Freitag, 31. Oktober 2014

Nun kann ich, Nephi, nichts mehr sagen

„Mir fehlen die Worte.“ Ist es dir auch schon mal passiert, dass dir spontan keine Worte als Entgegnung auf eine Frechheit deines Gegenübers eingefallen sind? So ist es z.B. auch in den Streitreden der drei Freunde Ijobs gegangen, die ihn in seinem Leid eigentlich trösten wollten. Das Hin und Her der Argumentation führte zu mehreren Streitreden. Irgendwann gingen den Dreien aber die Worte aus. Elihu drückt dies so aus, als er das Wort ergreift: „Besiegt sind sie, geben keine Antwort mehr, die Worte sind ihnen ausgegangen.“ (Ijob 32:15).
Ist so etwas etwa auch gemeint, als Nephi von sich sagt: „Und nun kann ich, Nephi, nichts mehr sagen; der Geist gebietet meiner Rede Einhalt, und es bleibt mir nur noch, über den Unglauben und die Schlechtigkeit und die Unwissenheit und die Halsstarrigkeit der Menschen zu trauern; denn sie wollen nicht nach Erkenntnis trachten noch große Erkenntnis verstehen, wenn sie ihnen in Klarheit gegeben wird, selbst so klar, wie ein Wort nur sein kann.“ (2. Nephi 32:7).
Konnte er nichts mehr sagen, weil er nichts mehr wusste? Nein, sein Volk war für weitere Erkenntnisse nicht bereit und so hat der Herr ihm geboten nichts mehr zu sagen, als das, was er schon gesagt hatte. Wenn größere Kenntnisse den Horizont der Zuhörer übersteigen, dann macht es keinen Sinn, diese auszusprechen. So erging es auch anderen Propheten:
  • Moroni hat Dinge versiegelt, die nicht übersetzt werden durften (Ether 5:1)
  • Dem jungen Mormon wurde verboten dem überaus schlechten Volk zu predigen (Mormon 1:16-17)
  • Moroni durfte bestimmte Prophezeiungen Ethers nicht aufschreiben (Ether 13:13)
  • Die Apostel sollten die Geheimnisse des Reiches nicht mit der Welt teilen (JSÜ Matthäus 7:10; in der Einheitsübersetzung steht es ähnlich im Vers 6).

Nun kann ich, Nephi, nichts mehr sagen. Der Herr wird mir die Kenntnisse zukommen lassen, die für meinen Fortschritt erforderlich sind, wenn ich ernsthaft nach ihnen trachte, verbunden mit dem Wunsch, anderen zu helfen, Wahrheit von Irrtum unterscheiden zu können. So hat er es jedenfalls Oliver Cowdery mitgeteilt (Lehre und Bündnisse 6:11). Wie bemühst du dich darum, die Geheimnisse Gottes kennenzulernen?
Mir fehlen die Worte (Quelle)

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Es wird keine weitere Lehre gegeben werden, bis dass er sich euch im Fleische kundtut

Nephi erklärte seinem Volk die Lehre von Jesus Christus: Glaube an Christus, Umkehr, Taufe durch Wasser und durch den Heiligen Geist, Ausharren bis ans Ende (siehe 2. Nephi 31). Über diese Lehre von Christus teilt Nephi seinem Volk ca. 550 v. Chr. mit: „Siehe, dies ist die Lehre von Christus, und es wird keine weitere Lehre gegeben werden, bis dass er sich euch im Fleische kundtut. Und wenn er sich euch im Fleische kundtut—das, was er euch sagen wird, sollt ihr beachten und tun.“ (2. Nephi 32:6).
Es wird keine weitere Lehre gegeben werden, bis dass er sich euch im Fleische kundtut. Was kann damit gemeint sein? Denken wir an z.B. nur eine weitere Lehre, die wir seit Christi Auferstehung kennen, die Lehre der Taufe für Verstorbene (1. Korinther 15:29). Offensichtlich wurden in Korinth stellvertretende Taufen zugunsten ungetauft Verstorbener vollzogen, bis sie im sechsten Kanon des Konzils von Karthago 397 n.Chr. verboten wurden (siehe hier). Finden wir über diese Lehre etwas im Buch Mormon? Nein. Und warum nicht? Weil dieser Teil der Lehre Jesu erst nach seiner Auferstehung praktiziert werden konnte. Denn während seiner Tage der Grablegung besuchte er die Geisterwelt und eröffnete dort das Missionswerk für diejenigen, die das Evangelium zu ihren Lebzeiten nicht annehmen konnten (1. Petrus 3:19; Lehre und Bündnisse 138:16,28,30). Der größte Teil des Buches Mormon berichtet von der Zeit vor der Geburt Jesu, also stimmt die Aussage Nephis: „Es wird keine weitere Lehre gegeben werden, bis dass er sich euch im Fleische kundtut.“ Kennst du weitere Lehren, die erst mit Christus auf die Erde kamen und im Buch Mormon nicht enthalten sind?
Bergpredigt (Quelle)

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Darum werdet ihr nicht ins Licht geführt

Sicherlich kennst du die Redewendung „jemanden hinters Licht führen“. Laut Lexikon der Redensarten beschrieb sie ursprünglich die Situation, in der jemanden dorthin gebracht wurde, wo das Licht einer Lampe abgeschirmt war und man nicht gut sehen konnte, was da vor sich ging. Gemeint wird damit, jemanden täuschen, hereinlegen, betrügen.
Nephi erklärt seinem Volk - genau wie auch uns heute - wie es dazu kommt, dass seine Worte nicht verstanden würden: „Darum, wenn ihr nun, nachdem ich diese Worte gesprochen habe, sie nicht verstehen könnt, so deshalb, weil ihr nicht bittet und auch nicht anklopft; darum werdet ihr nicht ins Licht geführt, sondern müsst im Finstern zugrunde gehen.“ (2. Nephi 32:4).
Darum werdet ihr nicht ins Licht geführt. Wenn ich eine Aussage meines Gegenübers nicht verstehe und nicht `nachfrage´, werde ich auch weiterhin in Unkenntnis bleiben. Zu guter Kommunikation gehört unter Menschen ebenso wie zwischen Mensch und Gott: Nachfragen. Sollte ich die Worte des Herrn, die er durch Nephi hat sprechen lassen nicht verstehen, so liegt es daran, dass ich den Herrn nicht um Erkenntnis bitte und so der Heilige Geist nicht auf mich einwirken kann. Wenn wir göttliche Wahrheit verstehen wollen, geht das nur mithilfe des Heiligen Geistes: „Der Heilige Geist, den euch der Vater an meiner Stelle als Helfer senden wird, er wird euch an all das erinnern, was ich euch gesagt habe, und euch meine Worte erklären.“ (Johannes 14:26 in der Hoffnung für alle Fassung). Und um die Hilfe des Heiligen Geistes müssen wir aber bitten! Erst dann führt er uns ins Licht und er wird uns nie `hinters Licht´ führen, sondern uns immer sagen, was wir tun sollen (2. Nephi 32:5). Wie gehst du vor, wenn du göttliche Wahrheit besser verstehen willst?
(Quelle)

Dienstag, 28. Oktober 2014

Weidet euch an den Worten von Christus

Wenn Kühe, Pferde oder Schafe auf die Weide geführt werden, so wirst du feststellen, dass sie sich sofort an der saftigsten Stelle der Wiese daran machen, zu grasen. Und wenn dann die Wiese abgegrast ist, recken sie ihr Maul durch den Weidezaun, um auch noch das frische Gras außerhalb der Eingrenzung zu erhaschen.
Nicht nur Tiere weiden sich am saftigen Gras einer Wiese. Wie uns Nephi erklärt, stehen auch wir Menschen offensichtlich auf einer Weide: „Engel reden durch die Macht des Heiligen Geistes; darum reden sie die Worte von Christus. Darum habe ich zu euch gesagt: Weidet euch an den Worten von Christus; denn siehe, die Worte von Christus werden euch alles sagen, was ihr tun sollt.“ (2. Nephi 32:3).
David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf erklärt uns: „So, wie eine Gurke in eine eingelegte Gurke umgewandelt wird, wenn sie in Salzlake getaucht und davon durchdrungen wird, werden Sie und ich von neuem geboren, wenn wir ganz im Evangelium Jesu Christi aufgehen. Wenn wir „die Bündnisse … befolgen“ (siehe LuB 42:13), die wir eingegangen sind, wenn wir uns „an den Worten von Christus“ weiden ...“ ("Ihr müsst von neuem geboren werden").
Weidet euch an den Worten von Christus. So wie wir uns an einer festlich gedeckten Tafel an leckeren Dingen erfreuen, sollen wir uns auch an dem Wort Gottes erfreuen. So wie die Tiere die Wiese abgrasen, oder wir Menschen die mit leckerer Speise gedeckte Tafel begierlich leer essen, sollen wir mit derselben Begehrlichkeit unseren Geist mit dem Wort Gottes sättigen. Bei diesem Weiden lernen wir, was der Herr von uns erwartet, was wir tun müssen, wenn wir wieder zu ihm zurückkommen wollen. Wie weidest du dich an den Worten von Christus, wie wirst du zu einer Salzgurke?
(Quelle)

Montag, 27. Oktober 2014

Mit der Zunge von Engeln reden?

