014

Das Buch wird einem Mann gegeben werden

Jesaja sagt vorher, was mit `dem Buch´ gemacht werden wird: „Aber das Buch wird einem Mann gegeben werden, und er wird die Worte des Buches geben, und es sind die Worte derer, die im Staube geschlummert haben, und er wird diese Worte einem anderen geben.“ (2. Nephi 27:9).
  • Aber das Buch wird einem Mann gegeben werden
    Der Mann ist Joseph Smith. Ihm wurden die Platten, auf denen die Worte derer stehen, die in der Erde schlummern, vom auferstandenen Moroni, demjenigen, der die Aufzeichnungen 421 n. Chr. im Hügel Cumorah verbarg, übergeben (siehe vierter und fünfter Absatz in der Einleitung zum Buch Mormon).
  • Er wird die Worte des Buches ... einem anderen geben
    Joseph Smith schrieb einige Schriftzeichen dieser Platten ab und gab sie Martin Harris, der sie zu einem Professor nach New York bringen sollte, um deren Echtheit bestätigen zu lassen (JS Lebensgeschichte 1:63).
Das Buch wird einem Mann gegeben werden. Der Herr hat um 700 v. Chr. schon einem Propheten offenbart, was sich in unserer Zeit, also ca. 2500 Jahre später zugetragen hat. Ich bin dankbar, dass wir in der Zeit leben, in der der Herr ein wunderbares Werk vollbringt (Lehre und Bündnisse 4:1).
Joseph erhält die Platten (Quelle)

Freitag, 22. August 2014

Und siehe, das Buch wird versiegelt sein

Ein Tatort darf für Unbefugte nicht zugänglich sein. Aus diesem Grund wird er von der Polizei versiegelt. Bricht nun jemand dieses Siegel auf, macht er sich strafbar.
Über ein versiegeltes Buch prophezeit Jesaja (etwa 740 - 701 v. Chr.), der von Nephi von den Messingplatten Labans zitiert wird (um 559 - 545 v. Chr.): „Und siehe, das Buch wird versiegelt sein; und in dem Buch wird eine Offenbarung von Gott sein, vom Anfang der Welt an bis zu ihrem Ende. 8  Darum, wegen dem, was versiegelt ist, wird das, was versiegelt ist, nicht in den Tagen der Schlechtigkeit und Greuel des Volkes gegeben werden. Darum wird ihnen das Buch vorenthalten werden“. (2. Nephi 27:7-8; vergleiche Jesaja 29:11).
Und siehe, das Buch wird versiegelt sein. Bei diesem Buch handelt es sich um die Platten, die von Moroni um 421 v. Chr. im Hügel Cumorah verborgen wurden und von diesem 1827, jetzt als auferstandenes Wesen, Joseph Smith zur Übertragung ins Englische übergeben wurden. Ein Teil dieser Platten war versiegelt und durfte von Joseph nicht übersetzt werden (2. Nephi 27:21). Sie werden zu der vom Herrn bestimmten Zeit aber freigegeben um sie der Menschheit zur Kenntnis zu bringen (2. Nephi 27:10-11, siehe auch in wikipedia oder mormonwiki). Der Teil, der uns heute zugänglich ist, ist ein weiterer Zeuge für Jesus Christus und lässt uns am Umgang Gottes mit seinem Volk auf dem amerikanischen Kontinent in der Zeit zwischen 600 v. Chr. bis 421 n. Chr. teilhaben. Ob es der Wahrheit entspricht oder nicht, kann jeder, der sich der Mühe unterzieht, für sich selber herausfinden (Moroni 10:3-4). Ich habe es auf die beschriebene Art für mich herausgefunden und kann dir dessen Wahrheit bezeugen. Hast du es für dich auch schon herausgefunden? Wenn nein, dann lege ich es dir ans Herz, es auszuprobieren. Es kostet dich nichts, bringt dir aber unendliche Glückseligkeit! Hier kannst du dir dein Gratisexemplar bestellen oder hieronline lesen.
Die goldenen Platten (Quelle)

Donnerstag, 21. August 2014

Gott, wird für euch die Worte eines Buches hervorbringen

Wie schnell sind doch die Worte des Buches der Autorin Joanne K. Rowling verschlungen worden als sie sie hervorbrachte. Die Fans haben sich schon Stunden vor Ladenöffnung angestellt, um an eine Ausgabe ihrer populären Fantasy-Romanreihe zu kommen.
Durch Jesaja wurden auch Worte eines Buches angekündigt: „Und es wird sich begeben: Der Herr, Gott, wird für euch die Worte eines Buches hervorbringen, und es werden die Worte derer sein, die geschlummert haben.“ (2. Nephi 27:6).
Der Andrang das Buch in die Hände zu bekommen, ist jedoch bei Weitem nicht von der Euphorie und Hysterie begleitet, wie sie bei den Harry Potter-Ausgaben vorherrschte. Verwunderlich ist, dass diese Ankündigung in Jesaja 29 gar nicht vorhanden ist. Sie wurde einfach weggelassen. Erst dadurch, dass Joseph Smith die Aufzeichnungen der Nephiten durch den Engel Moroni erhielt, sind wir in den Genuss dieser Aussage gekommen.
Gott, wird für euch die Worte eines Buches hervorbringen. Nun wissen wir, dass Jesaja zu seiner Zeit schon vor 700 v. Chr. prophezeite, dass der Herr für uns, den Überrest des Hauses Jakob, heute ein Buch hervorbringen würde (Mormon 5:12-13). Die Autoren würden zu dieser Zeit schon in der Erde schlummern. Deshalb ist davon die Rede, dass ihre Worte aus dem Staube zu uns reden würden (2. Nephi 26:16-17). Wie dankbar bin ich für dieses Buch, da es uns als weiterer Zeuge für Christus dient und uns die Aussagen der Bibel bestätigt.

