Samstag, 31. Januar 2015

Für eine lange Zeit werde ich die Frucht meines Weingartens für mich selbst einlagern

Als es noch nicht das ganze Jahr über frische Früchte im Supermarkt gab, wurde die Ernte eingelagert. Hierbei wurde darauf geachtet, dass nur makellose Früchte in den Vorrat kamen, damit man lange in den Winter hinein etwas davon hatte.
Der Herr lässt uns durch Zenos wissen, was er mit den guten Menschen (Früchten) seines Weingartens im Sinn hat: „Denn siehe, für eine lange Zeit werde ich die Frucht meines Weingartens für mich selbst einlagern für die kommende Zeit, die sich schnell nähert; und zum letztenmal habe ich meinen Weingarten genährt und ihn beschnitten und ihn aufgehackt und ihn gedüngt; darum werde ich von der Frucht für eine lange Zeit für mich selbst einlagern, gemäß dem, was ich gesprochen habe.“ (Jakob 5:76).
Für eine lange Zeit werde ich die Frucht meines Weingartens für mich selbst einlagern. Mit dieser langen Zeit meint der Herr das Millennium, die sogenannte `tausendjährige Friedenszeit´ (Jesaja 2:4). Diese Zeit beginnt, wenn die Erde, sein Weingarten, von allem Übel, aller bitteren Frucht, gereinigt wurde (Lehre und Bündnisse 29:11; Offenbarung 20:4). Falls du gerne mehr über das Millennium wissen möchtest, folge diesem Link.

Nachdem der Weingarten ein letztes Mal bearbeitet wurde,
kommt Jesus wieder zur Erde (
Quelle)

Freitag, 30. Januar 2015

Die Knechte gingen hin und arbeiteten mit allen Kräften

Solange dem Menschen nicht genügend Anreize geboten werden, wird er versucht sein, in dem Zustand zu verharren, in dem er sich gerade befindet. Bietet ein Ziel jedoch genügend Anreiz, wird wohl fast jeder Mensch mit allen Kräften an dessen Erreichung arbeiten. Die Frage ist, welches Ziel bietet genügend Anreiz.
Das Ziel, welches der Herr des Weingartens vorgegeben hat, muss offensichtlich genügend Anreiz geben, denn Zenos prophezeit für die Anstrengungen in den letzten Tagen, also für unsere Zeit: „Und es begab sich: Die Knechte gingen hin und arbeiteten mit allen Kräften; und der Herr des Weingartens arbeitete auch mit ihnen; und sie gehorchten den Geboten des Herrn des Weingartens in allem.“ (Jakob 5:72).
Die Knechte gingen hin und arbeiteten mit allen Kräften. Die Frage, die sich mir stellt: Bin ich auch mit allen Kräften dabei, mitzuhelfen, dass die Menschen „wie ein einziges Ganzes“ das Ziel erreichen, abermals gute Werke hervorzubringen - „zu der natürlichen Frucht gelangen“ (Jakob 5:74), „so wie sie am Anfang gewesen ist“ (Jakob 5:75; Genesis 17:1-7)? Das Ziel ist dann erreicht, wenn im Weingarten des Herrn nur noch Menschen leben werden, die gottgefällig sind - „mein Weingarten nicht mehr verderbt ist und das Schlechte fortgeworfen ist“ (Jakob 5:75). Wie schön, wenn du und ich zu denjenigen fleißigen Arbeitern gehören, die sich dann mit dem Herrn zusammen freuen können (Jakob 5:75).

(Quelle)

Donnerstag, 29. Januar 2015

Arbeitet mit aller Kraft in dem Weingarten

Sicherlich bist du begeistert, wenn du von deinem Chef dazu auserwählt wurdest, an einem wunderbaren Projekt mitzuarbeiten. Wenn du dann mit Teammitgliedern mit aller Kraft dran gehst, das Projekt zu einem erfolgreichen Ende zu bringen, wie groß wird eure Freude am Ende sein.
So fordert der Herr des Weingartens uns, seine Knechte, durch den alttestamentlichen Propheten Zenos, schon um die 500 v. Chr. auf, an seinem letzten Projekt für diese Welt mitzuarbeiten: „Und der Herr des Weingartens sprach zu ihnen: Geht hin, und arbeitet mit aller Kraft in dem Weingarten. Denn siehe, dies ist das letztemal, dass ich meinen Weingarten nähren werde; denn das Ende steht nahe bevor, und die kommende Zeit nähert sich schnell; und wenn ihr zusammen mit mir mit aller Kraft arbeitet, werdet ihr Freude an der Frucht haben, die ich für mich selbst einlagern werde für die Zeit, die bald kommen wird.“ (Jakob 5:71).
Arbeitet mit aller Kraft in dem Weingarten. Allerdings ist die Zahl der Knechte relativ klein, wie uns der Herr wissen lässt (Jakob 5:70). Heute sind es über 85 000 junge Knechte, die in alle Welt ausgesandt werden, um Israel unter die `Flügel´ des Herrn zu sammeln (Matthäus 23:37). Viele weitere Mitglieder seines Volkes machen durch ihr beispielhaftes Leben ihre Mitmenschen auf dieses Projekt des Herrn des Weingartens aufmerksam. Welches ist dein Beitrag zu diesem letzen Projekt des Herrn? 
Die Missionare der Kirche stellen sich vor (Videoclip hier)

Mittwoch, 28. Januar 2015

Die Zweige des natürlichen Baumes werde ich auf die natürlichen Zweige des Baumes pfropfen

Der Herr des Weingartens hatte zunächst Menschengruppen aus seinem Bundesvolk Israel aus deren Heimat in der östlichen Hemisphäre in alle Teile der Welt verpflanzt (Deuteronomium 28:25). Nun, in dieser letzten Zeit, hat er aber Folgendes vor: „und die Zweige des natürlichen Baumes werde ich auf die natürlichen Zweige des Baumes pfropfen; und so werde ich sie wieder zusammenführen, dass sie die natürliche Frucht hervorbringen und sie eins sein werden.“ (Jakob 5:68)
Die Zweige des natürlichen Baumes werde ich auf die natürlichen Zweige des Baumes pfropfen. Nachkommen seines Bundesvolkes, der Israeliten, die im Laufe der Zeit überall hin zerstreut wurden, wird der Herr, wie auch schon von Jesaja (Jesaja 54:7Südreich Juda zwischen 740 und 701 v. Chr.), Jeremia (Jeremia30:3etwa 626 oder 627 v. Chr.) und Ezechiel (Ezechiel 28:25; ca. 600–560 v. Chr. in Babylonien entstandene Schrift) prophezeit, in dieser letzten Evangeliumsdispensation, in der wir heute leben, wieder in ihrer ursprüngliche Heimat zusammenführen. Die Vollmacht hierfür wurde von demjenigen, der als letzter Priestertumsführer die Verantwortung für dieses Volk trug, nämlich Mose, am 3. April 1836 im Tempel zu Kirtland an Joseph Smith übertragen (Lehre und Bündnisse 110:11). Wenn du möchtest, lies auch diesen Artikel von Russell M. Nelson, einem lebenden Apostel des Herrn: „Die Sammlung Israels aus der Zerstreuung“.

Russel M. Nelson, Kollegium der Zwölf (Quelle)

Dienstag, 27. Januar 2015

Die Zweige, die bittere Frucht hervorbringen, entfernen

Nachdem zum letzten Mal Einpfropfungen im Weinberg durchgeführt worden waren, bekamen die Knechte den Auftrag den Menschengruppen das Evangelium zu predigen (Düngen; (Jakob 5:64) ihr Wachstum zu beobachten und Folgendes zu tun: „Und wenn sie zu wachsen anfangen, sollt ihr die Zweige, die bittere Frucht hervorbringen, entfernen, gemäß der Stärke der guten und ihrer Größe; und ihr sollt nicht die schlechten davon alle auf einmal entfernen, damit nicht deren Wurzeln zu stark seien für die Einpfropfung und die Einpfropfung zugrunde gehe und ich die Bäume meines Weingartens verliere.“ (Jakob 5:65).
Die Zweige, die bittere Frucht hervorbringen, entfernen. Also erst die Taten abwarten, dann im richtigen Verhältnis zu den guten Menschengruppen, die schlechten entfernen. Sollten die Guten dabei überhandnehmen, kann ich mir vorstellen, dass sie schnell wieder stolz werden und sich aufgrund ihrer Überheblichkeit selber zugrunde richten würden (4. Nephi 1:43; Lehre undBündnisse 3:18). Ich stelle mir vor, dass diese Selektion durch Kriege, Säuchen, Naturkatastrophen und dergleichen erfolgt. Gerne bemühe ich mich mit ganzen Kräften zu jenen zu gehören, die nicht abgeschnitten werden, indem ich z. B. versuche nicht Stolz zu sein (Lehre und Bündnisse 38:39). Was unternimmst du, um vor dem Herrn des Weingartens bestehen zu können?