Du kennst sicherlich die Redensart: „Wie mit Engelszungen reden“? Sie beschreibt, dass jemand eindringlich und betörend auf dich einredet bzw. dich zu überzeugen versucht und leitet sich vom 1. Korinther 13:1 ab „Wenn ich in allen Sprachen der Welt, ja, mit Engelszungen reden kann, ...“ (hier mal wegen der Wortgleichheit aus der Version „Hoffnung für alle“ zitiert).
Nephi erinnert zunächst an das, worüber er vorher geredet hat und spricht dann das Reden mit Engelszungen an: „Erinnert ihr euch nicht, dass ich euch gesagt habe, nachdem ihr den Heiligen Geist empfangen habt, könnt ihr mit der Zunge von Engeln reden? Und nun, wie könnt ihr mit der Zunge von Engeln reden, außer durch den Heiligen Geist?“ (2. Nephi 31:2).
Mit der Zunge von Engeln reden? Engel reden das, was ihnen der Heilige Geist zu sagen eingibt. Nachdem derjenige, der mit Wasser und dem Heiligen Geist getauft ist und sich würdig macht, die Einflüsterungen des Heiligen Geistes zu verspüren, kann er eben auch auf dieselbe Weise reden, wie es Engel des Herrn tun. Das bedeutet nicht zwangsläufig, in einer anderen Sprache zu reden. Präsident Boyd K. Packer sagte in diesem Zusammenhang: „Nephi erklärte, dass Engel durch die Macht des Heiligen Geistes reden, und dass Sie mit der Zunge von Engeln reden können, was schlicht bedeutet, dass Sie mit der Macht des Heiligen Geistes reden können. Da wird nichts zu hören sein. Da wird nichts zu sehen sein. Es wird keine Taube kommen. Es werden keine Zungen wie von Feuer erscheinen. Aber die Macht wird da sein.“ (Die Gabe des Heiligen Geistes: Was jedes Mitglied wissen sollte; Liahona, August 2006). Was sind deine Gedanken über das Reden mit Engelszungen?
(Quelle)

Sonntag, 26. Oktober 2014

Welches ist die Lehre von Christus?

Du kennst sicherlich die traditionelle Redewendung: Alle Wege führen nach Rom. Sie bezieht sich darauf, dass Rom einmal der Mittelpunkt des alten Römischen Reiches war. Diese Redewendung wird im Allgemeinen in der Weise benutzt, dass man zum Ausdruck bringen will: Alle Möglichkeiten führen zu Ziel.
Ganz im Gegensatz dazu die Lehre von Christus, die von nur einem Weg der Errettung spricht: „Und nun siehe, meine geliebten Brüder, dies ist der Weg; und es ist kein anderer Weg noch Name unter dem Himmel gegeben, wodurch der Mensch im Reich Gottes errettet werden kann. Und nun siehe, dies ist die Lehre von Christus und die einzige und wahre Lehre vom Vater und vom Sohn und vom Heiligen Geist, die ein Gott sind ohne Ende. Amen.“ (2. Nephi 31:21).
Welches ist die Lehre von Chrisus? Wie wir im gesamten 2.Nephi 31 vom Herrn durch seinen Propheten auf der westlichen Hemisphäre, Nephi, unterrichtet werden, besteht die Lehre von Christus darin, dass es nur einen Weg und Namen gibt, der zur Errettung führt, zurück in unsere himmlische Heimat. Dieser Name ist Jesus Christus, weil er der einzige war, der als von Sünde unbefleckter, das Sühnopfer für uns Sünder erbringen konnte, und der einzige Weg jener, den er uns vorgezeigt hat: Umkehr, Glaube an ihn als unseren Erlöser, Taufe im Wasser und mit dem Heiligen Geist und Ausharren bis ans Ende (Apostelgeschichte4:12; Johannes 14:6; Matthäus 7:13-14; Lehre und Bündnisse 14:7). Was sagt dir diese „einzige und wahre Lehre vom Vater und vom Sohn und vom Heiligen Geist“ (2. Nephi 31:21)?
Viele Wege führen nach Rom (Quelle)

Samstag, 25. Oktober 2014

Nachdem ihr auf diesen engen und schmalen Pfad gelangt seid, möchte ich fragen, ob alles getan ist?

Hätte Thor Heyerdahl nur die Kon-Tiki gebaut und gemeint, damit sein Ziel, nachzuweisen, dass die präkolumbischen Indianer Südamerikas die technische Möglichkeit gehabt hätten, per Schiff Polynesien zu besiedeln, erreicht zu haben, hätte er zwar einen wunderbaren Start gehabt, aber sein Ziel wäre eine Theorie geblieben.
Genauso geht es uns, wenn wir getauft wurden und denken, damit sei alles schon getan. Nephi erklärt uns, dass dem nicht so ist: „Darum müsst ihr mit Beständigkeit in Christus vorwärtsstreben, erfüllt vom vollkommenen Glanz der Hoffnung und von Liebe zu Gott und zu allen Menschen. Wenn ihr darum vorwärtsstrebt und euch am Wort von Christus weidet und bis ans Ende ausharrt, siehe, so spricht der Vater: Ihr werdet ewiges Leben haben.“ (2. Nephi 31:20).
Nachdem ihr auf diesen engen und schmalen Pfad gelangt seid, möchte ich fragen, ob alles getan ist? Nein, wir haben zwar das Tor durchschritten, aber der Weg muss erst noch gegangen werden.
Und zwar müssen wir:
  • mit Beständigkeit in Christus vorwärtsstreben
    das bedeutet, dass wir, so wie z.B. Glas eine hohe Beständigkeit gegen sehr viele Säuren aufweist, auch wir eine hohe Beständigkeit gegen die Angriffe Satans aufweisen müssen;
  • erfüllt sein vom vollkommenen Glanz der Hoffnung und von Liebe zu Gott und zu allen Menschen 
    • Hoffnung: Steven E. Snow von der Präsidentschaft der Siebziger sagt hierzu: „Dieser „vollkommene Glanz der Hoffnung“, von dem Nephi spricht, ist die Hoffnung auf das Sühnopfer, die ewige Errettung, die uns durch das Opfer des Heilands ermöglicht wird. Diese Hoffnung hat schon immer dazu geführt, dass Menschen Bemerkenswertes zustande brachten.“ (Liahona April 2011: „Hoffnung“ lies oder sieh seine Ansprache hier).
    • Liebe zu Gott und zu allen Menschen:
      Ein Teil des Weges, der mir in einigen Fällen schwer fällt, den ich aber, wenn ich Christus folgen will, einhalten muss. Ich merke allerdings, dass ich, je mehr ich die Schrift in mich aufnehme, auch im Halten dieses, dem alles umfassenden Gebot (Matthäus 22:39), Fortschritte mache.

Was tust du, um mit Beständigkeit in Christus vorwärts zu streben?

Beständigkeit gegen Säuren (Quelle)

Freitag, 24. Oktober 2014

Wieso zeigt der Herr den Menschen etwas?

In der Ausbildung wird häufig die Vier-Stufen-Methode angewendet, um umfangreiche noch nicht erlernte Kompetenzen planmäßig zu vermitteln:
  1. Stufe: Vorbereiten und erklären,
  2. Stufe: Vormachen und erklären,
  3. Stufe: Nachmachen und erklären lassen,
  4. Stufe: Vertiefen durch Üben.
Der Herr hat mit uns diese Methoden schon immer angewandt und Nephi hat sie so erlebt: „Darum tut das, wovon ich euch gesagt habe, ich hätte gesehen, dass euer Herr und euer Erlöser es tun werde. Denn aus diesem Grund ist es mir gezeigt worden, damit ihr das Tor erkennen könnt, durch das ihr eintreten sollt. Denn das Tor, durch das ihr eintreten sollt, ist Umkehr und Taufe im Wasser; und dann kommt die Vergebung eurer Sünden durch Feuer und durch den Heiligen Geist.“ (2. Nephi31:17).
Wieso zeigt der Herr den Menschen etwas? Damit sie erkennen, was sie wie tun sollen, um ein bestimmtes Ziel erreichen zu können.
Im Fall der Taufe sieht für mich die Vier-Stufen-Methode folgendermaßen aus:
  1. Stufe:
    Der Herr hat Nephi, und damit auch uns, durch Aussagen in den vorhergehenden Versen vorbereitet und dann erklärt, dass die Taufe das Tor zu dem engen und schmalen Pfad ist, den alle begehen müssen, wenn sie zum ewigen Vater zurückkehren wollen und dass unbedingt auch die Taufe mit dem Feuer dazugehört.
  2. Stufe:
    Der Herr hat Nephi mitgeteilt, dass er sich zu gegebener Zeit auch taufen lassen würde, und hat Johannes dem Täufer als es so weit war, auch erklärt, warum er sich taufen lässt. Danach haben die Beteiligten die Taufe mit dem Heiligen Geist gesehen, dargestellt durch die Taube.
  3. Stufe:
    Wir lassen uns auch taufen, machen es also Christus nach, und erklären, warum wir es machen wollen.
  4. Stufe:
    Wir vertiefen die Taufe und andere Bündnisse, die wir eingegangen sind, durch die Einnahme des Abendmahls und üben daran anschließend auf den schmalen und geraden Weg zurückzukehren, wo wir abgewichen sind.