Harry Potter (Quelle)
Goldene Platten, Buch Mormon (Quelle)

Mittwoch, 20. August 2014

Übeltuer sollen einhalten und sich wundern

Du hast eventuell schon mal gesehen, dass der Trunkenheit verdächtigte Autofahrer gebeten wurden, auf einer geraden Linie entlang zu laufen. Der stark alkoholisierte schafft dies nicht, ohne dabei stark zu wanken. Darüber wird keiner verwundert sein.
Jesaja, von Nephi zitiert, äußert die Worte des Herrn bezüglich wankender folgendermaßen „Denn siehe, ihr alle, die ihr Übles tut, haltet ein und verwundert euch, denn ihr werdet aufschreien und rufen; ja, ihr werdet trunken sein, doch nicht von Wein, ihr werdet wanken, doch nicht von starkem Getränk.“ (2. Nephi 27:4; vergleiche Jesaja 29:9).
Jesaja sagt, dass die Übeltäter einhalten und sich verwundern sollen über ihre Trunkenheit, obwohl sie keinen Alkohol zu sich genommen hatten. Der Grund ihres Wankens wird im nächsten Vers beschrieben: „Denn siehe, der Herr hat den Geist tiefen Schlafs über euch ausgegossen. Denn siehe, ihr habt eure Augen verschlossen, und ihr habt die Propheten verworfen; und eure Herrscher und die Seher hat er wegen eures Übeltuns verhüllt.“ (2. Nephi 27:5; vergleiche Jesaja 29:10).
Klar, verschlafen oder mit verschlossenen Augen kann ich auch nicht gehen, ohne zu wanken. Das bedeutet im übertragenen Sinn: Wenn ich die Propheten verwerfe und die kirchlichen Führer wegen meines Übeltuns mir nicht mehr helfen können, wanke ich auf den ungeraden Pfaden Satans.
Übeltuer sollen einhalten und sich wundern. Besser, ich verschließe meine Augen nicht vor den von Gott autorisierten Führern, achte auf ihre Mahnungen und Anweisungen und versuche sie zu befolgen. Dann brauche ich mich nicht zu wundern und ich werde nicht in meinem Glauben wanken, sondern stärker werden im Gutes tun. Welche Erfahrungen hast du schon mit `Wanken´ gemacht?
Schwankender such Halt
an einer Laterne

Dienstag, 19. August 2014

Die gegen den Berg Zion streiten

Wenn du träumst, dass du an einem opulenten Mahl teilnimmst, wirst du dennoch hungrig und durstig sein, wenn du aufwachst, auch wenn du dich im Traum vollgestopft hast.
Etwas Ähnliches wird über diejenigen offenbart, die gegen Zion streiten: „Und alle die Nationen, die gegen Zion streiten und die es bedrängen, werden sein wie der Traum einer nächtlichen Vision; ja, es wird ihnen so gehen wie dem Hungrigen, der träumt, und siehe, er isst, doch er erwacht, und seine Seele ist leer; oder wie einem Durstigen, der träumt, und siehe, er trinkt, doch er erwacht, und siehe, er ist matt, und seine Seele lechzt; ja, ebenso wird die Schar aller Nationen sein, die gegen den Berg Zion streiten.“ (2. Nephi 27:3; vergleiche Jesaja29:7-8 bedenke, dass mit Ariël das Volk im Land Jerusalem, also das Volk des Bundes, gemeint ist).
Träume sind mentale Aktivitäten, verbunden mit intensiven Emotionen, nur dass sie sich nicht unbedingt reell auswirken. Wenn ich also träume, dass ich mich satt gegessen hätte, werde ich immer noch hungrig sein, wenn ich aufgewacht bin. Das auf die Prophezeiung übertragen verstehe ich dann so, dass diejenigen, die gegen Zion, das Bundesvolk des Herrn streiten und es bedrängen, davon nicht genug bekommen und immer weiter machen wollen. Jüngste Beispiele sind die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und Israeliten oder die Verfolgung der Heiligen mittels Ausrottungsbefehl von Gouverneur Lilburn W. Boggs vom 27. Oktober 1838 (Quelle). Erst am 25. Juni 1974 erließ Gouverneur Christopher S. Bond eine Verordnung, die diesen Befehl, weil illegal, aufhob.
Was lerne ich für mein Verhalten daraus? Ich sollte mich, sei es durch Träume oder Gedanken angeregt, nicht dazu hinreißen lassen, gegen Mitglieder des Volkes des Herrn oder sogar seiner Diener zu streiten, ob nun aufgrund tätlicher oder verbaler Angriffe. Bist du auch schon mal durch Träume angeregt worden etwas zu tun, was nicht gut war und wovon du dann schlecht ablassen konntest, weil unersättlich?
Träumen (Quelle)