Seuchen (Quelle)

Sonntag, 25. Januar 2015

Pfropfe die Zweige ein; beginne mit den letzten

Du kennst sicherlich im Zusammenhang mit der Aufforderung des Herrn, sich mit allen Kräften zu bemühen, durch die enge Tür zu kommen und dass es viele versuchen, aber nur wenige schaffen würden, die folgende Aussage: „Dann werden manche von den Letzten die Ersten sein und manche von den Ersten die Letzten.“ (Lukas 13:30).
Im Bemühen um die Ölbäume in seinem Weingarten sagt uns der Herr durch Zenos in seinem Gleichnis Ähnliches: „Pfropfe die Zweige ein; beginne mit den letzten, damit sie die ersten seien und damit die ersten die letzten seien, und hacke rings um die Bäume auf, die alten und die jungen, die ersten und die letzten und die letzten und die ersten, damit alle nochmals, zum letztenmal, genährt werden.“ (Jakob 5:63).
Pfropfe die Zweige ein; beginne mit den letzten. Hier wird beschrieben, wie in der Zeit vor dem zweiten Kommen Jesu, das Evangelium zuerst den Andern verkündet werden soll - den Nichtisraeliten, die zu Jesu Zeiten erst nach den Israeliten das Evangelium gepredigt bekamen, also damals die Letzten waren - und anschließend sie zu den Israeliten gehen - sie waren damals die Ersten - und ihnen diesmal das Evangelium als Letzte gepredigt werden würde (Lehre undBündnisse 90:9). Genauso ereignet es sich auch in unserer Zeit. Das Evangelium wurde im Auftrag des Herrn zunächst durch den Propheten Joseph Smith den `Andern´ gebracht, den Nichtisraeliten. Die Zeit, wo es den Israeliten verkündet werden darf, steht noch aus (in Israel darf die Kirche bis jetzt noch nicht missionieren). Dieser Teil der Offenbarung wird sich aber ganz sicher auch noch erfüllen.Wie verstehst du das mit den Ersten und Letzten und umgekehrt?

(Quelle)

Samstag, 24. Januar 2015

Damit wegen des Tausches der Zweige das Gute das Böse überwältige

Nachdem der Herr des Weingartens die erneute Sammlung Israels gestartet hatte (Jakob 5:52), hat er Menschengruppen auf dem gesamten Erdball miteinander vermischt (Jakob 5:55,56) und zwar aus folgendem Grund: „Und dies tue ich, damit vielleicht deren Wurzeln Kraft bekommen, weil sie gut sind, und damit wegen des Tausches der Zweige das Gute das Böse überwältige.“ (Jakob 5:59).
Damit wegen des Tausches der Zweige das Gute das Böse überwältige. Ich erkläre mir dieses Bild so: Der Herr sendet seine Diener von überall her in alle Welt aus, um das Evangelium über den gesamten Weingarten zu verbreiten, um so, das Gute zu stärken und das Böse zu minimieren (Jakob5:61-62; Lehre und Bündnisse 24:19). Diese hier beschriebenen Arbeiten finden heute statt. Heute ist die Zeit in der der Herr das letzte Mal seinen Weingarten bearbeitet. Du und ich können Teil der guten Zweige sein, die der Herr überall hinsendet um auf der ganzen Welt mehr gute Früchte hervorzubringen. Wie ist dein Verständnis dieser Aussage?

Gute Zweige auf alle anderen Bäume gepfropft,
sollen überall für gute Früchte sorgen (
Quelle)

Freitag, 23. Januar 2015

Die natürlichen Zweige des Baumes an ihrer Stelle einpfropfen

Nachdem der Herr des Weingartens sich mit seinem Knecht beraten und auf dessen Zureden davon Abstand genommen hatte, alle Bäume zu verbrennen (Jakob 5:49-50), unternahmen sie Folgendes: „Darum lass uns von den Zweigen derjenigen nehmen, die ich in die untersten Teile meines Weingartens gepflanzt habe, und lass sie uns in den Baum einpfropfen, von dem sie gekommen sind; und lass uns von dem Baum diejenigen Zweige abbrechen, deren Frucht ganz bitter ist, und die natürlichen Zweige des Baumes an ihrer Stelle einpfropfen.“ (Jakob 5:52).
Die natürlichen Zweige des Baumes an ihrer Stelle einpfropfen. In die westliche Hemisphäre seines Weingartens (u. a. Amerika) hatte der Herr Menschengruppen seines Bundesvolkes aus der östlichen Hemisphäre (Jerusalem) umgesiedelt (Hauptgruppen: Jarediten - Ether 1:33,42, Nephiten, Lamaniten - 1. Nephi 2:20, 1. Nephi 18:23). Diese waren zunächst mehr oder weniger gehorsam gegenüber seinen Geboten, mit der Zeit allerdings wandten sie sich überwiegend, bis auf Einzelne, gegen ihn (wilde Früchte, Jakob 5:46).
Der Plan, den sie jetzt umsetzten: Einen Teil dieser zurückzuführen in ihre ursprüngliche Heimat und diejenigen, die sich dort inzwischen auch von ihm ganz abgewandt haben auszumerzen (Jakob 5:52). Dies ist Bestandteil einer erneuten und auch letzten Sammlung Israels in seinem ursprünglichen ihm verheißenen Land (Hebräer11:8-9). Dieser Vorgang begann schon Jahre vor, aber völkerrechtlich mit der Gründung des Staates Israel am 14. Mai 1948. Schon davor, aber auch immer noch, wurden und werden Juden verfolgt. Sie wurden umgebracht und kommen immer noch in kriegerischen Auseinandersetzungen um (Jakob 5:52, Zweige abbrechen, die ganz bitter sind).
Dies alles bezeugt mir, dass Propheten des Herrn Dinge vorhersagen, die zu der vom Herrn bestimmten Zeit auch tatsächlich eintreten. Es lehrt mich, die Propheten zu studieren, den Herrn um Unterstützung beim Erkennen und Verstehen durch den Heiligen Geist zu bitten, die Zeichen der Zeit zu beobachten und alles miteinander zu verknüpfen und Handlungen daraus abzuleiten. Wie gehst du mit den Prophezeiungen Gottes um?

Sammlung Israels - Zurückpfropfen der
vorher verteilten Zweige des edlen Ölbaumes 

Donnerstag, 22. Januar 2015

Lass uns in die untersten Teile des Weingartens hinabgehen

Als Nächstes wollen der Herr des Weingartens und sein Knecht die Ergebnisse ihrer Bemühungen im untersten Teil des Gartens begutachten: „Und es begab sich: Sie gingen in die untersten Teile des Weingartens hinab. Und es begab sich: Sie sahen, dass die Frucht der natürlichen Zweige auch verderbt geworden war, ja, des ersten und des zweiten und auch des letzten; und sie alle waren verderbt geworden.“ (Jakob 5:39).
Lass uns in die untersten Teile des Weingartens hinabgehen. Ich verstehe dieses Gleichnis so, dass mit dem untersten Teil des Weingartens die westliche Hemisphäre gemeint ist (Jakob 5:43, 2. Nephi 1:5). Hier lebten u. a. die Nepiten und die Lamaniten als natürliche Zweige. Für sie wurde dieser Teil des Weingartens extra dadurch vorbereitet, dass das Volk der Jarediten (sie wurden durch den Herrn zuzeiten des Turmbaus zu Babel in diesen Teil seines Weingartens gepflanzt, ca. 2200 v. Chr.), das für sie hätte eine Last werden können, ausgemerzt wurde (Jakob 5:44, Ether 13:20-21). Zunächst waren die Nephiten gehorsame Nachfolger Jesu (sie brachten edle Frucht hervor, Jakob5:25), während die Lamaniten sich von ihm abwandten (zu wilder Frucht wurden, Jakob 5:25). Mit der Zeit allerdings verleitete die wilde Frucht die edle, sich auch gegen den Herrn zu stellen (alle Frucht wurde verderbt, Jakob 5:40,42, Mormon 6:7,17-18).
Das lehrt mich, dass ich mich regelmäßig intensiv am wahren Wort des Herrn stärken muss, um nicht von Abtrünnigen des wahren Glaubens verleitet und infolgedessen vernichtet zu werden. Wie schützt du dich vor Überwucherung durch wilde Frucht?