An welches weitere Beispiel Jesu denkst du, wo Christus diese Vier-Stufen-Methode angewendet haben mag?
(Quelle)

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Wenn ein Mensch nicht bis ans Ende ausharrt

Kennst du die Kon-Tiki? Mit ihr bewies Thor Heyerdahl 1947, dass die präkolumbischen Indianer Südamerikas die technische Möglichkeit gehabt haben, per Schiff Polynesien zu besiedeln. Hätte er nicht gegen den Widerstand der meisten Wissenschaftler und möglicher Sponsoren an seinen diversen Vorhaben festgehalten, wäre er nicht der Praktiker der experimentellen Archäologie geworden, der er wurde. Seine Beharrlichkeit führte ihn letztendlich zum ersehnten Erfolg.
Von einem anderen Erfolg aufgrund Ausharrens spricht Nephi zu uns: „Und nun, meine geliebten Brüder, erkenne ich daraus [aus dem, was Jesus ihm offenbarte, siehe 2. Nephi31:14,15], wenn ein Mensch nicht bis ans Ende ausharrt, indem er dem Beispiel des Sohnes des lebendigen Gottes nachfolgt, so kann er nicht errettet werden.“ (2. Nephi 31:16).
Wenn ein Mensch nicht bis ans Ende ausharrt. Beharrlichkeit wird von Emanuel Kant in seiner „Kritik der reinen Vernunft“ folgendermaßen definiert: „ein Dasein zu aller Zeit“. Uns ist geboten worden, den Namen Christi auf uns zu nehmen und im Halten seiner Gebote bis an unser Lebensende auszuharren. Nur, wenn wir diesen Daseinszustand, der Treue gegenüber Gott, uns zu aller Zeit unseres Erdendaseins erhalten, werden wir errettet werden (3.Nephi 27:6). Wie gelingt es dir ein gutes Vorhaben bis zum erfolgreichen Ende durchzuhalten, dem Ziel mit Beharrlichkeit entgegenzuarbeiten?
Kon-Tiki (Quelle)

Mittwoch, 22. Oktober 2014

In welchem Fall wäre besser für uns, wir hätten Christus nicht gekannt?

Kannst du dir Umstände vorstellen, in denen es für dich besser gewesen wäre, du hättest eine bestimmte Person gar nicht erst kennengelernt?
Nephi sagt uns diesbezüglich etwas: „Aber siehe, meine geliebten Brüder, so erging die Stimme des Sohnes an mich, nämlich: Nachdem ihr von euren Sünden umgekehrt seid und dem Vater bezeugt habt, dass ihr willens seid, meine Gebote zu halten, durch die Taufe mit Wasser, und ihr die Taufe mit Feuer und mit dem Heiligen Geist empfangen habt und mit neuer Zunge reden könnt, ja, selbst mit der Zunge von Engeln, und mich danach verleugnet, dann wäre es besser für euch, ihr hättet mich nicht gekannt.“ (2. Nephi 31:14).
Wenn wir eine gesicherte Erkenntnis von Christus bekommen haben und seine Existenz danach leugnen, so ist das Sühnopfer Jesu für uns unwirksam. So spricht Petrus über lästerhafte Irrlehrer: „Es wäre besser für sie, den Weg der Gerechtigkeit gar nicht erkannt zu haben, als ihn erkannt zu haben und sich danach wieder von dem heiligen Gebot abzuwenden, das ihnen überliefert worden ist.“ (2. Petrus 2:21).
In welchem Fall wäre besser für uns, wir hätten Christus nicht gekannt? In dem Fall, dass wir die `unverzeihliche Sünde´ begehen, die darin besteht, bewusst den Heiligen Geist oder Jesus Christus zu leugnen, nachdem wir von deren Realität ein unmissverständliches und unumstößliches Zeugnis erlangt haben. Wenn wir das tun würden, dann hätten wir Jesus Christus für uns gekreuzigt und verspottet und unsere Errettung auf ewig verspielt. Insofern wäre es besser gewesen, wir hätten Christus nicht erkannt (Lehre und Bündnisse76:30-35; Hebräer 10:26). Nun magst du vielleicht sagen, Petrus hat Christus doch persönlich gekannt und gewusst, dass er der Sohn Gottes ist (Matthäus16:16), ihn bewusst geleugnet (Johannes 13:38; Lukas 22:57) und dennoch wurde er zum Apostel, einem besonderen Zeugen für Christus, berufen und eingesetzt (Matthäus10:2). Kannst du mir sagen, wieso dies auf ihn nicht zutrifft?
Rembrandt Harmensz. van Rijn: Apostel Petrus verleugnet Christus(Quelle)

Dienstag, 21. Oktober 2014

Die Taufe ein enger Pfad und ein schmales Tor?

Wenn du Zugang zu einem abgesperrten Bereich haben willst, z.B. als Mitarbeiter einer Firma zu deinem Arbeitsplatz, dann kann es schon sein, dass du durch ein enges Tor schreiten musst, wie z. B. unten in dem Bild dargestellt. Da kommt sogar nur immer eine Person hindurch.
Nephi erklärt uns in Bezug auf die Taufe, dass sie diesem Bild ähnlich ist: „Und weiter zeigt dies den Menschenkindern, dass der Pfad eng ist und dass das Tor schmal ist, durch das sie eintreten sollen; und er hat ihnen das Beispiel gegeben.“ (2. Nephi31:9). Matthäus bestätigt diese Aussage ca. 550 Jahre später auf dem alten Kontinent: „Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur wenige finden ihn.“ (Matthäus 7:14).
Die Taufe ein enger Pfad und ein schmales Tor? Ja, uns wird gesagt, dass die Taufe das Tor zum ewigen Leben und der Weg dorthin ein schmaler Weg ist (Johannes 3:5). Wo drin liegt nun die Enge des Pfades? Um getauft werden zu können, müssen wir vorher Glauben an Jesus Christus entwickelt haben und von unseren Sünden ablassen und Umkehr üben (Apostelgeschichte 2:38). Das ist keine einfache Angelegenheit und es ist mühsam für uns, eben wie ein schmaler Pfad mit riesigem Gepäck auf den Schultern mühsam zu begehen ist und wir damit auch nicht durch das schmale Tor passen. Wir müssen, bevor wir durch das Tor passen, unsere Lasten ablegen. Was gehört deiner Meinung nach alles zur Umkehr vor, aber auch nach der Taufe dazu, damit wir den schmalen Pfad auch weitergehen können?
(Quelle)

Montag, 20. Oktober 2014

Der Heilige Geist kam in Gestalt einer Taube?

Nephi schildert uns ca. 550 v. Chr., was nach der Taufe Jesu im Wasser durch Johannes den Täufer passieren würde: „Darum [dass sich Christus vor dem Vater demütigt, siehe Vers 7] kam, nachdem er mit Wasser getauft war, der Heilige Geist in Gestalt einer Taube auf ihn herab.“ (2. Nephi 31:8). In der Bibel wird diese Aussage nach erfolgter Taufe so bestätigt: „und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.“ (Lukas 3:22).
Der Heilige Geist kam in Gestalt einer Taube? Da der Heilige Geist, die dritte Person in der Gottheit eine Persönlichkeit aus Geist ist (Lehre und Bündnisse 130:22) und er für uns unsichtbar ist, kam das Symbol des Friedens, die Taube, auf ihn herab. Offensichtlich gehört diese Bestätigung durch den Heiligen Geist als Taufe mit Feuer (symbolhafte Reinigung unsres Geistkörpers) zur Taufe mit Wasser (symbolhafte Reinigung unsres Leibes) dazu, so wie wir es heute auch kennen und im Namen Jesu praktizieren: Anschließend an die Taufe mit Wasser kommt die Taufe mit dem Feuer und dem Heiligen Geist (Lehre und Bündnisse 33:11). Was denkst du, warum diese zweite Handlung untrennbar von der Ersten ist?
(Quelle)

Sonntag, 19. Oktober 2014

Jesu ließ sich taufen, um alle Gerechtigkeit zu erfüllen?