Montag, 18. August 2014

Wenn jener Tag kommt

Nephi richtet uns die Nachricht vom Herrn, über das, was in den letzten Tagen geschehen wird, folgendermaßen aus: „und wenn jener Tag kommt, werden sie vom Herrn der Heerscharen heimgesucht werden mit Donner und mit Erdbeben und mit einem großen Getöse und mit Sturm und mit Unwetter und mit der Flamme verzehrenden Feuers.“ (2.Nephi 27:2; vergleiche Jesaja 29:6).
  • Wenn jener Tag kommt
    Oft verwendet der Herr die Aussage „an jenem Tag“. Meistens ist damit der Zeitabschnitt gemeint, der vor seinem zweiten Kommen liegt, mit all den vorher notwendigen Ereignissen (z.B. 2. Petrus 2:10-12) Das sind die `letzten Tage´, wie es auch im Vers 1 gesagt wurde.
  • Werden sie vom Herrn der Heerscharen heimgesucht
    Diejenigen, die Übeltun lieben, werden von Naturkatastrophen heimgesucht und darin umkommen. Das ist sicherlich ein andauernder Prozess, der sich nicht auf nur einen Tag beschränkt, sondern sich bis kurz vor dem zweiten Kommen des Herrn hinziehen wird (2. Timotheus 3:1).

Wenn jener Tag kommt. Der Herr ist so gütig und teilt uns mit, dass diese Dinge passieren werden, sodass wir vorbereitet sein können und uns nicht erschrecken brauchen wenn wir zu jenen zählen, die seine Warnungen berücksichtigen. Haben wir nicht in unserer Zeit eine ansteigende Welle von Naturkatastrophen schrecklichen Ausmaßes in immer kürzeren Abständen? Wir sind mit all dem konfrontiert, was im Vers 2 aufgezählt wird! Für mich ist das die Bestätigung dafür, dass der Herr mit der Reinigung der Erde von allem Übel begonnen hat und eine Warnung, mich nicht dem Übeltun hinzugeben. Ich halte Ausschau nach den Zeichen, die uns gegeben worden sind und nehme sie ernst (Lehre und Bündnisse 45:39). In welchem Zusammenhang siehst du all diese schlimmen Ereignisse und welche Konsequenzen ziehst du daraus?
Naturkatastrophen verursachten in 2011 Rekordschäden (Quelle)

Sonntag, 17. August 2014

Trunken sein von Übeltun und allerart Gräuel

Hast du schon mal einen Menschen erlebt, der sich in einem `Rausch´ befand? Ein solcher Mensch befindet sich in einem emotionalen Zustand übersteigerter Ekstase, ein außersichgeraten. Seine Handlungen sind nicht mehr unbedingt kognitiv gesteuert, seine Wahrnehmung ist gestört. In einen solchen Zustand bringt sich der Mensch u. a. durch Einnahme von die Psyche des Menschen beeinflussenden Stoffen.
Nephi lässt uns wissen: „Aber siehe, in den letzten Tagen, oder in den Tagen der Andern—ja, siehe, alle Nationen der Andern und auch die Juden, sowohl diejenigen, die in dieses Land kommen werden, als auch diejenigen, die in anderen Ländern sein werden, ja, selbst in allen Ländern der Erde, siehe, sie werden trunken sein von Übeltun und allerart Greuel—„ (2. Nephi 27:1).
Trunken sein von Übeltun und allerart Gräuel. Nephi beschreibt hier, dass in unserer heutigen Zeit quasi alle Nationen berauscht sein werden von Übeltun und Gräuel. Wir brauchen nur die Nachrichten verfolgen und werden feststellen, dass diese Aussage zutrifft. Wo gibt es eine Nation, in der keine Korruption, keine Unterdrückung, kein Kindesmissbrauch, kein Gemetzel, keine Schlechtigkeit irgendwelcher Art herrschen? Würde ich das Evangelium nicht kennen, würde mich das arg beängstigen. So aber weiß ich, dass der Herr es schon vorhergesehen hat. Aber ich weiß auch, dass er denen die sich daran nicht beteiligen, sondern nach ihm Ausschau halten, seine Ruhe versprochen hat (Alma13:16). Bist du beunruhigt, was das Übeltun um uns herum angeht, oder fühlst du auch eher eine innere Ruhe?
Gemetzel der Nationen: Die brandenburgischen Husaren
treffen auf die Franzosen. Farbdruck um 1900. (Bild: AKG) (
Quelle)

Samstag, 16. August 2014

Nochmals zitiert Nephi aus dem Jesaja

Nephi zitiert um 550 v. Chr. seinem Volk von den Messingplatten Labans ein Jesajakapitel. Wenn wir 2. Nephi 27 mit Jesaja 29 vergleichen, erkennen wir große Übereinstimmung, doch ebenso, dass viele wertvolle Teile in unserem heutigen Jesaja nicht mehr enthalten sind. Sie wurden einfach weggelassen, obwohl sie sich auf unsere Zeit beziehen, oder gerade weil sie sich auf unsere Zeit beziehen? Satan fürchtet die reine Wahrheit und hat so veranlasst, dass einiges nicht mehr erscheint. Glücklicherweise haben wir das Buch Mormon, das uns Herausgenommenes liefert, uns aber auch sagt, dass vieles, was schon vorhanden ist, erst später kundgetan wird.
Zunächst eine Kurzgegenüberstellung (erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit):