Die wilde Frucht überwältigte den Teil des Baumes,
der gute hervorbrachte (
Jakob 5:40Quelle)

Mittwoch, 21. Januar 2015

Früchte aller Art lasteten auf dem Baum

Wenn der Obstbaum in deinem Garten, den du sorgsam gepflegt hattest, viele Früchte hervorbringt, wirst du doch sicherlich drüber erfreut sein oder kommt es doch auch noch darauf an, ob die Früchte wohlschmeckend sind und nicht schon am Baum anfangen zu faulen?
Schauen wir mal, wie es dem Herrn des Weingartens erging, als er nach einer langen Zeit wieder seinen Weingarten begutachtete: „Und es begab sich: Der Herr des Weingartens und der Knecht gingen in den Weingarten hinab; und sie kamen zu dem Baum, dessen natürliche Zweige abgebrochen worden waren und dem die wilden Zweige eingepfropft worden waren; und siehe, Früchte aller Art lasteten auf dem Baum.“ (Jakob 5:30).
Früchte aller Art lasteten auf dem Baum. Nachdem Jesus Christus und sein Knecht die Werke seines Volkes Israel (Jakob 5:3; edler Ölbaum), welches vermischt war mit Judenchristen und Heidenchristen (Römer 1:5,13-15; wilde eingepfropfte Zweige) betrachtete, musste er feststellen, dass sie nicht seinen Erwartungen entsprachen (Jakob 5:32). Dies entspricht den Erlebnissen von Joseph Smith, der den Herrn des Weingartens an einem strahlend schönen Morgen in den ersten Frühlingstagen 1820 befragte, welcher Kirche er sich anschließen solle und die Antwort bekam, dass sie alle im Irrtum seinen (Joseph SmithLebensgeschichte 1:13,18-19).
Die weiteren Untersuchungen des Herrn und seines Knechtes ergaben, dass die eingepfropften wilden Zweige zunächst der Wurzel (ursprüngliches Bundesvolk, Haus Israel) guttaten, und die Handlungen der vermengten Menschengruppen gut waren (Mutteräste und eingepfropfte wilde Zweige), später aber für diese zu groß wurden und die Wurzel zu sehr belasteten, womit ihre Taten mit der Zeit immer schlechter wurden (Jakob 5:36-37).
Ich lerne daraus, dass ich mich eng an den Herrn des Weingartens halten muss, um von ihm Kraft zu schöpfen gegen die überwuchernden wilden Zweige (Christusgegner). Welche Kraftquelle zapfst du in welcher Art an, um gute Frucht hervorzubringen?

Missionsreisen des Paulus - erstes Einpfropfen der wilden Zweige
in den edlen Ölbaum (
Quelle)

Dienstag, 20. Januar 2015

Eine lange Zeit war vergangen

Nach einer längeren Durststrecke, in der der Weingarten sich selber überlassen war, wurde eine weitere Anstrengung unternommen, ihn zu beleben: „Und es begab sich: Eine lange Zeit war vergangen, und der Herr des Weingartens sprach zu seinem Knecht: Komm, lass uns in den Weingarten hinabgehen, auf dass wir wieder im Weingarten arbeiten. Denn siehe, die Zeit naht, und das Ende kommt bald; darum muss ich Frucht für die kommende Zeit für mich selbst einlagern.“ (Jakob 5:29).
Eine lange Zeit war vergangen. Nachdem die Apostel und weitere Diener des Herrn in der Mitte der Zeiten nach seiner Auferstehung umgebracht wurden, überließ der Herr des Weingartens diesen Jahrhunderte sich selber, bis er diesen ein letztes Mal bearbeiten wollte. Dazwischen ließ er Vorbereitungen hierfür treffen durch z.B. Martin Luther (1483-1546; Übersetzung der Bibel in die deutsche Sprache), oder William Tyndale (Übersetzung der Bibel ins Englische um 1511) und andere Reformatoren. Dann war es endlich soweit, der Herr des Weingartens (Jesus Christus) sprach zu seinem Knecht (Joseph Smith jun. 1805-1844), dass er in seinem Weingarten erneut arbeiten solle (Lehre undBündnisse 103:21), da die Zeit naht, da er, der Herr selber, wieder herabkommen und seine Herrschaft auf Erden übernehmen würde (Markus 13:26). Wir leben in dieser Zeit, in der wir mithelfen dürfen, die Bäume Seines Weingarten ein letztes Mal zu nähren. Das kann ich tun, indem ich selber Nahrung zu mir nehme - das Evangelium studiere, Vorbild für meine Mitmenschen bin, indem ich das lebendige Wort Gottes praktiziere, und ihnen davon Zeugnis ablege und sie ermuntere für sich selber herauszufinden, ob das wahr ist (Moroni 10:4). Was kannst du tun, um diese Arbeit im Weingarten des Herrn zu unterstützen?

Tyndale trug dazu bei, dass auch das Volk die Bibel lesen konnte (Quelle)

Montag, 19. Januar 2015

Alle Frucht des Weingartens wurde genährt

Bei all der Arbeit, die der Herr mit seinem Knecht im Weingarten verrichtete, kamen sie immer wieder darauf zurück, alle Bäume mit ihren Früchten - alle Menschen seines Bundesvolkes mit ihren Taten - zu nähren: „Und es begab sich: Der Herr des Weingartens und der Knecht des Herrn des Weingartens nährten alle Frucht des Weingartens.“ (Jakob 5:28).
Alle Frucht des Weingartens wurde genährt. Wie dankbar bin ich, dass der Herr des Weingartens, Jesus Christus, sich mit seinen Knechten - den Propheten, Sehern und Offenbarern, sowie den unzähligen weiteren Dienern weltweit - so unendlich nachsichtig und liebevoll mit uns abmüht, um uns zu nähren. Wie macht er das? In dem er uns unendlich viele Möglichkeiten eröffnet uns an seinem Wort zu laben, sei es durch die heiligen Schriften, die wir in gedruckter Form in der Hand halten können, oder die uns digital über das Internet weltweit zur Verfügung stehen, oder im persönlichen Gespräch in den kirchlichen Versammlungen und Gottesdiensten. Fast könnte man meinen, dass „einem die gebratenen Tauben in den Mund fliegen“. Dennoch: kauen und verdauen muss doch noch jeder für sich! Welche Möglichkeiten des Nährens nutzt du?