Für mich gibt es zumindest zwei Gründe, warum Christus sich taufen ließ, um alle Gerechtigkeit zu erfüllen (2. Nephi 31:5):
  1. Die Taufe ist eine Forderung Gottes
    Gott Vater hat die Bedingung zum Eintritt in sein Reich aufgestellt, und zwar für alle Menschen und uns durch seinen Sohn Jesus Christus mitteilen lassen: „Und er gebietet allen Menschen, dass sie umkehren müssen und sich in seinem Namen taufen lassen und vollkommenen Glauben an den Heiligen Israels haben, sonst können sie nicht im Reich Gottes errettet werden.“ (2. Nephi 9:23; lies auch 24). Christus hat sich unter uns sündige Menschen herabgelassen (1. Nephi 11:16,18) und wurde so `des Menschen Sohn´ mit seinem ewigen Vater und einer irdischen Mutter (Matthäus 16:13-16). Nachdem er in allem seinem Vater Gehorsam war, erfüllte er auch dieses Gebot. Durch sein späteres Sühnopfer, hat er stellvertretend die Sünden der gesamten Menschheit auf sich genommen, um mittels Barmherzigkeit die Forderungen der Gerechtigkeit, Strafe für Gesetzesübertretung, zu erfüllen (Alma 34:16).
  2. Christus fordert uns auf ihm zu folgen (2. Nephi 31:10),
    also will er uns in allem selber ein Vorbild sein und uns dadurch zeigen, wie Forderungen der Gerechtigkeit, Forderungen seines, unseres himmlischen Vaters, erfüllt werden: Indem man die Gesetze Gottes ausnahmslos und voller Demut befolgt (2. Nephi 31:7,12).
Jesu ließ sich taufen, um alle Gerechtigkeit zu erfüllen? Wie verstehst du dieses Beispiel Jesu?
Jesus lässt sich von Johannes taufen (Quelle)

Samstag, 18. Oktober 2014

October 5, 2014 - Music & The Spoken Word

Christus hatte es nötig sich taufen zu lassen?

Stell dir vor, du bist die Person, die in einem Theater angestellt ist, um Eintrittskarten zu verkaufen. In der Schlange vor deiner Kasse siehst du geduldig den Eigentümer des Theaters warten, bis er an der Reihe ist und von dir eine Eintrittskarte kaufen will. Du entgegnest ihm, dass er doch keine Eintrittskarte kaufen muss, um sein eigenes Theater aufzusuchen. Er besteht dennoch darauf, eine Karte zu erwerben. Eine merkwürdige Situation für dich oder?
Über eine ähnliche Situation prophezeit uns Nephi knappe 600 Jahre vor deren Eintreten: „Und nun, wenn das Lamm Gottes, er, der heilig ist, es nötig hat, im Wasser getauft zu werden, um alle Gerechtigkeit zu erfüllen, o um wieviel mehr haben dann wir, die wir unheilig sind, es nötig, getauft zu werden, ja, selbst im Wasser!“ (2. Nephi 31:5).
Du hast sicherlich das Bild im Kopf, wie Johannes der Täufer im Jordan steht und eine Menge von Menschen im Jordan durch Untertauchen tauft (Matthäus3:4-6). Weshalb ließen sich die Menschen von ihm taufen? Zum Zeichen ihrer Umkehr von Sünde, ihrer Zuwendung zu Jesus, zum Eintritt in das Reich Gottes auf Erden (Matthäus 3:11). Bis dahin alles wunderbar, aber nun kommt derjenige, der der Herr dieses Reiches ist und begehrt selber getauft zu werden! Wie kommt sich Johannes vor (Matthäus 3:14)? Jesus reagiert darauf mit der Aussage: „Lass es nur zu! Denn nur so können wir die Gerechtigkeit (die Gott fordert) ganz erfüllen.“ (Matthäus 3:15).

Christus hatte es nötig sich taufen zu lassen? Natürlich nicht, denn er war ohne Sünde (1. Johannes 3:5). Wovon sollte er also Umkehr üben? Und zum Eintritt in das Reich, dessen Herr er ist? Christus hat damit seine Demut vor dem Vater bekunden (2. Nephi 31:7) und alle Gerechtigkeit erfüllen wollen (2. Nephi 31:5). Nun hat Jesus uns alle, zusammen mit dem reichen Jüngling, aufgefordert ihm nachzufolgen (Markus10:21). Was schließt du daraus in Bezug auf die Taufe? Wenn du willst, schau dir noch diesen Clip „Die Taufe Jesu“ an (hier).
Taufe Jesu (Quelle)

Freitag, 17. Oktober 2014

Der Herr, Gott, gibt dem Verständnis Licht

Gerade vorletzten Sonntag, als ich aus der Kirche zurückkam, drehte ich meine Mischbatterie am Spültisch auf und welch Erstaunen, das Wasser kam überall da raus, wo es nicht rauskommen sollte. Ich wusste, dass da eine sogenannte `Steuerpatrone´ drin ist, die wohl defekt sein dürfte, aber ich habe noch nie eine ausgewechselt. So musste ich irgendwie am Montag früh `Licht ins Dunkel bringen´. Ich fand ein Video dazu im Internet und noch ein paar Tipps bei einem mir bekannten Installationsfachmann. Mit Ausdauer und Geduld konnte ich mit dem erworbenen Hintergrundwissen die dennoch auftretenden Schwierigkeiten, zusätzlich mit einem Gebet im Herzen, überwinden und die Armatur wieder reparieren. Wie war ich froh, als das Wasser wieder nur dort floss, wo es herauskommen sollte!
Nephi erklärt uns bezüglich des Erlangens von göttlicher Kenntnis: „Denn meine Seele erfreut sich an Klarheit; denn auf diese Weise wirkt der Herr, Gott, unter den Menschenkindern. Denn der Herr, Gott, gibt dem Verständnis Licht; denn er spricht zu den Menschen gemäß ihrer Sprache zu ihrem Verständnis.“ (2.Nephi 31:3).
Der Herr, Gott, gibt dem Verständnis Licht. Ist es nicht überaus hilfreich, zu wissen, an wen man sich in welcher Situation wenden muss, um Hilfe beim Beseitigen von Unkenntnis zu bekommen? In manchen Situationen reicht es aus, die richtigen irdischen Experten zu befragen. In Dingen, die die Errettung aus unserem gefallenen Zustand betreffen, weiß ich mit Bestimmtheit, dass ich mich im Namen Jesu an Gott wenden darf (Jakobus 1:5). Er wird mir nicht antworten: Das hab ich dir doch schon tausendmal erklärt, weißt du es denn immer noch nicht? Nein, geduldig und in Liebe wird er in Klarheit - meiner Auffassungsgabe entsprechend - gemäß meiner Sprache, meinem Verständnis Licht zukommen lassen. Dessen bin ich mir ganz sicher, weil ich auf diese Weise bisher erfolgreich war. Wie gehst du vor, wenn du von keinem irdischen Fachmann erwarten kannst, dass er deinem Verständnis Licht bringen wird?
Licht ins Dunkel bringen (Quelle)

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Die Lehre von Christus

Hier auf Erden gibt es die verschiedensten Lehren: die Lehre von der Dichtkunst, den Gasen, der Bewegung, der fehlerhaften Gesellschaft ... Jeder, der etwas über eine dieser Lehren sagen möchten, muss sich von irgendwo Wissen darüber angeeignet haben.
Nephi will uns nun noch, zum Abschluss seiner Worte, etwas über eine besondere Lehre mitteilen: „Darum genügt mir das, was ich geschrieben habe, außer noch einige wenige Worte, die ich in Bezug auf die Lehre von Christus sagen muss; darum werde ich klar zu euch sprechen, gemäß der Klarheit meines Prophezeiens.“ (2. Nephi 31:2).
Wer über die Lehre von Christus etwas mitteilen will, muss sie zunächst erhalten haben. Als Kind seiner Eltern hat Nephi sie zunächst von ihnen kennengelernt. Er war aber sehr wissbegierig und wollte sie direkt aus erster Quelle haben. So bat er Gott darum und erhielt sie aufgrund seines starken Glaubens und Gehorsams auch direkt von Christus (1. Nephi 2:16), bekam göttliche Vollmacht und wurde der Prophet seiner Zeit (2. Nephi 5:26). Als solcher teilt er uns seine Prophezeiungen und die Lehre von Christus in Klarheit mit.

Die Lehre von Christus. So wie jeder Prophet seiner Zeit, hören wir auch heute `die Lehre von Christus´ aus berufenem Mund der Propheten und Apostel, die der Herr in dieser letzten Dispensation der Fülle der Zeiten (Epheser 1:10; Lehre und Bündnisse 128:18) von Joseph Smith über alle weiteren bis zu Thomas S. Monson berufen hat. Von wo nimmst du dein Wissen über `die Lehre von Chritsus´ her?
(Quelle)

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Satan wird für eine lange Zeit keine Macht mehr haben

Will man den Gesetzlosen die Macht über andere Menschen nehmen, so muss man sie entweder vom Gegenteil überzeugen, und wenn das nicht geht, hinter Gitter bringen. Aber irgendwann kommen sie wieder heraus und dann?
Ähnliches ist für das Millennium vorhergesagt: „Darum werden alle Dinge, die den Menschenkindern offenbart worden sind, an jenem Tag offenbart werden; und der Satan wird für eine lange Zeit keine Macht mehr haben über das Herz der Menschenkinder. Und nun, meine geliebten Brüder, komme ich mit meinen Worten zu Ende.“ (2. Nephi 30:18).
Satan wird für eine lange Zeit keine Macht mehr haben. Zum einen werden den dort lebenden Menschen alle Dinge von allen Nationen und Generationen offenbar sein, alle Geheimnisse der Menschheitsgeschichte werden gelüftet. Zum anderen wird es Luzifer und den seinen nicht gestattet sein in diesem Reich Gottes auf Erden zu wirken. Christus wird im Millennium auf der Erde die Herrschaft haben (Lehre und Bündnisse 29:11) und wir wissen, dass sich in seiner Gegenwart nichts Unreines aufhalten kann (1. Nephi 15:34). Sie werden also an einem anderen Ort ins Gefängnis gesteckt, aus dem sie allerdings nochmals wieder für eine kurze Zeitspanne freigelassen werden sollen (Offenbarung20:3). Wie stellst du dir das Leben im Millennium vor?
(Quelle)