2. Nephi 27
Jesaja 29
Vers 1:
Spricht von der Schlechtigkeit der Juden in aller Welt, als auch aller anderen Völker in unserer Zeit.
Vers 1-4:
Spricht von der Schlechtigkeit der Bevölkerung Ariëls (Jerusalem als Stadt, aber auch als Land) und dass deren Worte aus dem Staube sprechen.
Vers 2:
Heimsuchung durch den Herrn mit Unwetter.
Vers 5-6:
Heimsuchung durch den Herrn mit Unwetter.
Vers 3:
Denen, die gegen das Volk des Herrn streiten, werden keine Zufriedenheit verspüren.
Vers 7-8:
Denen, die gegen das Volk des Herrn streiten, werden keine Zufriedenheit verspüren.
Vers 4:
Aufruf mit Übeltun aufzuhören.
Vers 9:
Im Übeltun erstarren.
Vers 5:
Mit Blindheit gegenüber Wahrheit geschlagen.
Vers 10:
Mit Blindheit gegenüber Wahrheit geschlagen.
Vers 6:
Hervorkommen eines Buches unserer Vorfahren.
Vers 4-5:
Ein Totengeist spricht aus der Erde.
Vers 7-8:
Es handelt sich um ein versiegeltes Buch, welches einen weiteren Teil beinhaltet, der in den Tagen der Schlechtigkeit nicht veröffentlicht werden soll.
Vers 11:
Es handelt sich um ein versiegeltes Buch.
Vers 9:
Das Buch wir einem Mann gegeben, der es auch einem anderen gibt.
Vers 11:
Versiegeltes Buch welches von einem der Lesen kann doch nicht gelesen werden kann.
Vers 10-17, 20-24:
Angaben über den versiegelten Teil des Buches, der erst zu einer vom Herrn bestimmten Zeit veröffentlich wird.
Mehrere Zeugen werden die Existenz bekunden.
Anweisung den nichtversiegelten Teil einem anderen zu geben.
Nach Beendigung des Lesens soll er das Buch wieder versiegeln und für den Herrn verbergen, damit er es zu seiner Zeit offenbaren kann.
Der Herr wirkt unter den Menschenkindern gemäß ihres Glaubens.
Nichts entsprechendes vorhanden.
Vers 18:
Der Gelehrte kann etwas Versiegeltes nicht lesen.
Vers 11:
Der der lesen kann, kann Versiegeltes nicht lesen.
Vers 19:
Der Ungebildete wird auf die Aufforderung das Buch zu lesen sagen, dass er nicht gelehrt ist.
Vers 12:
Der, der nicht lesen kann, wird antworten, dass er nicht lesen kann.
Vers 25-27:
Der Herr will ein wunderbares Werk unter den Menschenkindern tun.
Drohung gegen diejenigen, die Werke der Finsternis tun.
Vers 13-16:
Der Herr will an seinem Volk in der Zukunft seltsam handeln.
Drohung gegen diejenigen, die geheime Pläne haben und alles verdrehen.
Vers 28-35:
Der Libanon wird in Kürze ein fruchtbares Feld, gleich einem Wald.
Diejenigen die geirrt haben werden zur Einsicht kommen.
Vers 17-24:
Der Libanon wird in Kürze ein fruchtbares Feld, gleich einem Wald.
Diejenigen die geirrt haben werden zur Einsicht kommen.

In den nächsten Blogbeiträgen will ich einzelne Aussagen näher betrachten.

Jesaja will Hoffnung machen (Quelle)


Freitag, 15. August 2014

Er lädt sie alle ein, zu ihm zu kommen

Ein falscher Klick und es stehen etwa 16.000 Besucher zu deiner Geburtstagsparty auf der Straße vor deinem Haus. Gibt es nicht? Eine 16-jährige Hamburgerin veröffentlichte auf Facebook ihre Einladung zur Geburtstagsfeier versehentlich als `öffentliche Veranstaltung´. Ein Häkchen übersehen. Trotz Absage der Einladung ist diese Anzahl von Gästen gekommen, auch die Polizei wegen auftretender Straftaten.
Um eine andere Art der Einladung geht es Christus, die er Nephi aussprechen lässt: „...er lädt sie alle ein, zu ihm zu kommen ... und weist niemanden ab ...“ (2.Nephi 26:33).
Schön wäre es, wenn auf diese Einladung von Christus doch auch spontan so unzählige Menschenscharen kommen würden. Leider haben viele Leute kein Ohr für seine Einladung an alle, obwohl er sogar etwas verspricht: „Neigt euer Ohr mir zu und kommt zu mir, hört, dann werdet ihr leben. Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen gemäß der beständigen Huld, die ich David erwies.“ (Jesaja 55:3), einen Bund, der sich in den letzten Tagen, also in unserer Zeit, erfüllen würde: „...In deinen Nachkommen werden alle Geschlechter der Erde gesegnet sein.“ (1. Nephi 15:18). Und dieser Bund hat sich erfüllt, indem der Herr seine Kirche und sein Priestertum (Lehre undBündnisse 84:40) in diesen Tagen auf Erden wieder aufgerichtet hat.
Er lädt sie alle ein, zu ihm zu kommen. Ich kann nicht dankbar genug sein, dass der Herr uns alle liebevoll zu sich einlädt. Immer wieder hat er es versucht (Matthäus 23:37) und er versucht es heute auch immer noch. Manchmal denke ich aber nicht daran, dass er alle Menschen einlädt. Bei dem einen passt mir seine Kleidung nicht, ein anderer riecht etwas nach Tabak oder Alkohol ... Da muss ich noch etwas an mir arbeiten, denn: „alle sind vor Gott gleich ...“ (2.Nephi 26:33). Wie fühlst du dich als Eingeladener?
Tausende folgten der Einladung (Quelle)