Nahrung sammeln (Quelle)

Sonntag, 18. Januar 2015

Brich die Zweige ab, die keine gute Frucht hervorgebracht haben

Passiert es dir auch manchmal, dass du schon aufgeben möchtest, wenn etwas nicht so schnell klappt, wie du es dir gedacht hattest und dann froh darüber bist, dass da jemand ist, der dir gut zuredet und dich vom vorzeitigen Aufgeben abhält? So erging es jedenfalls dem Herrn des Weingartens: „Und es begab sich: Der Herr des Weingartens sprach zum Knecht: Brich die Zweige ab, die keine gute Frucht hervorgebracht haben, und wirf sie ins Feuer. 27  Aber siehe, der Knecht sprach zu ihm: Lass uns ihn beschneiden und rings um ihn aufhacken und ihn ein wenig länger nähren, damit er dir vielleicht gute Frucht hervorbringe, die du für die kommende Zeit einlagern kannst.“ (Jakob 5:26-27).
Diese Begebenheit erinnert mich an das Handeln Abrahams mit Gott bei dem Vorhaben des Herrn Sodom und Gomorra zu vernichten. Der Herr wollte aufgrund der Untaten das Volk vernichten aber Abraham verhandelte mit dem Herrn, dass er das Volk doch verschonen möge, wenn er nur Fünfzig Gerechte unter ihm finden würde. Nachdem Abraham merkte, dass er vielleicht zu hoch angesetzt hatte, handelte er den Herrn in mehreren Stufen noch auf zehn Gerechte herunter und der Herr ging auf den Handel ein (Genesis 18:20-32). Am Ende wurden doch nur Lot, seine Frau (allerdings erstarrte sie danach zur Salzsäule, weil sie vom Weltlichen nicht loslassen wollte) und seine beiden Töchter vor dem Untergang gerettet (Genesis 19:16, 23-26).
Brich die Zweige ab, die keine gute Frucht hervorgebracht haben. Abraham war wie dieser Knecht, er wollte den Herrn dazu bewegen, die gottlosen um der Gerechten willen zu bewahren. Diese Beispiele regen mich an, mich auch für diejenigen einzusetzen, die den Herrn noch nicht in ihrem Herzen aufgenommen haben, indem ich sie darauf aufmerksam mache, welche Segnungen der Herr gerne über sie ausschütten möchte (Apostelgeschichte 3:25-26), wenn sie es nur zulassen würden, und sie davor zu bewahren, vom Bundesvolk abgebrochen und vernichtet zu werden. Was könntest du tun, um dem Herrn gute Frucht - gute Christen - aus seinem Volk zu generieren, die er dann wiederum für seine zukünftigen Vorhaben einsetzen kann?

Abgebrochene Zweige verbrennen (Quelle)

Samstag, 17. Januar 2015

Erteile mir nicht Rat

Wenn jemand etwas tut, wovon du denkst, dass es nie und nimmer zu einem Erfolg führen kann, wunderst du dich sicher, dass es dennoch ein überaus gutes Ende nimmt, und hast sicherlich gerne folgende Redensart als Erklärung des Phänomens im Sinn: „Der dümmste Bauer erntet die größten Kartoffeln.“
So oder so ähnlich wird es sich wohl der Knecht des Herren des Weingartens gedacht haben, als er feststellen musste, dass die Menschengruppe des Bundesvolkes, die der Herr auf das dürftigste Stück Erde verfrachtet hatte, gute Taten hervorbrachte. Er fragte den Herrn, wie das denn nur sein konnte, und erhielt folgende Antwort: „Und der Herr des Weingartens sprach zu ihm: Erteile mir nicht Rat; ich wusste, dass es ein dürftiges Stück Boden war; darum habe ich dir gesagt, dass ich ihn diese lange Zeit genährt habe, und du siehst, er hat viel Frucht hervorgebracht.“ (Jakob 5:22).
Erteile mir nicht Rat. Du würdest mich sicherlich als durchgeknallt empfinden, wenn ich z. B. als junger, unerfahrener, noch in Nichts ausgebildeter Jungspund Kritik an den vom erfolgreichen Raketenphysiker angestellten Berechnungen üben würde. Ebenso, wie ich das natürlich nicht tun würde, würde ich auch niemals an den Entscheidungen unseres Herrn Kritik üben. Du meinst, das sei auch ganz leicht? Wie nun aber, wenn die Entscheidung von einem seiner irdischen Diener getroffen wurde? Wie reagierst du auf Entscheidungen von Dienern des Herrn, die du im ersten Moment als nicht erfolgversprechend empfindest? Z. B. belehrt dich dein Bischof, während du Unterstützung vom Staat beziehst, über das Gesetz des Zehnten, oder nimm das Beispiel mit der Witwe aus Sarepta und dem Propheten Elija, das sich um 850 v. Chr. im Nordreich Israels zutrug (1. Könige 17:8-16). Na, wie siehst du nun die Angelegenheit?

(Quelle)

Freitag, 16. Januar 2015

Komm, lass uns in den untersten Teil des Weingartens gehen

Nachdem der Herr des Weingartens gesehen hat, dass die wilden Triebe eingepfropft in den Hauptstamm (Nichtisraeliten bei Israeliten eingebürgert) gute Frucht (Handlungen) hervorgebracht hatten (Jakob 5:15-17), wollte er nun feststellen, wie es den in den untersten Teil seines Gartens verpflanzten natürlichen Trieben ergangen ist: „Und es begab sich: Der Herr des Weingartens sprach zum Knecht: Komm, lass uns in den untersten Teil des Weingartens gehen und sehen, ob die natürlichen Zweige des Baumes nicht auch viel Frucht hervorgebracht haben, damit ich von deren Frucht für die kommende Zeit für mich selbst einlagere.“ (Jakob 5:19).
Das Ergebnis nach einer langen Zeit der Pflege:
  • Er sah den ersten, dass er viel gute Frucht hervorgebracht hatte, und er sah auch, dass sie gut war. (Jakob 5:20)
  • Ich habe noch einen weiteren Zweig des Baumes gepflanzt; ... und er hat viel gute Frucht hervorgebracht; (Jakob 5:23)
  • Sieh noch einen weiteren Zweig, den ich gepflanzt habe; ... und er hat Frucht hervorgebracht. (Jakob 5:24)
  • Sieh den letzten. ... nur ein Teil des Baumes hat edle Frucht hervorgebracht, und der andere Teil des Baumes hat wilde Frucht hervorgebracht; (Jakob 5:25)

Die ersten drei Triebe - Menschengruppen aus seinem Bundesvolk Israel - hatte der Herr des Weingartens auf dürftiges Land versetzt und sich um sie gleichmäßig gekümmert und alle drei brachten daraufhin gute Taten hervor, die der Herr für sein zukünftiges Werk nutzen konnte (Jakob 5:23). Der vierte Trieb - hat es etwas mit der Verteilung in die vier Himmelsrichtungen zu tun? - wurde auf guten Boden versetzt, mit seinem Wort ebenso gehegt und gepflegt wie die ersten drei, brachte dessen ungeachtet leider nur zu einem Teil gute Taten hervor, der Rest war verwild (Jakob 5:25).
Komm, lass uns in den untersten Teil des Weingartens gehen. Der Herr hat auch die auf der ganzen Erde verteilten Menschengruppen seines Bundesvolkes mit seinem Wort genährt und sie haben sich bis auf einen Teil zu guten Menschen hin entwickelt. Sie konnte er für sein Werk einsetzen, den Rest entfernte er (Jakob 5:26). Gerne will ich zu den Ersteren gehören und die Fähigkeiten, die der Herr mir verliehen hat, dazu nutzen, anderen zu helfen Christus näher zu kommen. Wie nutzt du deine Fähigkeiten, dem Herrn des Weingartens zu dienen, gute Frucht zu sein?

Früchte des Weingartens (Quelle)

Donnerstag, 15. Januar 2015

Er hatte neu ausgetrieben und angefangen, Frucht zu tragen

Monokultur wirkt sich im Weingarten nicht positiv aus, passende Biodiversität ist optimal, wie übrigens überall in der Landwirtschaft. Die Fruchtbarkeit des Bodens wird durch die Vielfalt auf natürliche Weise begünstigt, Krankheiten werden ferngehalten, die Früchte sind gesund.
Nachdem das eigentliche Bundesvolk Israel abtrünnig wurde, hat der Herr zu ihm bekehrte Nichtisraeliten in sein Bundesvolk aufgenommen - eingepfropft - und sie übten einen guten Einfluss auf das ursprüngliche Bundesvolk aus, sodass insgesamt gute Früchte - Werke - entstanden: „Und es begab sich: Der Herr des Weingartens schaute und sah den Baum, in den die wilden Ölzweige eingepfropft worden waren; und er hatte neu ausgetrieben und angefangen, Frucht zu tragen. Und er sah, dass er gut war, und seine Frucht war gleich der natürlichen Frucht.“ (Jakob5:17).
Er hatte neu ausgetrieben und angefangen, Frucht zu tragen. Ich lerne daraus, dass ich über die Vielfalt der Kulturen dankbar sein darf, sie bereichert mein Leben und hilft mir mich erfolgreicher zu entwickeln. Sicherlich muss ich darauf bedacht sein, mir nur Beispiel an den dem Wort des Herrn entsprechenden kulturellen Eigenschaften zu nehmen, ansonsten ergeht es mir so, wie vielen Mitgliedern des Bundesvolkes, die götzendienerische Handlungen übernommen haben (Ezechiel 44:12). Wie gehst du mit kultureller Vielfalt um?