Dienstag, 14. Oktober 2014

Sie werden nicht verletzen noch zerstören

Im Internet habe ich mehrere Videos gefunden, in denen berichtet wird, dass Mensch und wilder Löwe miteinander schmusen und sogar Fußball spielen. Glaubst du nicht, hier das Beispiel mit Kevin Richardson, dem Löwenflüsterer und hier ein Bericht über ihn.
Also, wenn das der eine oder andere Mensch heute schon kann, dann ist es wohl nicht aus der Luft gegriffen, wenn wir bei Nephi über eine zukünftige Zeit lesen: „Und dann wird der Wolf beim Lamm wohnen, und der Leopard wird beim Böcklein lagern und das Kalb und der junge Löwe und das Mastvieh beisammen; und ein kleines Kind wird sie führen. 13  Und die Kuh und der Bär werden weiden; ihre Jungen werden zusammen lagern; und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. 14  Und der Säugling wird an der Höhle der Otter spielen, und das entwöhnte Kind wird seine Hand in das Loch der Viper stecken. 15  Sie werden nicht verletzen noch zerstören auf meinem ganzen heiligen Berg; denn die Erde wird voll sein von der Erkenntnis des Herrn, wie die Wasser das Meer bedecken.“ (2. Nephi 30:12-15). Auch bei Jesaja lesen wir fast dieselben Worte (Jesaja 11:6-9).

Sie werden nicht verletzen noch zerstören. Wie wunderschön wird diese Zeit des Millenniums, von der hier die Rede ist, doch sein. Ich bin sowieso ein Tierliebhaber. Immer wenn ich in einen Kuhstall komme, muss ich die Tiere dort gleich kraulen und sie in den Arm nehmen. Natürlich auch mit Hunden, Katzen, Hühnern und allem Hausgetier, was sich so auf einem Bauernhof tummelt. Wie freue ich mich auf die Zeit, wo ich das mit heute noch wilden Tieren auch machen kann. Der Herr hat es uns so wissen lassen und es gibt keinen Zweifel für mich daran. Mit welchem heute noch wilden Tier würdest du am liebsten spielen?
Kevin Richardson, dem Löwenflüsterer

Montag, 13. Oktober 2014

Rechtschaffenheit und Treue

Weißt du, dass die amerikanische Bundespolizei in ihrem Wappen folgende Werte postuliert: „Fidelity, Bravery, Integrity“, zu Deutsch: „Treue, Mut, Rechtschaffenheit.“ Alles eine Sache der Sichtweise. Viele Firmen haben entsprechende Werte auf ihre Fahnen geschrieben, aber halten sie diese Werte auch ein?
Von Jesus Christus werden uns durch Nephi folgende markante Werte mitgeteilt: „Und Rechtschaffenheit wird der Gurt seiner Lenden sein und Treue der Gurt seiner Hüften.“ (2.Nephi 30:11). Auch Jesaja hat uns dies mitgeteilt, als er über die Ankündigung des messianischen Reiches offenbarte: „Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften, Treue der Gürtel um seinen Leib.“ (Jesaja22:5).
Rechtschaffenheit und Treue. Nephi leitet seine Prophezeiung über das Millennium also mit denselben Eigenschaften Jesu ein, Rechtschaffenheit und Treue. Ein Gurt umschließt mehr oder weniger eng die Taille, also die angesprochenen Körperteile, wobei die Lende (steht für Fortpflanzung) und Hüfte (steht für Bewegung) in derselben Region zu finden sind. Somit verstehe ich die Aussage Nephis und Jesajas dahin gehend, dass Christus eng von Rechtschaffenheit und Treue geleitet ist. Da wir Christus in allem nachfolgen dürfen, ohne Gefahr zu laufen etwas Verkehrtes zu tun, (Johannes 10:27), sind beides Eigenschaften, derer wir uns auch befleißigen sollen. Rechtschaffen leben bedeutet kurz gesagt: Sünde meiden; treu sein: Verlässlichkeit in unserem Handeln. Was tust du, um von diesen beiden Tugenden umschlossen zu sein?
(Quelle)

Sonntag, 12. Oktober 2014

Eine große Trennung unter dem Volk verursachen?

Wenn Völker sich in strittigen Punkten nicht einig wurden, ihre Ideologien zu weit auseinanderlagen, haben sie ihre gegenseitigen Beziehungen auf Eis gelegt. Wir erinnern uns alle an die Zeit des vierzig Jahre lang anhaltenden `kalten Krieges´ zwischen den Supermächten USA und Sowjetunion, die besonders sichtbar wurde im Bau der Berliner Mauer und den Grenzzäunen zwischen den beiden deutschen Staaten. Oder denken wir an die Chinesische Mauer, die ja auch eine Trennung von Völkern bedeutete. Die Völker haben zueinander Distanz aufgebaut und gehalten.
Von einer anderen Art der Völkertrennung spricht der Herr durch Nephi: „Denn die Zeit kommt schnell, da der Herr, Gott, eine große Trennung unter dem Volk verursachen wird, und die Schlechten wird er vernichten; und er wird sein Volk verschonen, ja, selbst wenn es so sein sollte, dass er die Schlechten mit Feuer vernichten muss.“ (2. Nephi 30:10).
Wie wird diese Trennung entstehen und wie wird sie aussehen? Entstehen tut sie durch guten bzw. bösen Einfluss auf die Menschen. Die einen werden nicht gerne mit den anderen engen Kontakt pflegen. Ich fühle mich zu denen hingezogen, mit denen ich sympathisiere. Das hat zur Folge, dass ich die anderen mehr und mehr meide und mich von ihnen absondere. Boyd K. Packer, Präsident des Kollegiums der Zwölf, hat dies in einer Konferenzansprache im April 1994 folgendermaßen ausgedrückt: „Der Abstand zwischen der Kirche und der Welt, die sich auf einem Weg befindet, dem wir nicht folgen können, wird sich immer mehr vergrößern.“ (siehe hier).

Eine große Trennung unter dem Volk verursachen? Die Trennung realisieren die Menschen selber. Wir wurden und werden immer wieder aufgefordert, an heiligen Stätten zu stehen (siehe z.B. hier). Diejenigen, die das Weltliche bevorzugen, werden sich nicht zu heiligen Stätten hingezogen fühlen und so wird mit der Zeit eine immer größer werdende Trennung unter dem Volk verursacht. Wie gehst du mit einer solchen Trennung um?
(Quelle)

Samstag, 11. Oktober 2014

Er wird die Erde mit der Rute seines Mundes schlagen?

Mit der Rute schlagen ist körperliche Züchtigung. Kann man aber auch noch anders als physisch züchtigen? Denk einmal nach, wurdest du schon mal von jemandem mit Worten gekränkt bzw. verletzt? Im zutreffenden Fall kamen diese Worte doch über Zunge und Mund aus demjenigen hervor. So kannst du die Zunge als Rute des Mundes verstehen.
Über die Benutzung der Rute eines Mundes lässt der Herr uns über Nephi sagen: „Und in Rechtschaffenheit wird der Herr, Gott, die Armen richten und mit Geradheit zurechtweisen für die Sanftmütigen der Erde [dieser Satzteil wird in einer älteren Version verständlicher übersetzt: „mit Geradheit Recht sprechen für die Sanftmütigen der Erde“]. Und er wird die Erde mit der Rute seines Mundes schlagen, und mit dem Hauch seiner Lippen wird er die Schlechten töten.“ (2. Nephi 30:9).
Beim Forschen fiel mir auf, dass dieses fast wortwörtlich auch im 2. Nephi 21: 4 gesagt wird. Einige Aussagen sind mir ganz klar, andere nicht. Beim Recherchieren bin ich in Jesaja fündig geworden, wo über Christus prophezeit wird: „Und Wohlgefallen wird er haben an der Furcht des HERRN. Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, noch Urteil sprechen nach dem, was seine Ohren hören, 4 sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande, und er wird mit dem Stabe seines Mundes den Gewalttätigen schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen töten.“ (Jesaja 11:3-4).
Er wird die Erde mit der Rute seines Mundes schlagen? Wunderbar, dass wir wissen dürfen, dass der Herr Gerechtigkeit walten lässt. Davor schützen, dass ich mit der Rute seines Mundes geschlagen werde oder sogar durch den Hauch seiner Lippen (den verstehe ich als den gerechten Richterspruch, der mittels seines Odems und seiner Lippen zu mir gelangt) getötet zu werden (ewige Trennung von Gott; Offenbarung 21:8), kann ich mich, indem ich böses und gottloses Tun meide. Ich lerne weiterhin daraus, dass ich nicht nach dem Anschein und Hörensagen mein Gegenüber in eine Schublade stecken und erst recht nicht richten darf. Wie reagierst du, wenn Menschen dich auf diese Weise kategorisieren?
Hauch der Lippen (Quelle)