Donnerstag, 14. August 2014

Er tut nichts, was nicht klar ist für die Menschenkinder

Ist es dir schon mal passiert, dass dir jemand zugerufen hat „Komm her“ und dabei mit beiden dir zugewandten Innenhandflächen eine Bewegung von seinem Körper weg gedeutet hat? War das für dich insgesamt eine klare Kommunikation? Kann nicht sein, denn verbale Aussage hat nicht mit mimischer Aussage übereingestimmt. Mit seiner Gestik deutete er an, dass du wegbleiben sollst.
Auf den Herrn bezogen, lässt uns Nephi wissen: „... er tut nichts, was nicht klar ist für die Menschenkinder; ...“ (2. Nephi 26:33).
Er tut nichts, was nicht klar ist für die Menschenkinder. Schon immer war der Herr für Klarheit: „Und sie legten das Buch des Gesetzes Gottes klar und verständlich aus, sodass man verstand, was gelesen worden war.“ (Nehemia 8:8; Luther). Nur die Menschen änderten das Wort Gottes so ab, dass es nicht mehr klar und verständlich war (Helaman 4:21-22).
Ich bin wie Nephi auch froh (2. Nephi 31:3), dass die Worte des Herrn immer klar und eindeutig sind, so dass wir genau wissen, was wir zu tun haben, um in seine Gegenwart zurückkehren zu können. Gibt es aus deiner Sicht Punkte im Plan der Erlösung, die zweideutig und damit missverständlich und unklar sind?
Eindeutig zweideutig (Quelle)

Mittwoch, 13. August 2014

Er tut nur unter den Menschenkindern das, was gut ist

Nachdem Nephi die Gebote des Herrn aufgezählt hat, sagt er: „Denn keine dieser Übeltaten kommt vom Herrn; denn er tut unter den Menschenkindern das, was gut ist; ...“ (2.Nephi 26:33).
Es ist doch wunderbar, in jeder Lebenslage zu wissen, dass der Herr nur das tut, was für uns gut ist. Das kann dann aber im Moment für mich auch so sein, dass ich das Gute gerade als schlecht empfinde. Eine Geschichte aus dem chinesischen Taoismus verdeutlicht das:
Ein Mann hatte einen Sohn und ein Pferd auf einer Weide. Es war das schönste Pferd in der ganzen Gegend und alle Leute lobten den Mann und seinen Sohn für ihr tolles Pferd und bemerkten, dass er wirklich sehr viel Glück hatte. Doch der Mann war klug und weise. Stets war seine Antwort: "ob gut oder schlecht, wer weiß das schon."
Eines Tages geschah das Unheil. Das Pferd büchste aus und war nicht mehr gesehen. Alle Leute sprachen zu dem Mann: "Oh du armer Mann, du hattest das schönste Pferd und nun ist es weg. Wie groß ist der Verlust!" Doch der Mann, weise und klug sprach: "ob gut oder schlecht, wer weiß das schon."
So zog der Sohn aus, um nach dem Pferd Ausschau zu halten. Nach langer Suche fand er es endlich in einer großen Gruppe von edlen Wildpferden. Als er sein Pferd einfing, folgten alle Wildpferde bis nach Hause. Von da an hatten der Mann und sein Sohn viele teure und edle Wildpferde. Alle Menschen aus der Umgebung kamen und sprachen voller Bewunderung: "Oh du glücklicher Mann. Nun hast du einen Stall voll von edlen und teuren Pferden. Wie viel Glück du doch hast!" Doch der Mann, weise und klug sprach: "ob gut oder schlecht, wer weiß das schon."
Als der Sohn des Mannes eines Tages eines der Wildpferde einritt, stürzte er und brach sich ein Bein. Als die Menschen aus der Umgebung kamen, um ihn zu besuchen sprachen sie: "Oh du armer Mann, dein Sohn ist so schwer gestürzt, was für ein großes Pech ihr habt!" Doch der Mann, weise und klug sprach: "ob gut oder schlecht, wer weiß das schon."
Einige Tage später brach ein Krieg aus und es kam die Nachricht der Regierung, dass alle jungen Männer aus der Umgebung in den Krieg ziehen müssen. Alle, außer der "arme" Sohn, der sich das Bein gebrochen hatte ...
Er tut nur unter den Menschenkindern das, was gut ist. Oftmals kommt einem in den Sinn: Warum musste das gerade mir passieren? In einem vermeintlichen Unglück denkt man gerne gleich, dass der Herr einen verlassen hat, erst zu einer anderen Zeit erkennt man, dass darin doch etwas Gutes verborgen war. Ich bin dankbar, dass ich die Aussage Nephis oben voll verinnerlicht habe und sie bejahe. Wie geht es dir mit "ob gut oder schlecht, wer weiß das schon"?
Reiter gefallen neben seinem Pferd (Quelle)