Biologische Vielfalt (Quelle)

Mittwoch, 14. Januar 2015

Verbarg die natürlichen Zweige des edlen Ölbaums in den untersten Teilen des Weingartens

Was der Herr mit einigen der natürlichen Zweige des edlen Ölbaumes seines Weingartens machte, berichtet uns der hebräische Prophet Zenos folgendermaßen: „Und es begab sich: Der Herr des Weingartens ging seines Weges und verbarg die natürlichen Zweige des edlen Ölbaums in den untersten Teilen des Weingartens, einige in dem einen und einige in dem anderen, wie er wollte und wie es ihm gefiel.“ (Jakob 5:14).
  • Der Herr des Weingartens ging seines Weges
    Der Herr verließ den edlen Ölbaum seines Weingartens - sein Bundesvolk - und widmete sich anderer Aufgaben.
  • Er verbarg die natürlichen Zweige des edlen Ölbaums in den untersten Teilen des Weingartens
    Der Herr veranlasste, dass sich Volksgruppen seines Bundesvolkes Israels - natürliche Zweige des edlen Ölbaumes - in anderen Teilen der Welt ansiedeln. Denken wir nur an die zehn Stämme, die nach der Eroberung des Nordreiches Israels durch die Assyrer unter Sargon II. umgesiedelt wurden (722/21 v. Chr.; 2.Könige 17:5-6) und seitdem als verschollen gelten. Der Herr hat sie in Erdteile umgesiedelt, in denen man sie bis heute nicht wiedererkannt hat - er verbarg sie in den untersten Teilen des Weingartens (Jeremia 16:14-15).
  • Einige in dem einen und einige in dem anderen Teil des Weingartens
    Wir stellen derzeit nur Mutmaßungen an, um welche Völker es sich handeln könnte, in welche untersten Teile der Herr des Weingartens diese Volksteile verborgen hat, aber er hat sie nie aus den Augen verloren. Christus wurde vom Vater beauftragt, neben den Juden und Nephiten, auch sie zu besuchen (3. Nephi 17:4).

Verbarg die natürlichen Zweige des edlen Ölbaums in den untersten Teilen des Weingartens. Ich weiß nicht, ob mein andersartiger Nächster, nicht ein Nachkomme des jungen verborgenen natürlichen Zweiges ist. Nicht nur aus diesem Grund gehe ich mit ihm so respektvoll um, wie es der Herr von mir fordert (Matthäus 22:39). Wie würdest du dich in der Fremde fühlen, wenn man dich dort ablehnen würde?

(Quelle)

Dienstag, 13. Januar 2015

Gehe deines Weges; gib auf den Baum acht, und nähre ihn gemäß meinen Worten

Der Herr des Weingartens gibt in dem Gleichnis des edlen Ölbaumes seinem Diener folgende Anweisung: „Darum gehe deines Weges; gib auf den Baum acht, und nähre ihn gemäß meinen Worten.“ (Jakob 5:12).
  • Darum gehe deines Weges
    Um seines Weges gehen zu können, ist es erforderlich, sich zu stärken (1.Samuel 28:22). Im Sinne des Evangeliums verstehe ich in diesem Zusammenhang auch die Aufforderung verbunden, sich selber das Brot des Lebens zuzuführen und danach zu leben (Johannes 6:35).
  • Gib auf den Baum acht
    Ich soll mich nicht nur um mein eigenes geistiges Wohl kümmern, sondern auch auf die Menschen um mich herum achtgeben (Markus 2:3-4; Lehre und Bündnisse88:81).
  • Nähre ihn gemäß meinen Worten
    Um gute Taten hervorzubringen, ist es natürlich notwendig zu wissen, welche Taten dem Herrn des Weinberges wohlgefällig sind. Deshalb müssen diejenigen, die das Wissen darum schon haben, dieses an die anderen weitergeben (Titus 3:8; Mosia 23:18).

Gehe deines Weges; gib auf den Baum acht, und nähre ihn gemäß meinen Worten. Dieses gleiche Gebot ergeht genauso an die heutigen Diener im Weingarten des Herrn. Deshalb fühle auch ich mich hierdurch aufgefordert Gleiches zu tun. Was tust du, um den drei Punkten oben nachzukommen?

Nicht unbedingt im Sinne von
Überwachen zu verstehen (
Quelle)

Montag, 12. Januar 2015

Es schmerzt mich, dass ich diesen Baum verlieren soll

Wenn einer deiner Lieben sich dafür entscheidet einen anderen Weg zu gehen, als den, der zu wahrem Glück führt, wirst du sicherlich Schmerz in deinem Inneren empfinden, weil du weißt, dass sich eure Wege vielleicht für immer trennen.
Noch viel intensiver ergeht es dem Herrn, wie wir von dem hebräischen Propheten Zenos, den Jakob zitiert, erfahren: „Und der Herr des Weingartens ließ ringsum aufhacken und ihn beschneiden und nähren und sprach zu seinem Knecht: Es schmerzt mich, dass ich diesen Baum verlieren soll; damit ich vielleicht seine Wurzeln bewahren kann, dass sie nicht zugrunde gehen, damit ich sie für mich bewahren kann, darum habe ich dies getan.“ (Jakob 5:11).
Es schmerzt mich, dass ich diesen Baum verlieren soll. Hierbei muss ich unwillkürlich an viele Umwege denken, die ich genommen habe und welche Schmerzen ich dadurch meinen irdischen, und erst recht meinen himmlischen Eltern dadurch bereitet habe. Glücklicherweise habe ich durch die unendlichen und liebevollen Bemühungen der Knechte des Meisters - das Aufhacken, Beschneiden und Nähren durch meine irdischen Eltern und Dienerinnen und Dienern des Herrn - gelernt, dass ich von falschem Handeln umkehren kann (Ezechiel 18:30-31), die Folgen meiner falschen Handlungen durch das Sühnopfer von Jesus Christus wieder gut gemacht werden. Das stimmt mich gegenüber meinem Schöpfer demütig und dankbar und leitet mich an, weiterhin seine andauernde Fürsorge um seinen Weingarten in Anspruch zu nehmen. Wie verschaffst du dir ein neues Herz und einen neuen Geist?
Den richtigen Weg wählen (Quelle)


Sonntag, 11. Januar 2015

Ich nehme viele von diesen jungen und zarten Zweigen weg

Schon seit mehr als 3000 Jahren ist die Praxis des Veredelns von Obstbäumen bekannt. Einjährige Triebe eines edlen Baumes kannst du mittels Pfropfens auf einen anderen Stamm setzen und bekommst hierdurch einen weiteren edlen Obstbaum. Hierdurch kommst du schneller an weitere Früchte, als wenn du einen neuen Baum pflanzen würdest.
Zenos prophezeit, dass der Herr des Weingarten alles Mögliche unternimmt, um sich gute Frucht zu bewahren, auch wenn der alte Baum zugrunde gehen sollte: „Und siehe, spricht der Herr des Weingartens, ich nehme viele von diesen jungen und zarten Zweigen weg, und ich werde sie einpfropfen, wo auch immer ich will; und es macht nichts aus, wenn es so ist, dass die Wurzel dieses Baumes zugrunde gehen sollte; ich werde mir doch die Frucht davon bewahren; darum werde ich diese jungen und zarten Zweige nehmen, und ich werde sie einpfropfen, wo auch immer ich will.“ (Jakob 5:8).
Ich nehme viele von diesen jungen und zarten Zweigen weg. Durch diese Maßnahme, junge und damit noch unverdorbene Menschengruppen aus dem ursprünglichen Haus Israel, dass sich immer mehr vom Herrn abwendet, herauszunehmen und in andere Teile seiner Erde zu pfropfen, will der Herr sich einen gläubigen gehorsamen Teil seines Bundesvolkes erhalten. Solche herausgenommenen Gruppen sind z.B. die später als Jarediten - zuzeiten des Turmbaus zu Babel (Ether 1:33,38,42-43) - und Nephiten - um 600 v. Chr. aus Jerusalem (1. Nephi 1:4, 2:2, 18:5,8,23) - bekannten Völker. Sie wurden als zarte Triebe aus dem Nahen Osten in die neue Welt - Amerika - `gepfropft´. Und wie die Geschichte uns zeigt, sind Hauptteile des Hauses Israels `die Wurzel dieses Baumes´ (Jakob 5:8) zugrunde gegangen (2. Nephi 25:9-10).
Gerne bemühe ich mich, obwohl schon etwas älter, dennoch im Glauben jung und standhaft zu bleiben und in dem Teil des Weingartens des Herrn zu dienen, in den er mich `gepfropft´ hat. Wie trägst du zur Verjüngung des Weingartens bei?