Freitag, 10. Oktober 2014

Der Herr, Gott, wird sein Werk unter allen Nationen, Geschlechtern, Sprachen und Völkern beginnen

Wenn ein Unternehmer davon überzeugt ist, dass sein Produkt allen Menschen Vorteile bringt, wird er bemüht sein, sich international zu positionieren.
Um eine ganz andere Art von internationalem Auftritt geht es in dieser Aussage des Herrn gegenüber Nephi: „Und es wird sich begeben: Der Herr, Gott, wird sein Werk unter allen Nationen, Geschlechtern, Sprachen und Völkern beginnen, um die Wiederherstellung seines Volkes auf Erden zuwege zu bringen.“ (2. Nephi 30:8).
Nachdem alle Menschen aus ein und derselben Familie stammen, gehören wir auch alle zum Volk Gottes. Im Laufe der Menschheitsgeschichte gab es immer Zeiten, in denen die Kinder Gottes sich an sein Gesetz hielten und dann wieder Epochen, in denen sie dies bewusst nicht taten. Dort wo sie es nicht taten, haben sie sich vom Volk Gottes losgesagt, und sich dem Volk Satans zugewendet. Immer wieder unternahm unser aller Vater Anstrengungen diese wieder zurückzugewinnen und wieder in sein Volk zu integrieren.
Der Herr, Gott, wird sein Werk unter allen Nationen, Geschlechtern, Sprachen und Völkern beginnen. Ein letztes Mal hat er seine Arbeiter in seinen Weinberg gesandt, um sein Volk unter seine schützende Flügel zu sammeln (Lukas13:34). Diese letzte Zeit der Arbeit in seinem Weingarten (Jakob 5:62,75) begann mit der Wiederherstellung seines Reiches auf Erden 1830 und wird mit dem Ziel fortgesetzt: „damit mein Bundesvolk in eins zusammengeführt sei an dem Tag, da ich zu meinem Tempel kommen werde. Und dies tue ich zur Errettung meines Volkes.“ (Lehre und Bündnisse 42:36). Was denkst du über die Zusammenführung seines Volkes aus allen Nationen, Geschlechtern, Sprachen und Völkern?
Arbeiten im Weinberg (Quelle)

Donnerstag, 9. Oktober 2014

So werden sie ein reines und ein angenehmes Volk sein

Eine buddhistische Weisheit besagt „Das, was du heute denkst, wirst du morgen sein.“ und Mark Twain sagte „Das, was jemand von sich aus denkt, bestimmt sein Schicksal.“ Ich verstehe diese Weisheiten so: Unsere Gedanken sind die Grundlage unseres Handelns und unser Handeln macht uns zu dem, der wir sind.
Durch Nephi lässt uns der Herr wissen: „Und dann werden sie sich freuen [gemeint ist hiermit der Überrest der Nachkommen Nephis, siehe 2. Nephi 30:4]; denn sie werden wissen, dass dies für sie eine Segnung aus der Hand Gottes ist; und die Finsternis wird ihnen wie Schuppen von den Augen zu fallen anfangen; und es werden nicht viele Generationen bei ihnen vergehen, so werden sie ein reines und ein angenehmes Volk sein. 7  Und es wird sich begeben: Die Juden, die zerstreut sind, werden ebenfalls anfangen, an Christus zu glauben; und sie werden anfangen, sich auf dem Antlitz des Landes zu sammeln, und alle, die an Christus glauben werden, die werden ebenfalls ein angenehmes Volk werden.“ (2. Nephi 30:6-7).
Zuzeiten Nephis lehnten sich seine Brüder und die Söhne Ischmaels gegen Gott auf und entfernten sich von ihm und brachten durch ihr ungöttliches Verhalten einen Fluch auf sich (Alma 3:6-7). Dieser Fluch bestand darin, dass sie von Gott getrennt wurden und sich selber, nach der Trennung in zwei Völker, ein Zeichen gaben (Alma 3:13-14). Weitere Erläuterungen zum „Fluch der Lamaniten“ findest du hier.
So werden sie ein reines und ein angenehmes Volk sein. Hier bringt der Herr also zum Ausdruck, dass sich die übrig gebliebenen Nachkommen Nephis, als auch die Juden, heutzutage darüber freuen werden, durch das Evangelium Jesu Christi aus der Finsternis der Unwissenheit in das Licht der Erkenntnis treten zu dürfen. Dadurch, dass sie das Evangelium aufrichtig annehmen, werden sie danach leben, dadurch, dass sie danach leben, werden ihre Handlungen rein und sie werden wieder ein angenehmes Volk werden. Den Fluch der Trennung von Gott brechen sie durch ihr gottgefälliges Leben.
Wie kann dir diese Weisheit helfen: „Das, was du heute denkst, wirst du morgen sein.“?
(Quelle)

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Da wird es viele geben, die den Worten glauben werden, die geschrieben sind

Geht es dir auch so, wie es mir sehr häufig geht, dass ich oft Schwierigkeiten habe Dinge als wahr anzunehmen, die veröffentlicht werden? Ich erlebe in Politik und Wirtschaft immer wieder, wenn Negatives aufgedeckt wird, dass zunächst alles abgestritten, dann scheibchenweise immer mehr zugegeben wird, bis derjenige, um den es geht, doch seinen Hut nehmen muss.
Anders sieht es da mit den Worten Gottes aus, wie Nephi um 550 v. Chr. prophezeit: „Und nun möchte ich noch einiges mehr in bezug auf die Juden und die Andern prophezeien. Denn nachdem das Buch, von dem ich gesprochen habe, hervorkommen und für die Andern geschrieben und abermals für den Herrn versiegelt werden wird, da wird es viele geben, die den Worten glauben werden, die geschrieben sind; und sie werden sie zum Überrest unserer Nachkommen hinbringen.“ (2. Nephi 30:3).
Nephi spricht hier über das Buch, das wir heute als das Buch Mormon kennen. Er beschreibt hier die Ereignisse des Hervorkommens der Worte des Herrn in unserer Evangeliumszeit. Diese Worte wurden durch denjenigen, der sie etwa 421 n. Chr. zusammenfasste und auf Geheiß Gottes in der Erde eines Hügels verbargt, an Joseph Smith übergeben (JS Lebensgeschichte 1:59). Joseph wurde beauftragt, die Schriftzeichen mithilfe des Geistes ins Englische zu übertragen (JS Lebensgeschichte 1:67) und zu veröffentlichen. Nachdem er diese Arbeit vollbracht hatte, wurde das Original wieder für den Herrn versiegelt (JSLebensgeschichte 1:59). Heute glauben über 15 Millionen Menschen, verteilt über den gesamten Globus, sowohl an das Wort Gottes in der Bibel als auch an dasselbe im Buch Mormon. Missionare bringen dieses Wort auch zu den Nachkommen Nephis, den heutigen Indianer- und Mestizo Stämmen „in Nord-, Süd- und Zentralamerika und den Inseln der Meere, denn in der Mitte ihrer Geschichte waren jene, die Amerika in Schiffen eigener Herstellung verließen und zu den Inseln der Meere fuhren“ (Präsident Spencer W. Kimball, “Of Royal Blood.” Ensign, July 1971.) Auch von ihnen wird dieses Wort freudig aufgenommen.

Da wird es viele geben, die den Worten glauben werden, die geschrieben sind. Die Prophezeiung Nephis von vor etwa 2500 Jahren erfüllt sich seit 1827 `buchstäblich´! Was empfindest du, wenn du erkennst, dass sich Prophezeiungen Gottes aus alter Zeit heute erfüllen?
Moroni vergräbt um 421 v. Chr. die über
1000 Jahre  gesammelten und von ihm
zusammengefassten Aufzeichnungen
der Nachfahren Lehis (
Quelle)