Dienstag, 12. August 2014

Dass sie keine Hurerei begehen sollen

Im heutigen Sprachgebrauch versteht man unter `Hurerei´ im Allgemeinen Prostitution (sexuelle Handlungen gegen Entgelt). In der Bibel wird in diesem Zusammenhang der Begriff Unzucht benutzt (Z. B. im AT: Genesis 38:24; im NT: Matthäus 5:32 bzw. Offenbarung 17:4). Gemeint ist damit im körperlichen Zusammenhang außerehelicher Geschlechtsverkehr (z.B. Exodus 20:14), wird aber auch im geistigen Sinne als Abkehr von Gott und Zuwendung zu Götzen gebraucht (in dem übertragenen Sinn, dass Christus der Bräutigam Markus 2:19-20 und die Kirche die Braut ist Offenbarung 21:2; Offenbarung 17:5).
So wird uns durch Nephi nochmals erklärt: „Und weiter hat der Herr, Gott, geboten, ... dass sie keine Hurerei begehen sollen“ (2. Nephi 26:32).
Dass sie keine Hurerei begehen sollen. Besser ist es, wir sind all den Geboten des Herrn gegenüber gehorsam, denn wer das nicht tut, „... wird zugrunde gehen.“ (2. Nephi26:32) und wer möchte das schon gerne? Ich nicht und du sicherlich genau so wenig. Da der Herr uns aber kannte und wusste, dass nur einer alle Gebote halten würde, gab er uns die Möglichkeit der Umkehr und jeden Sonntag dürfen wir aufs Neue geloben, seine Gebote zu halten, was nicht bedeutet, dass wir bewusst immer wieder straucheln dürfen (ach ich kann ja am Sonntag mein Bündnis erneuern, macht also nichts, wenn ich dieselbe Sünde wiederhole).
Mose empfängt die 10 Gebote
Julius Schnorr v. Carolsfeld (
Quelle)

Montag, 11. August 2014

Dass sie nicht einer mit dem anderen streiten sollen

Streit ist das offene Austragen von Meinungsverschiedenheiten. Wenn einem dabei dann die Argumente ausgehen sollten, kommt es häufig zu Handgreiflichkeiten. Eine der Rechtsvorschriften im Gesetz des Mose regelt die Körperverletzung: „Wenn Männer in Streit geraten und einer den andern mit einem Stein oder einer Hacke verletzt, sodass er zwar nicht stirbt, aber bettlägerig wird, 19 später wieder aufstehen und mit Krücken draußen umhergehen kann, so ist der freizusprechen, der geschlagen hat; nur für die Arbeitsunfähigkeit des Geschädigten muss er Ersatz leisten und er muss für die Heilung aufkommen.“ (Exodus 21:18-19). In unserer Zeit wird die Körperverletzung, und dazu gehört schon eine Ohrfeige, im § 223 bzw. 224 des Strafgesetzbuches geregelt. Bei einer einfachen Körperverletzung liegt der Strafrahmen zwischen einer Geldstrafe und bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.
Wie leicht gerät man doch in Streit. Allerdings teilt uns Nephi mit: „Und weiter hat der Herr, Gott, geboten, ... dass sie nicht einer mit dem anderen streiten sollen;“ (2.Nephi 26:32).
Dass sie nicht einer mit dem anderen streiten sollen. Heißt das nun, dass man unterschiedliche Auffassungen nicht miteinander besprechen darf? Dann verstoßen wir aber sehr häufig gegen dieses Gebot und würden auch Chancen des Dazulernens vermeiden. So wird das also nicht gemeint sein. Solange ich nicht die Absicht habe Zwietracht zu säen und Wahrheit zu verdrehen (Habakuk 1:3-4), sondern eine „Streitkultur“ einhalte, kann er dem Fortschritt dienen. „Streitkultur zu besitzen bedeutet: Mit Worten und Medien den eigenen Standpunkt vertreten zu können, ohne dem Anderen abzusprechen, dass auch er einen abweichenden Standpunkt besitzt und besitzen darf.“ (Quelle). Die muss man aber erst üben.
Streit (Quelle)

Sonntag, 10. August 2014

Dass sie nicht boshaft sein sollen

Ist es dir schon mal passiert, dass dir jemand mit Freude und voller Absicht etwas Böses angetan hat? Oder hast du schon mal jemanden so lachen oder grinsen sehen, dass seine Freude darüber zu erkennen war, dass jemandem etwas Böses geschah? Noch wahrscheinlicher ist es aber wohl, dass du schon erlebt hast, dass jemand deine Arbeit voller Spott kritisiert hat.
Auch hierzu zählt uns Nephi ein Gebot des Herrn auf: „Und weiter hat der Herr, Gott, geboten, ... dass sie nicht boshaft sein sollen; ...“ (2. Nephi 26:32). Zu Ijob sagte der Herr: „Ja, Gott verschmäht den Schuldlosen nicht, die Hand der Boshaften aber hält er nicht fest.“ (Ijob8:20).
Dass sie nicht boshaft sein sollen. Mit zunehmendem Alter ist mir auch klar geworden, dass ich nicht von Nächstenliebe erfüllt sein kann, wenn ich jemand anderem gegenüber boshaft bin. Jetzt bei näherem Hinsehen muss ich feststellen, dass der Herr sogar geboten hat, nicht boshaft zu sein und dass er mich nicht an der Hand führt, wenn ich es bin. Ich will mich gerne auch an dieses Gebot halten in dem Wissen, dass der Herr dann auch meine Hand nicht loslässt. Welche Erfahrungen hattest du schon in dieser Hinsicht?
Szene aus dem Struwwelpeter (Quelle)