Lehi und seine Begleiter
erreichen das verheißene Land (
Quelle)

Samstag, 10. Januar 2015

Es schmerzt mich, dass ich diesen Baum verlieren soll

Wenn du im Garten einen edlen Obstbaum hast und es absehbar ist, dass er aufgrund Läusebefalls eingehen wird, bist du sicherlich untröstlich und wirst alles unternehmen, um sein Eingehen zu verhindern.
Ebenso erging es dem Meister des Weingartens, dem Herrn der Welt, in Bezug auf sein Bundesvolk Israel, den Nachkommen Jakobs (Genesis32:29): „Und es begab sich: Der Meister des Weingartens sah es, und er sprach zu seinem Knecht: Es schmerzt mich, dass ich diesen Baum verlieren soll; darum geh und brich die Zweige von einem wilden Ölbaum ab und bringe sie zu mir her; und wir werden jene Hauptäste abbrechen, die zu verwelken beginnen, und wir werden sie in das Feuer werfen, dass sie verbrennen.“ (Jakob 5:7).
  • Brich die Zweige von einem wilden Ölbaum ab
    Die Diener des Herrn wurden beauftragt nichtisraelitische Menschengruppen (Zweige eines wilden Ölbaums) in das Haus Israel (Stamm des edlen Ölbaums), als Mitglieder seines Bundesvolkes, zu bekehren (Zweige des wilden Ölbaumes einpfropfen; Jakob 5:9).
  • Wir werden jene Hauptäste abbrechen, die zu verwelken beginnen und in das Feuer werfen
    Die Vernichtung derjenigen Menschengruppen der Stämme Israels (Hauptäste), die sich willentlich gegen den Herrn stellen, bevor sie den Untergang des gesamten Volkes herbeiführen würden.

Es schmerzt mich, dass ich diesen Baum verlieren soll. Genauso wie in alter Zeit, ist der Herr heutzutage darum bemüht, sein Bundesvolk durch entsprechende Vorkehrungen vor dem Untergang zu bewahren. Durch alle Bedrängnisse hindurch füllt der Stein (die Kirche des Herrn des Weingartens), der 1830 ohne Zutun von Menschenhand mit 6 Mitgliedern losgetreten wurde (Lehreund Bündnisse 20:1-4), heute schon mit über 15 Millionen Mitgliedern fast die ganze Erde (Daniel 2:34-35; Präsident Monson Generalkonferenz Oktober 2014). Gerne bemühe ich mich mittels ständig aufrichtiger Umkehr und Anstrengungen die Gebote des Herrn des Weingartens zu halten bis ans Ende meiner Tage hier auf Erden, nicht zu denen zu gehören, die abgebrochen werden müssen. Was tust du, um zum Bundesvolk des Herrn gezählt werden zu können?

Pfropfung von Zweigen eines Ölbaumes,
auf einen anderen Ölbaumstamm (
Quelle)

Freitag, 9. Januar 2015

Der Herr des Weingartens - der Welt - ist um sein Volk bemüht

Wenn du einen Garten hast, dann bist du sicherlich auch bemüht, ihn in Schuss zu halten, das Wachstum der Bepflanzung unterstützend zu begleiten. Als eine Maßnahme der Baumpflege wirst du um den Stamm herum den Boden auflockern, sodass Sauerstoff und Feuchtigkeit an die Wurzeln kommen. Damit überall hin genügend Lichteinfall erreicht wird, wirst du den Baum auch entsprechend beschneiden.
Der hebräische Prophet Zenos zeigt uns auf, welche Anstrengungen der Herr unternimmt, um sein Volk zu retten: „Und es begab sich: Der Meister des Weingartens ging hin, und er sah, dass sein Ölbaum anfing, morsch zu werden; und er sprach: Ich werde ihn beschneiden und rings um ihn aufhacken und ihn nähren, damit er vielleicht junge und zarte Zweige sprossen lasse und er nicht zugrunde gehe.“ (Jakob 5:4).
Der Herr des Weingartens - der Welt - ist um sein Volk bemüht, in dem er:
  • Beschneidet
    um keinen Wildwuchs zu haben der nur Kraft wegnimmt,
    Unwillige aus dem Volk entfernen die das Werk der Errettung mutwillig behindern
    und damit überall Licht hinkommt,
    Kenntnis vom Evangelium ungehindert dorthin gelangt, wo sie benötigt wird, um zu erretten.
  • Aufhackt,
    um Sauerstoff und Wasser an die Wurzeln gelangen zu lassen,
    Umfeld so gestalten, dass das Gute Wort Gottes dorthin gelangen kann, wo es dem Wachstum dient,
  • Nährt
    notwendige Düngung verabreichen
    das Evangelium vermitteln.
Und das alles tut der Herr der Welt aus Liebe zu uns. Wie erlebst du dieses Bemühen des Herrn um deine errettende Entwicklung?

Olivenbaumpflege (Quelle)

Donnerstag, 8. Januar 2015

Ich werde dich, o Haus Israel, mit einem edlen Ölbaum vergleichen

 Der Vergleich des Hauses Israel mit einem Ölbaum ist nicht nur vom Propheten Zenos angestellt worden. Als Paulus den Mitgliedern der Christengemeinde Roms sein Verständnis des Evangeliums nahebringen will, erklärt er ihnen auch die endgültige Rettung Israels, und zwar anhand eines Ölbaumbildnisses (Römer11:13-24). Auch dem neuzeitlichen Propheten Joseph Smith wurde 1833 ein Gleichnis mit Ölbäumen in Bezug auf die Erlösung Zions, dem Volk des Herrn, gegeben (Lehre und Bündnisse 101:43-51 aber auch ff).
Jakob berichtet uns ein sehr umfangreicheres Gleichnis von einem edlen Ölbaum bezüglich des zukünftigen Schicksals Israels vom hebräischen Propheten Zenos (er wird in der Bibel nicht erwähnt; siehe Blogbeitrag von gestern). Einleiten tut Zenos dieses Gleichnis folgendermaßen: „Denn siehe, so spricht der Herr: Ich werde dich, o Haus Israel, mit einem edlen Ölbaum vergleichen, den ein Mann nahm und in seinem Weingarten nährte; und er wuchs und wurde alt und fing an, morsch zu werden.“ (Jakob 5:3).
  • Edler Ölbaum
    Israel, das Bundesvolk des Herrn (beispielhaft Exodus 24:7), gedieh also unter der pflegenden Hand des Meisters des Weingartens (dem Jehova des Alten Testamentes, Jesus Christus, dem Herrn der Welt), wurde alt und insofern gebrechlich, dass es irgendwann meinte, die pflegende Hand seines Herrn nicht mehr haben zu wollen. Das konnte nicht gut gehen und der Ölbaum wurde morsch. Vom `echten Ölbaum´, dem Olivenbaum, wissen wir, dass er im Alter knorrig wird (verwachsen, unregelmäßig, mit vielen Verdickungen; siehe Bild unten). Auf den Menschen angewandt bedeutet das, dass er grobschlächtig, derb, spröde im Umgang ist.