Dienstag, 7. Oktober 2014

Das Bundesvolk des Herrn

Immer deutlicher zeigt es sich, dass ein einzelnes Land so gut wie nichts gegen Terrorismus ausrichten kann, der sich inzwischen internationalisiert hat. Sogar der Weltpolizist USA ist immer mehr auf Bündnispartner aus aller Welt angewiesen.
Um Bündnispartner anderer Art geht es geht es bei dieser Aussage des Herrn gegenüber Nephi: „Denn siehe, ich sage euch: Alle von den Andern, die umkehren, sind das Bundesvolk des Herrn; und alle von den Juden, die nicht umkehren, die werden verstoßen werden; denn der Herr schließt seinen Bund mit keinem, außer mit denen, die umkehren und an seinen Sohn glauben, der der Heilige Israels ist.“ (2.Nephi 30:2).
Was ein Bundesvolk des Herrn ist, erklärt der Herr hier so: „Das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe - spricht der Herr: Ich lege meine Gesetze in ihr Inneres hinein und schreibe sie ihnen in ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein.“ (Hebräer8:10). Der Bund enthält demzufolge heilige Handlungen - seine Gesetze -, die es dem Menschen erlauben, wenn er sie auf sich nimmt und nicht bricht, in den höchsten Grad der Herrlichkeiten einzugehen (Lehre und Bündnisse 131:1-2).
Seit jeher bietet der Herr seinen Kindern an, einen Bund mit ihm einzugehen. So kennen wir den alten Bund mit Abraham oder Mose, aber auch den neuen Bund mit dem Haus Israel (Jeremia 31:31). Mit Ende der jeweiligen Evangeliumszeit - aufgrund von Abfall von Gott - wurde die Priestertumsvollmacht von der Erde genommen und damit auch der jeweilige Bund. Heute, in der Evangeliumszeit der Fülle, gab uns der Herr wieder den `neuen und immerwährenden Bund´ (Lehre und Bündnisse 66:2). In klaren Worten wird im 2.Nephi 30:2 zum Ausdruck gebracht, wer zum Bundesvolk des Herrn zählt, nämlich alle, „die umkehren und an seinen Sohn glauben“.
Das Bundesvolk des Herrn. Ich habe das Ziel, meinen Versprechen gegenüber dem Herrn, alle seine Gebote zu halten, das ich durch die Taufe gegeben habe, treu zu bleiben, um in sein Bundesvolk eingegliedert zu werden. Da ich aber immer wieder strauchle, ermöglicht mir der Herr dennoch zu seinem Bundesvolk zu gehören, wenn ich aufrichtige Umkehr übe. Mit dem Herrn als Bündnispartner, gelingt es uns eher, die Versuchungen Satans zu überwinden. Wie sieht deine Bündnispolitik aus?
Die Begründer des `neuen und ewigen Bundes´,
Gott Vater und sein Sohn, erscheinen Joseph Smith
(Quelle)

Montag, 6. Oktober 2014

Denn ich gebiete allen Menschen, ... die Worte niederzuschreiben, die ich zu ihnen spreche

Stell dir vor, du bist der Chef eines weltweit agierenden Unternehmens. Du hast das Ziel, dein Unternehmen zum Erfolg zu führen. Da stellt sich eine wichtige Frage: Wie kommunizierst du deine Anliegen an die Beschäftigten? In jedem Land herrschen unterschiedliche Marktbedingungen. Du musst also deine Kommunikation darauf abstimmen und wirst veranlassen, dass deine Anweisungen überall entsprechend verständlich festgehalten werden.
Dem Herrn wurde von Gott die ganze Menschheit anvertraut (Johannes17:1-2) und so ist es nicht verwunderlich, dass er uns sagt: „Denn ich gebiete allen Menschen, ... die Worte niederzuschreiben, die ich zu ihnen spreche; ...“ (2. Nephi 29:11). Wie anders hätte er sonst das erreichen können, was er in seinem `Hohepriesterlichen Gebet´ zum Ausdruck brachte: „Denn die Worte, die du mir gegeben hast, gab ich ihnen und sie haben sie angenommen.“ (Johannes 17:8).

Der Herr regiert sein Reich auf Erden mittels Vorgaben und Vollmachten, die er Menschen überträgt. (Lehre und Bündnisse 65:2). Die Vorgaben sind im Evangelium, seiner frohen Botschaft, festgehalten und dieses kommuniziert er allen Menschen (2. Nephi 29:12) und zwar in ihrer jeweiligen Sprache (Lehre und Bündnisse 133:37). Wie könnte sonst Gericht gehalten werden (2. Nephi 29:11), wenn jemand die von Gott gegebenen Anweisungen nicht verstehen würde, weil er die Sprache nicht versteht (Römer 4:15)? Im Zuge der Globalisierung wird auch der Tag kommen, da der Herr all seine Worte, die von den unterschiedlichsten Völkern in vielen Büchern niedergeschrieben wurden, in einem Werk zusammenfassen wird (2. Nephi 29:13-14). Sollte deine Familie in alle Winde zerstreut leben, wie würdest du mit ihnen Kontakt halten?
(Quelle)

Sonntag, 5. Oktober 2014

Mein Werk ist noch nicht beendet

Solange ein Projekt nicht fertig bearbeitet ist, laufen doch immer wieder Projektbesprechungen, sogenannte Jour Fixe. Festgesetzte Termine, in denen Probleme besprochen, Arbeitsschritte geplant und Informationen ausgetauscht werden und der Projektleiter notwendigenfalls weitere Anweisungen gibt. Solche Jour Fixe, regelmäßig wiederkehrende Termine, kennen wir auch in der Kirche: Gemeinde-, Pfahl- und Generalkonferenzen. Sie finden regelmäßig jährlich bzw. halbjährlich im Frühjahr und Herbst statt. Warum? Weil das Projekt des Herrn noch nicht fertig bearbeitet ist und wir immer wieder in unseren Bemühungen, das Projektziel zu erreichen, nämlich die Errettung und Erhöhung aller Kinder Gottes zustande zu bringen, gestärkt werden müssen.
 „Und ich tue das, um vielen zu beweisen, dass ich derselbe bin gestern, heute und immerdar und dass ich meine Worte ausspreche, wie es mir selbst gefällt. Und weil ich ein Wort gesprochen habe, braucht ihr nicht zu meinen, dass ich nicht noch ein anderes sprechen könne; denn mein Werk ist noch nicht beendet und wird es auch nicht sein bis zum Ende des Menschen, auch nicht von der Zeit an und für immer.“ (2. Nephi 29:9).
Das Projekt des Sohnes Gottes erstreckt sich auf alle seine Geistkinder, die zeitlich versetzt hier auf diese Erde kommen. Sein Vater hat ihm hierzu den Auftrag erteilt (Johannes 12:49-50). Nachdem er für alle dasselbe Ziel verfolgt (Köstliche Perle Mose 1:39), wird sich sein grundsätzliches Wort in Bezug auf die Umsetzung seines Vorhabens auch über die Zeiten hinweg nicht ändern. Nachdem aber seine Kinder in unterschiedlichen Verhältnissen leben, wird er die Art und Weise der Projektarbeit entsprechend anpassen und da, wo notwendig, ein weiteres Wort mitteilen. Dieses Wort übermittelt er heute, wie auch vor Zeiten, über seine Propheten.
Mein Werk ist noch nicht beendet. Nachdem dieses Werk, dieses unvorstellbar große Projekt, uns in jeglicher Hinsicht persönlich betrifft, sind wir gefordert, an den `Your Fixes´ teilzunehmen. Ich will auch dabei sein und hören, was der Heiland spricht (Gesangbuch der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Nr. 13: „Kommt, höret, was der Heiland spricht“; Tabernakel Chor: "Listen To A Prophet's Voice").
Generalkonferenz

Samstag, 4. Oktober 2014

Warum murrt ihr, weil ihr noch mehr von meinem Wort empfangen sollt?

Eine Leseratte kann es kaum abwarten, bis sein Lieblingsschriftsteller wieder einen neuen Band herausbringt, egal wie viel Bände er schon veröffentlicht hat.
Ganz anders sieht es da scheinbar mit dem Wort Gottes aus, denn der Herr sagte schon um 550 v. Chr. voraus: „Warum murrt ihr, weil ihr noch mehr von meinem Wort empfangen sollt? Wisst ihr nicht, dass das Zeugnis zweier Nationen für euch ein Beweis ist, dass ich Gott bin, dass ich der einen Nation ebenso gedenke wie der anderen? Darum rede ich zu der einen Nation dieselben Worte wie zu der anderen. Und wenn die zwei Nationen zusammenkommen werden, wird auch das Zeugnis der zwei Nationen zusammenkommen.“ (2. Nephi 29:8).
Wenn wir nun mal davon ausgehen, dass wir als Heilige Schrift inzwischen folgende Ausgaben weltweit vorliegen haben:
  • die Bibel als Aufzeichnung des Bundesvolkes des Herrn auf der östlichen Hemisphäre (Altes und Neues Testament),
  • das Buch Mormon als Aufzeichnung der Völker der westlichen Hemisphäre,
  • die Köstliche Perle (offenbarte Worte des Herrn an Joseph Smith),
  • Lehre und Bündnisse (Offenbarungen an Joseph Smith zur Wiederherstellung der Kirche des Herrn),
  • den Liahona (deutschsprachiges Organ der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage mit Worten des Herrn, die er uns über seine lebenden Propheten, Apostel, und Siebziger zukommen lässt),
dann kannst du sicher sein, dass all die darin enthaltenen Worte einen einzigen Grund verfolgen: einem jeden Menschen auf diesem Erdenrund zu helfen, Christus näher zu kommen und ihn zu veranlassen, sein Handeln so auszurichten, dass er in seine Gegenwart zurückkehren kann (Johannes 17:1-3; Köstliche Perle Mose 1:39).