Samstag, 9. August 2014

Dass sie nicht neiden sollen

Ist es schon mal vorgekommen, dass du den Wunsch verspürtest, zumindest ein gleichwertiges Gut zu besitzen wie dein Nachbar (konstruktiver Neid)? Dieser Neid kommt sicherlich hier und da auf. Aber noch schlimmer ist es, wenn sich der Wunsch entwickelt, dass er die Güter, um die der Mitmenschen beneidet wird, verliert oder ihm ein Schaden entsteht (destruktiver Neid).
Nephi erklärt uns aber über die zehn Gebote hinaus: „Und weiter hat der Herr, Gott, geboten, ... dass sie nicht neiden sollen; ...“ (2. Nephi 26:32).
Ich habe den Eindruck, als wenn sich Wertvorstellungen mit dem Alter verändern. Als ich noch jünger war und es darum ging in einer Gruppe Anerkennung zu erlangen, da kam dieser Neid in mir viel leichter auf als heute. Natürlich habe ich aufgrund des Evangeliums auch dazugelernt. Ich stelle fest, dass wenn ich neidisch bin, ich das Glück des anderen zu meinem Unglück werden lasse. Dieses Empfinden kann mich im schlimmsten Fall sogar krank werden lassen. Heute sage ich mir höchstens noch: schön wär´s, aber es ist nicht lebensnotwendig. Viel wichtiger ist mir, dass ich das Evangelium kennen darf.
Der Herr weiß schon, weshalb er uns dieses Gebot gegeben hat: Neid kann zu allerlei unchristlichen Gefühlen und Reaktionen führen (Weisheit 2:24): Ärger bis hin zu Wut, Hass und Feindseligkeit; Traurigkeit über eigenes Versagen bis hin zu Depressionen; Schlafstörungen; feindselige Verhaltensweisen; Schadenfreude, wenn dem Beneideten etwas Ungutes zustößt. Dem allen entgehen wir, wenn wir uns an das Gebot halten (Jesus Sirach 30:24)!
Dass sie nicht neiden sollen. Neid macht mich unrein (Markus7:21-23). Uns wird gesagt, dass wir ihn ablegen sollen (1. Petrus 2:1). Wie kann ich dies tun bzw. wie gelingt es mir, ihn gar nicht erst aufkommen zu lassen? Ich konzentriere mich auf meine Stärken und versuche sie auszubauen, wenn noch Potenzial vorhanden ist. Ich sage mir: Ich bin ich und er ist er. Nicht jeder hat dieselben Gaben erhalten (siehe auch „Botschaft an meine Enkel“ James E. Faust, 20. Absatz). Ich entwickle Dankbarkeit für die mir anvertrauten Gaben, bemühe mich sie auszubauen und zum Nutzen meines Nächsten einzusetzen. Das verschafft mir ein Gefühl der Freude und Zufriedenheit. Welche Erfahrungen hast du schon mit Neid gemacht?
Neidische Kinder (QuelleBild © S.Kobold - Fotolia)

Freitag, 8. August 2014

Den Namen Gottes nicht unnütz gebrauchen

Oft passiert es, dass ich Mitmenschen, eher unbewusst, den Namen des Herrn, direkt oder auch indirekt, gebrauchen höre, in einem Zusammenhang, in dem sie den Herrn gar nicht meinen.
Nephi erklärt uns: „Und weiter hat der Herr, Gott, geboten, dass die Menschen ... den Namen des Herrn, ihres Gottes, nicht unnütz gebrauchen sollen; ...“ (2. Nephi 26:32). Wie, du kennst dieses Gebot schon aus der Bibel? Ja, es entspricht dem zweiten Gebot, dass der Herr Mose gegeben hatte, allerdings noch mit der Androhung von Konsequenzen bei Missachtung (Exodus 20:7).
Wann gebrauche ich den Namen des Herrn unnütz? Für mein Empfinden immer dann, wenn ich ihn nenne, ohne ihn zu meinen. Das geht eigentlich schon los bei einem früher sicherlich so gut gemeinten Gruß wie `Grüß Gott´. Natürlich kann man sich nun ausführlich darüber auslassen, was gehört zum unnützen Gebrauch und was nicht. Ich bin der Auffassung, dass dies jeder für sich selber ausmachen muss. Für mich habe ich den Weg gefunden, dass ich mir Gedanken darüber mache, was ich mit welcher Intention sage. Grüßt mich einer mit der o. g. Formel, so grüße ich inzwischen auch so zurück, allerdings mit dem bewussten Wunsch, dass der Herr mit ihm sein möge. Ausdrücke wie `o Gott, o Gott´, `mein Gott´ oder aber auch `o je´ (eigentlich nur eine Verkürzung aus o Jesu und o jemine aus o Jesu domine) benutze ich auf keinen Fall. Ich habe mir stattdessen andere Formeln angewöhnt, wie z. B. `ach du meine Güte´.
Den Namen Gottes nicht unnütz gebrauchen. Es ist nur eine Sache der Gewohnheit. Ich habe mir antrainiert, mir Ausdrücke bewusst zu machen, ehe ich sie ausspreche. Mit der Zeit hatte ich keine Probleme auch dieses Gebot zu befolgen. Aber wie kann ich Mitmenschen liebevoll, aber nicht schulmeisterhaft, auf dieses Gebot aufmerksam machen? Ich denke da an eine Begebenheit, die Präsident Spencer W. Kimball bei einem Krankenhausaufenthalt erlebte: Ein Krankenpfleger fluchte leise unter der Nennung des Namens Gottes. Präsident Kimball sagte ihm liebevoll, dass er damit seinen besten Freund beleidigt hätte, und bat ihn, das nie wieder zu tun. Welche Erfahrungen hast du in dieser Hinsicht schon gemacht?
Folgen von Beleidigung u. ä. (Quelle)