Ich werde dich, o Haus Israel, mit einem edlen Ölbaum vergleichen. Der edle Ölbaum ist ein immergrüner, kein Laub abwerfender kostbarer Fruchtbaum. Ohne Pflege verwildert er und ist nur schwer beherrschbar. Israel wird also in diesem Gleichnis mit einem solchen verglichen, das in der Gemeinde des Herrn heranwuchs und mit den Jahren grobschlächtig, derb und spröde im Umgang wurde, mit anderen Worten, sich vom Herren und seinen Geboten abwandte. Für mich entnehme ich daraus, dass ich auch in der Situation bin, in der Gemeinde des Herrn gedeihen zu dürfen. Ich will aber nicht knorrig - grobschlächtig, derb, spröde im Umgang - werden, sondern gerne weiterhin durch ihn genährt werden. Wie ergeht es dir, wie lässt du dich vom Herrn des Weingartens nähren?
Stamm eines alten Olivenbaums (Quelle)

Mittwoch, 7. Januar 2015

Erinnert ihr euch nicht, die Worte des Propheten Zenos gelesen zu haben?

Ist es denkbar, dass in der Bibel einige Propheten nicht erwähnt sind, die aber dennoch zuzeiten des Alten Testamentes unter den Israeliten lebten und von Christus prophezeiten? Im Buch Mormon werden jedenfalls solche zitiert, wie hier ein Zenos von Jakob: „Siehe, meine Brüder, erinnert ihr euch nicht, die Worte des Propheten Zenos gelesen zu haben, die er zum Haus Israel gesprochen hat, nämlich: Horche auf, o du Haus Israel, und vernimm die Worte von mir, einem Propheten des Herrn.“ (Jakob 5:1-2)
Nicht nur im Buch Mormon werden Propheten zitiert, die in der Bibel aber nicht vorkommen. Die Bibel selber zitiert etliche Propheten oder Schriften, die in ihr nicht enthalten sind (Näheres erfährst du hier unter „Verlorengegangene Schriften“. Zenos war ein hebräischer Prophet und lebte nach dem Propheten Abraham und vor dem Propheten Jesaja (Helaman 8:19,20).
Erinnert ihr euch nicht, die Worte des Propheten Zenos gelesen zu haben? Diese Worte, die Jakob im weiteren Verlauf zitiert, kennt er von den Messingplatten Labans. Diese enthalten die fünf Bücher Mose sowie einen Bericht der Juden von Anfang an bis zum Beginn der Regierung Zidkijas, des Königs von Juda; und auch die Prophezeiungen der heiligen Propheten (1 Nephi 5:10–13). Zenos wird im Buch Mormon etliche Male mit unterschiedlichen Themen zitiert (siehe hier). Außerhalb des Buches Mormon gibt es keinen direkten Hinweis auf ihn. HLT-Wissenschaftler erkennen aber eine Übereinstimmung im Schreibstil mit einigen Teilen der „Schriftrollen vom Toten Meer“ (siehe hier und hier).

Prophetische Schriften (Quelle)

Dienstag, 6. Januar 2015

Dieser Stein wird zur großen und letzten und einzig sicheren Grundlage werden

Für ein Bauwerk ist die sichere Grundlage das Fundament. Es stellt eine Schnittstelle zwischen der tragenden (Untergrund) und der befestigten Struktur dar (daraufgesetztes Bauwerk). Früher wurden hierfür Steine benutzt, heute meist Stahlbeton.
Über das sichere Fundament, auf das die Juden bauen können, sagt Jakob: „Aber siehe, gemäß den Schriften wird dieser Stein zur großen und letzten und einzig sicheren Grundlage werden, worauf die Juden bauen können.“ (Jakob 4:16).
Dieser Stein wird zur großen und letzten und einzig sicheren Grundlage werden. Der Stein, der zur „großen und letzten und einzig sicheren Grundlage werden“ sollte, ist Jesus Christus, den die Bauleute für unbrauchbar hielten (Psalm 118:21-22 wegen dem Begriff `Grundstein´ in der `Hoffnung für alle´ Version). Warum? Weil sowohl die Juden, als natürlich auch alle Menschen, nur aufgrund seines Sühnopfers das Leben haben. Um Errettung aus unserem gefallenen Zustand erlangen zu können, gibt es nur diese eine sichere Möglichkeit: unseren Glauben auf ihn, diesen Fundament-Stein, die Schnittstelle zwischen Gott Vater und den Menschen, zu gründen, und sein Sühnopfer anzunehmen (Jesaja 28:16; Helaman 5:12).

(Quelle)

Montag, 5. Januar 2015

Infolge ihres Stolperns den Stein verwerfen

Sicherlich hast du auch schon etwas mitbekommen von dem europaweiten Projekt des Künstlers Gunter Demnig: Stolpersteine. Es soll, mittels in den Gehweg eingelassener Gedenktafeln, an die Verfolgten des Nationalsozialismus erinnern. Dieses Projekt gehört zu den größten dezentralen Mahnmalen der Welt. Unzählige Betroffene waren Juden.
Um Juden und deren Stolperns über einen besonderen Stein geht es auch in dieser Aussage Jakobs: „Und nun werde ich, Jakob, vom Geist geleitet zu prophezeien; denn aus dem Wirken des Geistes, der in mir ist, erkenne ich, dass die Juden infolge ihres Stolperns den Stein verwerfen werden, auf dem sie bauen und sichere Grundlage haben könnten.“ (Jakob 4:15).
Infolge ihres Stolperns den Stein verwerfen. Mit dem Stein, der hier verworfen wird, ist Christus gemeint (Römer 9:30-33). Über ihren eigenen Stolz sind die Juden in alter Zeit gestolpert und haben Jehova, ihren zukünftigen Erretter verworfen (Nehemia 9:26-29; Jesaja 8:11-15). Auch als dieser unter ihnen weilte, haben die meisten gegen ihn gemurrt und nach Gelegenheiten gesucht, ihn zu töten (Matthäus 23:13; Markus 15:12-13). Ich lerne für mich daraus das, was Präsident Uchtdorf so formulierte: „Wir müssen das Gefäß innen säubern, indem wir den Stolz überwinden“ („Stolz desPriestertums“ Generalkonferenz 2010). Gerne will ich demütig durch Studium die Lehren Jesu aufnehmen, meine inneren Augen weit offen halten, um meine persönlichen Stolpersteine zu erkennen und sie mithilfe Gottes aus dem Weg zu räumen. Welches sind deine Stolpersteine?

Stolperstein Berlin Budapester Str (Quelle)

Sonntag, 4. Januar 2015

Blindheit kam, weil sie über das Ziel hinausgeschaut haben

Kann man blind werden, wenn man über das Ziel hinausschaut? Jakob jedenfalls sagt, dass es bei den Juden so war: „Aber siehe, die Juden sind ein halsstarriges Volk gewesen; und sie haben die Worte der Klarheit verachtet und die Propheten umgebracht und nach Dingen getrachtet, die sie nicht haben verstehen können. Darum müssen sie wegen ihrer Blindheit, und diese Blindheit kam, weil sie über das Ziel hinausgeschaut haben, notwendigerweise fallen; denn Gott hat seine Klarheit von ihnen weggenommen und ihnen, weil sie es gewünscht haben, viele Dinge gegeben, die sie nicht verstehen können. Und weil sie es gewünscht haben, hat Gott es getan, damit sie stolpern mögen.“ (Jakob 4:14).
Vielleicht hast du schon mal folgendes Zitat von Konfuzius gehört: „Über das Ziel hinausschießen, ist ebenso schlimm, wie nicht ans Ziel zu kommen“. Eine Person schießt über das Ziel hinaus, wenn sie zu weit geht; mehr tut, als richtig ist; übertreibt; übereifrig ist, oder die Grenze des Vernünftigen überschreit. Viele Israeliten in alter Zeit fühlten sich durch die einfachen und klaren Wahrheiten des Evangeliums unterfordert. Aufgrund ihres intellektuellen Ehrgeizes beschäftigten sie sich lieber mit Lehren, die sie nicht verstehen konnten. Sie schauten über das Ziel der grundlegenden Evangeliumswahrheiten hinaus, ergossen sich lieber in theoretischen Mutmaßungen, wodurch ihr Blick für das Einfache getrübt wurde. Sie verloren den Sinn des Lebens aus ihrem Blickfeld, wurden dafür blind, weil sie über das Ziel hinausschauten.
Blindheit kam, weil sie über das Ziel hinausgeschaut haben. Wie kann ich mich davor schützen? Ich muss mir immer dessen bewusst bleiben, dass nur das Evangelium von Jesus Christus Dinge lehrt, wie sie waren, sind und sein werden (Lehre und Bündnisse 93:23-25). Ich muss mir die guten Eigenschaften eines Kindes bewahren (Matthäus 18:3; Lukas 18:17) wie Fügsamkeit, Sanftmut, Demut, Geduld, liebevoll und willig zu sein, sich allem zu fügen, was der Herr für richtig hält, ihm aufzuerlegen (Mosia 3:19). Wie verstehst du das mit dem über das Ziel hinausschauen? Wenn du willst, lies auch noch diesen wunderbaren Artikel: „Wie ein kleines Kind werden“ von Jean A. Stevens.