Warum murrt ihr, weil ihr noch mehr von meinem Wort empfangen sollt? Ich kann nicht murren, dass wir weitere Worte von Jesus Christus erhalten. Ich sehe, dass sie sich gegenseitig ergänzen und mich jeweils mehr mit dem Erlöser aller Menschen bekannt machen und mich veranlassen seinem Beispiel nachzueifern! Wie nimmst du mehr heilige Schrift auf?
(Quelle)

Freitag, 3. Oktober 2014

Ich bringe mein Wort für die Menschenkinder hervor, ja, selbst für alle Nationen der Erde

Im Internet wird über diejenigen Autoren abgestimmt, die mit ihren Werken die Welt verändert haben. Bis jetzt sind 117 Autoren aufgelistet, wobei Astrid Lindgren die Liste derzeit anführt.
Ein anderes Buch, dessen Inhalt die Welt verändern könnte, wenn sich der Einzelne aufgrund dessen verändern würde, wurde von den Juden verfasst und ist inzwischen auch über die Erde verteilt. Da gibt es aber noch weitere Autoren, die nicht in diesem Buch erfasst wurden und deren Bücher von vielen abgelehnt werden. Hierüber sagt der Herr: „Du Narr, der du sagst: Eine Bibel, wir haben eine Bibel, und wir brauchen nicht noch mehr Bibel. Habt ihr eine Bibel erlangt, außer durch die Juden? 7  Wisst ihr nicht, dass es mehr Nationen als eine gibt? Wisst ihr nicht, dass ich, der Herr, euer Gott, alle Menschen erschaffen habe und dass ich derer gedenke, die auf den Inseln des Meeres sind, und dass ich in den Himmeln oben und auf der Erde unten herrsche; und ich bringe mein Wort für die Menschenkinder hervor, ja, selbst für alle Nationen der Erde?“ (2. Nephi 29:6-7).
Ich bringe mein Wort für die Menschenkinder hervor, ja, selbst für alle Nationen der Erde. Der Autor des Wortes Gottes, ja Jesus Christus, bringt sein Wort nicht nur für die Menschen einer Nation heraus, er bringt es für alle seine Kinder heraus, wo sie auf dieser Erde auch leben mögen (Johannes 10:16). Er ist auch ein Autor, der von Anbeginn der Menschheit sein Wort hat niederschreiben lassen und dann weiter in jeder der Evangeliumsdispensationen bis in die heutige Zeit (Köstliche Perle Mose 1:40; Mose 5:59). Die ganze Erde ist von seinen Kindern bevölkert und nicht nur ein Kontinent. Aus diesem Grund gibt es noch viel heilige Schrift, die nicht in der Bibel oder den heute bekannten heiligen Schriften zusammengefasst wurde. Aber der Herr wird dafür Sorge tragen, dass all seine Worte eines Tages allen vorliegen werden (Lehre und Bündnisse 27:13). Einen geringen Teil hat er schon durch Joseph Smith hervorgebracht, wie es Mose vorzeiten schon offenbart wurde (Köstliche Perle Mose 1:41).

(Quelle)

Donnerstag, 2. Oktober 2014

O ihr Andern, habt ihr der Juden gedacht?

„Kein April-Scherz: Am Samstag, dem 1. April 1933, blockierten SA-Leute mit antisemitischen Schildern die Eingänge zu vielen jüdischen Geschäften, etwa zum Kaufhaus Nathan Israel in Berlin-Mitte.“ Dies ist die Unterschrift zu einem Bild aus `Die Welt´ vom 25. April 2013 (Quelle). Denkst du, dass der Herr schon vor etwa 2560 Jahren eine Frage an dich und mich, die wir keine Juden sind, formuliert hat und auch schon eine Antwort darauf wusste?
Ich sage dir, ja das hat er, nämlich diese hier: „O ihr Andern, habt ihr der Juden gedacht, meines Bundesvolkes aus alter Zeit? Nein; sondern ihr habt sie verflucht und habt sie gehasst und habt nicht danach getrachtet, sie zurückzugewinnen. Aber siehe, ich werde euch das alles auf euer eigenes Haupt zurückbringen; denn ich, der Herr, habe mein Volk nicht vergessen.“ (2. Nephi 29:5).
  • Die Juden, das Bundesvolk des Herrn aus alter Zeit
    Der Herr schloss seit jeher mit den Menschen Bündnisse. Bei solch einem Bund gab Gott Bedingungen vor, die die jeweiligen Bündnisnehmer einhalten mussten, um die versprochenen Verheißungen zu empfangen. Am bekanntesten ist uns wohl das Zeichen des Bundes, den Gott mit Noach und allen Menschen nach der Sintflut schloss, der Regenbogen (Genesis 9:1-17). So gehören ebenso die Juden zu seinem Bundesvolk (Mormon 3:21).
  • Ihr habt sie verflucht und habt sie gehasst
    Die Geschichte zeigt uns seit über 2500 Jahren auf, wie die `Andern´ die Juden gehasst und verfolgt haben. Dieser Hass fand seinen Ausdruck in Verleumdung, Diskriminierung, Unterdrückung, Ausgrenzung, Verfolgung und Vertreibung, bis hin zum Genozid.
  • Nicht danach getrachtet, sie zurückzugewinnen
    Lange Jahrhunderte haben die Christen nicht der Juden gedacht, um ihnen mitzuteilen, dass sie nicht mehr nach dem Gesetz des Mose leben müssen, sondern dass der Herr zu seinen Lebzeiten auf Erden seinen `Neuen Bund´ aufgerichtet hat, wie in Jeremia 31:31 schon angekündigt. Mit diesem neuen Bund wurde der alte abgelöst (Hebräer 8:13).
  • Ich werde euch das alles auf euer eigenes Haupt zurückbringen
    Es gibt da eine Gesetzmäßigkeit: Das was wir anderen antun, wird auf uns wieder zurückfallen, sei es Gutes oder Schlechtes (Joel 4:4).
  • Ich, der Herr, habe mein Volk nicht vergessen
    Erst seit der Wiederherstellung der Kirche des Sohnes Gottes 1830, werden Anstrengungen unternommen, die Juden wieder zurückzugewinnen. So bekam Orson Hyde vom Herrn im November 1831 den Auftrag das Evangelium auch in den Synagogen zu predigen (Lehre und Bündnisse 68:1). Seitdem bemüht sich die Kirche auch um die Juden. In den Jahren 1840 - 1842 weihte Orson Hyde im Rahmen seiner Mission in Europa und dem Nahen Osten, das Heilige Land zur Sammlung der Juden. In einem Buch schrieb er später: "Ich bin kein Jude, noch bin ich der Sohn eines Juden; aber ein Freund der Juden."
O ihr Andern, habt ihr der Juden gedacht? Ja, wir leben in der Zeit, in der wir, die `Andern´, der Juden auf Geheiß des Herrn wieder gedenken. Zitat: Heutzutage führen Missionare im Auftrage derer, die die Priestertumsvollmacht besitzen, das Israel der Letzten Tage zurück zum Bund und zur Annahme ihres Erlösers, sie lehren sie in den Ländern, in die ihre Vorfahren vor langer Zeit zerstreut wurden. (Quelle).
(Quelle)

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Den Juden für die Bibel danken?

Schon zuzeiten der Anhänger Jesu gab es Rundbriefe. In einem lebt uns Paulus die Dankbarkeit gegenüber dem Mitmenschen vor: „Darum höre ich nicht auf, für euch zu danken, wenn ich in meinen Gebeten an euch denke; denn ich habe von eurem Glauben an Jesus, den Herrn, und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört.“ (Epheser 1:15-16).
Über Dankbarkeit gegenüber den Juden, dass sie uns die Bibel geschenkt haben, spricht der Herr zu uns durch Nephi: „Aber so spricht der Herr, Gott: O Toren, sie werden eine Bibel haben; und sie wird von den Juden kommen, meinem Bundesvolk aus alter Zeit. Und wie danken sie den Juden für die Bibel, die sie von ihnen empfangen? Ja, was meinen die Andern? Gedenken sie der Beschwernisse und der Mühsal und der Schmerzen der Juden und wie eifrig sie mir gegenüber gewesen sind, um den Andern Errettung zu bringen?“ (2. Nephi 29:4).
Präsident Thomas S. Monson, Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, sagte in einer Konferenzansprache: „Dankbarkeit im Herzen rührt daher, dass wir dem Vater im Himmel für seine Segnungen danken und unseren Mitmenschen für alles, womit sie unser Leben bereichern.“ (hier mehr).

Den Juden für die Bibel danken? Ich bin den Juden dankbar für die Beschwernisse und Mühsal und Schmerzen, die sie auf sich nahmen und die ich nie und nimmer nachvollziehen kann, um dir und mir, `den Andern´, aufgrund ihrer niedergeschriebenen Erfahrungen mit Gott aufzuzeigen, wie wir uns Gott nähern können. Sie haben in der Bibel festgehalten, was zu tun ist, um Errettung aus unserem gefallenen Zustand zu erlangen. Paulus war es, der uns mitteilt: „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt, zuerst den Juden, aber ebenso den Griechen.“ (Römer 1:16; Griechen sind ein Teil der `Andern´). So bringe ich einen Teil meiner Dankbarkeit dadurch zum Ausdruck, dieses Zeugnis der Juden vom Erlösungsplan Gottes, auch meinen Mitmenschen mitzuteilen. Wie zeigst du deine Dankbarkeit, wenn du sie verspürst?
(Quelle)