Donnerstag, 7. August 2014

Anstatt Priesterlist gebietet der Herr Nächstenliebe

Nachdem im Vers vorher die Priesterlist verboten wurde, wird jetzt die Nächstenliebe als Gebot ausgesprochen. Nephi sagt: „Siehe, der Herr hat dies verboten; darum hat der Herr, Gott, das Gebot gegeben, dass alle Menschen Nächstenliebe haben sollen, und diese Nächstenliebe ist Liebe. Und wenn sie keine Nächstenliebe haben, so sind sie nichts. Darum, wenn sie Nächstenliebe haben, werden sie den Arbeiter in Zion nicht zugrunde gehen lassen.“ (2. Nephi 26:30).
In früherer Zeit waren die Diener Gottes sehr lange unterwegs, um anderen das Evangelium zu bringen. Sie sollten dies tun, ohne dafür Geld zu verlangen, sondern darauf zu vertrauen, dass sie aufgrund Nächstenliebe umsorgt werden würden. Seinen ersten Jüngern sagte er, dass sie sich nicht um ihr Leben sorgen sollen, sie sollten sich nur auf ihre göttliche Aufgabe konzentrieren, so würde ihnen alles andere dazugegeben werden (Lukas12:22, 29, 31). Im Buch Mormon lesen wir, dass diese Gottesdiener aufgrund Nächstenliebe von Menschen eingeladen und umsorgt wurden (Alma 10:7). Ebenso war es in der Frühzeit der wiederhergestellten Kirche Jesu Christi. Der Herr gebot seinen Knechten weder Beutel noch Tasche mitzunehmen, da ihnen das notwendige zur rechten Zeit zuteilwerden würde (Lehre und Bündnisse 24:18).
Anstatt Priesterlist gebietet der Herr Nächstenliebe. Die Aufgabe das Evangelium aller Menschheit zukommen zu lassen, wird nicht mittels Priesterlist erfüllt. Die treuen Mitglieder der Kirche heute üben Nächstenliebe, wie es ihnen geboten wurde, und spenden von ihrer Habe in einen Missionsfond. Aus diesem heraus werden die Unkosten beglichen.
Präsident Monson, der heute lebende Prophet des Herrn sagte auf der Generalkonferenz im Oktober 2013: „Um die ständig wachsende Anzahl an Missionaren unterhalten zu können, habe ich unsere Mitglieder schon in der Vergangenheit gebeten, sich so gut sie können am Missionsfonds ihrer Gemeinde oder dem Allgemeinen Missionsfonds der Kirche zu beteiligen. Es ist erfreulich, wie gut dieser Bitte nachgekommen wurde. Es konnte tausenden Missionaren, die nach Lage der Dinge dazu nicht imstande sind, geholfen werden, für ihren Unterhalt zu sorgen. Ich danke Ihnen für Ihre großzügigen Spenden. Die Hilfe wird nach wie vor gebraucht. Wir möchten auch weiterhin all denen helfen, deren sehnlichster Wunsch es ist, zu dienen, die aber allein nicht die Mittel dazu haben.“ (Quelle; sechster Absatz; du kannst im Bild auch auf den Pfeil drücken und die Ansprache ansehen).
Präsident Thomas S. Monson
„Willkommen zur Konferenz“ Oktober 2013 (
Quelle)

Mittwoch, 6. August 2014

Es solle keine Priesterlist geben

Kennst du Organisationen, die sich Kirche nennen, aber nichts anderes im Sinn haben, als auf dubiose Weise Gewinn zu erzielen?
Nephi sagt uns vom Herrn: „Er gebietet, es solle keine Priesterlist geben; denn siehe, Priesterlist besteht darin, dass Menschen predigen und sich selbst der Welt als Licht hinstellen, auf dass sie von der Welt Gewinn und Lob ernten; aber sie trachten nicht nach dem Wohlergehen Zions.“ (2. Nephi 26:29).
Drei herausragende Begebenheiten bezüglich Priesterlist aus dem Buch Mormon:
  1. Nehor
    Er war einer der Ersten, der unter den Nephiten Priesterlist praktizierte (Alma 1:12,15). Er verkündet falsche Lehren und tötet Gideon, einen glaubenstreuen nephitischen Führer (Alma 1:9). Viele ließen sich durch seine Irrlehren verleiten (Alma 21:4). Sein Ende wird im Alma 1:15 beschrieben.
  2. Korihor der Antichrist
    Er predigte dem Volk in Zarahemla, dass die Lehre von einem Christus töricht sei (Alma 30:12 ff). Wie so jemand endet, lesen wir in den letzten beiden Versen des Kapitels (Alma 30:59-60).
  3. Christus
    Jakob, der jüngere Bruder Nephis prophezeit schon um 550 v. Chr., dass Christus als Ergebnis von Priesterlist gekreuzigt werden würde (2. Nephi 10:3-5).
Es solle keine Priesterlist geben. Kurz vor seinem Tod unter Kaiser Nero (64 oder 67 n. Chr.) fordert Petrus in einem Brief an die Gemeinden im nördlichen und westlichen Kleinasien: „Sorgt als Hirten für die euch anvertraute Herde Gottes, nicht aus Zwang, sondern freiwillig, wie Gott es will; auch nicht aus Gewinnsucht, sondern aus Neigung;“ (1. Petrus 5:2). Die Kirche des Herrn heute, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, erfüllt diesen Aufruf. In ihr gibt es keine Priesterlist. Es wird von Laienpriestern das reine Evangelium Jesu Christi jedem gelehrt, der es hören will und das ohne Gewinnerzielungsabsichten! Mit dem Wort Gottes werden keine Geschäfte gemacht, alle Materialien der Verkündigung werden kostenfrei abgegeben, die Hirten erfüllen ihre Berufung entgeltfrei.

Missionarinnen verkünden das Evangelium Jesu Christi
ehrenamtlich (
Quelle)