(Quelle)

Samstag, 3. Januar 2015

Wer prophezeit, der soll zum Verständnis der Menschen prophezeien

Sicherlich hast du schon mal einem Vortrag oder einer Unterhaltung gelauscht, wo du nur noch Bahnhof verstanden hast, also nichts. Entweder war dir das Thema völlig fremd, oder der Wortführer hat sich nicht adressatengerecht ausgedrückt. Denk nur an die Ausführungen deines Arztes über deinen Gesundheitszustand. Wahrscheinlich musstest du da auch hier und da fragen was das gerade bedeutet.
Über die Ausdrucksweise von Propheten sagt Jakob: „Siehe, meine Brüder, wer prophezeit, der soll zum Verständnis der Menschen prophezeien; denn der Geist spricht die Wahrheit und lügt nicht. Darum spricht er von Dingen, wie sie wirklich sind, und von Dingen, wie sie wirklich sein werden; darum werden uns diese Dinge klar kundgetan zur Errettung unserer Seele. Aber siehe, wir sind nicht allein als Zeugen dieser Dinge; denn Gott hat sie auch zu den Propheten vor alters gesprochen.“ (Jakob 4:13).
Wer prophezeit, der soll zum Verständnis der Menschen prophezeien. Propheten erhalten klare Informationen zu unserer Errettung in wenigen besonders herausragenden Fällen von Gott Vater oder -Sohn persönlich (Numeri 12:6), meistens aber jedoch durch Eingebungen des Heiligen Geistes direkt (1. Nephi 22:2), oder indirekt über Engel, die zur Übermittlung beauftragt wurden (Lukas 2:9-12). Bei der Weitergabe an das Volk, sollen die Propheten verständlich reden (1. Korinther 14:1-5, 27-28). Sie werden sich also zeitgemäß ausdrücken, was viele Generationen später u. U. nicht mehr verständlich ist, da sich Ausdrucksweise, Umstände und Verständnis geändert haben. In diesen Fällen wirkt wiederum der Heilige Geist auf diejenigen, dass sie es verstehen können. Aber heute haben wir da auch noch lebende Propheten, die mit uns in unserer Sprache verständlich kommunizieren. Deshalb u. a. sind sie so wichtig (lies auch: „Wir brauchen lebende Propheten“). Wie gehst du vor, wenn du etwas, was Propheten vor Jahrhunderten sagten, nicht verstehst?

Wie bitte?
Wenn Patienten beim Arzt nur noch Bahnhof verstehen
(Quelle)

Freitag, 2. Januar 2015

Versöhnt euch mit ihm durch das Sühnopfer Christi

Hast du auch noch in Erinnerung, wie schön es war, als du nach einem riesigen Streit mit einer dir lieben Person, dich mit ihr wieder versöhnt hattest? Eine Kluft stand zwischen euch, wenn ihr euch gesehen habt, gab es ein äußerst ungutes Gefühl in der Magengegend. Wie schön, als ihr euch dann wieder in den Armen lagt und Tränen der Freude die Wangen herunterliefen.
Über eine in die Ewigkeit reichende Versöhnung spricht Jakob: „Darum, geliebte Brüder, versöhnt euch mit ihm durch das Sühnopfer Christi, seines Einziggezeugten Sohnes, und dann könnt ihr eine Auferstehung erlangen gemäß der Macht der Auferstehung, die in Christus ist, und als die Erstlingsgabe Christi vor Gott gebracht werden, weil ihr Glauben habt und in ihm eine gute Hoffnung auf Herrlichkeit erlangt, bevor er sich im Fleische kundtut.“ (Jakob 4:11).
Versöhnt euch mit ihm durch das Sühnopfer Christi. Warum ist eine Versöhnung mit ihm, mit Gott, notwendig? Weil wir allzumal Sünder sind, uns durch unser Fehlverhalten gegenüber den Geboten des Herrn verunreinigen, aber nichts Unreines in die Gegenwart Gottes eingehen kann.
  • Sühnopfer
    Alleine sind wir nicht in der Lage uns vollständig von unseren Sünden zu reinigen und so hat Christus sich als unser Erretter angeboten. Er ist der Einzige, der in der Lage ist uns zu reinigen und er hat es getan. Er war das makellose Opfer (1. Johannes 3:5), welches dazu erbracht werden musste (1.Petrus 1:19). In Getsemani hat er für unser aller Verfehlungen gelitten, und zwar so, dass aus all seinen Poren Blut drang (Lukas 22:44; Lehre und Bündnisse 19:18), eine unfassbare Qual. Aber aus Liebe zu seinem und unserem Vater und zu uns hat er es getan (Johannes 3:16; Lehre und Bündnisse 138:3).
  • Versöhnen
    Indem wir sein Sühnopfer anerkennen und annehmen, versöhnen wir uns mit ihm und unserem Vater (Johannes 1:7). Wie machen wir das? Wir üben Glauben aus, erkennen und bekennen unsere Übertretungen, bitten die beteiligten Parteien um Vergebung, bemühen uns nach allen Kräften sie nicht wieder zu begehen und fahren in diesem Verhalten fort, bis an unser irdisches Ende (2. Nephi 9:23). Mit anderen Worten, wir bringen ein reuiges Herz und einen zerknirschten Geist als Opfer dar (2. Nephi 7:6).
Welches Verständnis hast du von der Versöhnung mit Gott?

Versöhnungsdenkmal Berlin Bernauer Str. (Quelle)

Donnerstag, 1. Januar 2015

Trachtet nicht, dem Herrn Rat zu erteilen

Ich erinnere mich an Urlaube in den Bergen, die Karte erforschend vor meiner Nase, welcher Wanderweg wohl der sicherere sei. Wenn es mir nicht klar war, habe ich auch mal einen anderen Wanderer um Rat gefragt, in der Hoffnung einen Kenner der Gegend vor mir zu haben. Ab und zu fiel es mir schwer seinen Rat anzunehmen, weil ich dachte, ich weiß es besser. 
Über das Erteilen von Ratschlägen sagt Jakob: „Darum, Brüder, trachtet nicht, dem Herrn Rat zu erteilen, sondern, Rat aus seiner Hand anzunehmen. Denn siehe, ihr wisst selbst, dass er mit Weisheit und mit Gerechtigkeit und mit großer Barmherzigkeit Rat gibt über all seinen Werken.“ (Jakob 4:10).
Trachtet nicht, dem Herrn Rat zu erteilen. Mir ist inzwischen klar, dass es unklug ist, in einem Thema, in dem ich Laie bin, einem Profi Ratschläge erteilen zu wollen. Der Herr der Schöpfung ist Profi in allem (2. Nephi 2:24). So werde ich mich davor hüten zu meinen, dass ich einen besseren Rat hätte und den seinen zu missachten. Das würde bedeuten wider besseres Wissen zu handeln (Sprüche 19:20). Wenn ich also Rat benötige, ich habe vorher alles schon selber durchdacht und bin zu einem Entschluss gekommen, dann kann ich, um sicherzugehen, dass es der richtige ist, denjenigen um Rat bitten, der der Meister ist und ich kann mir sicher sein, dass er mir in seiner Barmherzigkeit Rat insofern erteilen wird, dass ich Frieden in meinem Herzen verspüren werde für den Fall, dass meine Überlegungen richtig sind, oder aber Unruhe, wenn sie falsch sind (Lehre und Bündnisse 9:8). Im Fall der Unruhe sollte ich dann nicht auf meinem Entschluss bestehen bleiben, denn dann würde ich demjenigen Rat erteilen, der alles weiß (Ijob 37:15-16). Wie hältst du es mit dem Erteilen und Annehmen von Rat?

(Quelle)